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Studienführer für das Master-Studium Informatik (FAQ)

Auf Grundlage der Gemeinsamen Prüfungsordnung vom 2. Juli 2015.

Zulassung, Organisation und Ablauf des Studiums

Was ist die Regelstudienzeit für den Master-Studiengang?
Die Regelstudienzeit beträgt vier Semester. In diesen vier Semestern müssen von den Studierenden insgesamt 120 Leistungspunkte (Credit Points) erworben werden.
Ist ein Masterstudium der Informatik zulassungsbeschränkt?
Nein. Aber man muss sich bewerben. Weitere Informationen finden Sie hier.
Kann ich meine Vorlesungen frei wählen?

Die Vorlesungen teilen sich ein in verschiedene Kategorien. Folgende Module müssen von den Studierenden absolviert werden um den Masterabschluss zu erreichen:

  • Stammvorlesungen mit Übungen der Informatik (Wahlpflicht, 27 benotete CP)
  • Stamm- oder Vertiefungsvorlesungen oder max. ein Seminar (Wahlpflicht, 27 benotete CP)
  • Seminar über Themen der Informatik (Wahlpflicht, 7 benotete CP)
  • Master-Seminar (12 benotete CP) und Master-Arbeit (30 benotete CP)

Darüber hinaus müssen mindestens weitere 17 unbenotete CP durch folgende Module erworben werden:

  • Master-Praktika oder andere beliebig wählbare Module der Informatik
  • Betreuung von Übungsgruppen (Tutor)
  • Sprachkurse (max. 6 CP, nur lebende Sprachen)
  • beliebige Module, die auf Antrag vom Prüfungsausschuss genehmigt werden
Wie sehen die Leistungskontrollen aus?
Leistungskontrollen sind Teil jeder Lehrveranstaltung. Sie können in verschiedenen Formen vorkommen. Möglich sind z.B. mündliche oder schriftliche Prüfungen, aber auch Projektarbeiten. Details hierzu finden sich in der Prüfungsordnung. Werden diese Leistungskontrollen bestanden, erwirbt der/die Studierende die dem Modul entsprechenden CP. Das Ergebnis jeder benoteten Prüfung fließt also in die Abschlussnote ein.
Organisatorisches

Zum Schluss noch ein kurzer Überblick über die organisatorische Seite des Studiums: Bevor man überhaupt mit dem Studium beginnen kann muss man sich an der Universität einschreiben (immatrikulieren). Dazu muss man einen Immatrikulationsantrag ausfüllen, den man entweder im Internet oder im Studierendensekretariat (Gebäude A4 2) erhält. Um sich einzuschreiben benötigt man neben diesem Antrag einen Nachweis der Krankenkasse, dass man versichert ist und eine Hochschulzugangsberechtigung (Abitur oder Ähnliches). Außerdem muss man einen Semesterbeitrag bezahlen.

War die Einschreibung erfolgreich, kann man mit dem Nachweis über die Immatrikulation zum Kartenbüro der Universität (Gebäude C 3 1) gehen, wo man seinen Studierendenausweis erhält. Diesen muss man validieren, damit er für die Dauer des jeweiligen Semesters als Bus- und Bahnticket (Semesterticket) gilt. Jedes Semester muss man sich rückmelden. Hierzu muss man innerhalb einer vorgegeben Frist den Semesterbeitrag entrichten und kann dann kurz darauf seinen Studierendenausweis wieder neu validieren, so dass man ihn weiter als Semesterticket nutzen kann.

Alle Informationen rund um die Organisation finden sich auch auf den Webseiten der Universität des Saarlandes und des Fachbereichs Informatik.Dort gibt es auch Informationen zur Wohnraumvermittlung. Informationen zum Thema Bafög gibt es auf der Webseite des Studentenwerkes oder den offiziellen Bafög-Seiten.

Prüfungen, Credit Points und anrechenbare Leistungen

Was sind Credit Points?
Die Credit Points, die man durch eine Vorlesung erlangen kann, geben ihren Arbeitsaufwand an. Ein Credit Point entspricht hierbei einem Studienaufwand von 30 Stunden. Das bedeutet, dass z.B. eine Stammvorlesung mit 9 CP einen durchschnittlichen Arbeitsaufwand von 270 Stunden hat.
Kann ich meine Tutorentätigkeit auf mein Studium anrechnen?
Für die Betreuung einer Übungsgruppe als Tutor (Bremser) werden vier unbenotete CP vergeben. Werden mehrere Übungsgruppen aus unterschiedlichen Modulen betreut, ist es möglich diese Punkte mehrfach zu erbringen.
Wie viele Credit Points muss ich pro Semester machen?

In der Regel sollten pro Semester 30 CP erworben werden. Die Mindestanforderungen sind 9 CP nach einem Semester, 30 CP nach zwei Semestern, 60 CP nach vier Semestern und 90 CP nach sechs Semestern. Hat ein Studierender diese Mindestleistungen nicht erreicht wird er schriftlich darauf hingewiesen, dass die Erreichung des Studienziels gefährdet ist. Außerdem wird ihm ein Beratungsgespräch angeboten. Hat ein Studierender/eine Studierende die Mindestanforderungen zum zweiten Mal nicht erreicht verliert er/sie den Prüfungsanspruch an jeder Universität der Bundesrepublik Deutschland. Dies wird dem/der Betroffenen durch einen schriftlichen Bescheid des Prüfungsausschusses mitgeteilt. Der/die Studierende hat zuvor die Möglichkeit zur Stellungnahme.

Was passiert wenn ich an einer Prüfung nicht teilnehmen kann?

Kann ein Studierender/eine Studierende an einer Prüfung nicht teilnehmen, so muss er/sie einen triftigen Grund nachweisen. Im Krankheitsfall muss dem Dozenten des Kurses unverzüglich ein ärztliches Attest vorgelegt werden. Bleibt ein Kandidat/eine Kandidatin ohne den Nachweis von triftigen Gründen einer Prüfung fern, so gilt diese als nicht bestanden. Gleiches gilt, wenn ein Studierender/eine Studierende versucht, das Prüfungsergebnis durch Täuschung oder Benutzung nicht zugelassener Hilfsmittel zu beeinflussen.

Was ist der Prüfungsausschuss?
Der Prüfungsausschuss setzt sich aus fünf gewählten Mitgliedern und ihren ebenfalls gewählten Stellvertretern zusammen. Einer dieser fünf Mitglieder hat den Vorsitz. Die Aufgaben des Prüfungsausschusses sind unter Anderem die Bearbeitung von Anträgen von Studierenden und Fortschrittkontrolle nach jedem Semester. Darüber hinaus achtet der Prüfungsausschuss darauf, dass die Bestimmungen der Prüfungsordnung eingehalten werden.

Abschluss und Master-Arbeit

Was ist die Masterarbeit?
Die Masterarbeit ist eine wissenschaftliche Arbeit, die unter Anleitung ausgeführt wird. Sie soll zeigen, dass der Kandidat/die Kandidatin in der Lage ist, innerhalb einer vorgegeben Frist ein Problem der Informatik nach wissenschaftlichen Methoden zu bearbeiten und die Ergebnisse verständlich darzulegen. Die Arbeit kann auf Englisch oder Deutsch, auf Antrag auch in einer anderen Sprache verfasst werden. Die Bearbeitungszeit der Masterarbeit beträgt sechs Monate. Details hierzu sind in der Prüfungsordnung zu finden.
Warum muss ich ein Master-Seminar machen?
Das Master-Seminar ist eine Art Forschungskolloquium, bei dem der/die Studierende das Thema seiner/ihrer Masterarbeit den Mitarbeitern des Lehrstuhls vorstellen soll, an dem er/sie die Arbeit schreiben will. Dieses Seminar muss vor Anmeldung der Arbeit beim Prüfungssekretariat absolviert werden und dient dazu, Feedback von den Mitarbeitern des Lehrstuhls zu erhalten und zu sehen, in wie weit der/die Studierende selbst das Thema verstanden hat. Das Master-Seminar hat einen Umfang von 12 CP. Spätestens im Semester nach dem Master-Seminar muss der/die Studierende seine/ihre Masterarbeit anmelden, ansonsten muss er/sie es noch einmal machen.
Gibt es eine Abschlussprüfung beim Master-Studiengang?

Das Masterstudium setzt sich aus studienbegleitenden Prüfungsleistungen und einer Abschlussarbeit, der Masterarbeit, zusammen. Das bedeutet, dass es keine Abschlussprüfung gibt, sondern dass jede Lehrveranstaltung Leistungskontrollen beinhaltet. Dadurch hat der Studierende selbst jedes Semester aufs Neue die Möglichkeit seinen Abschluss aktiv mitzugestalten.

Wann habe ich meinen Masterabschluss?

Studierende, die die Anforderungen ihrer Studienordnung erfüllt haben, erhalten ihren Masterabschluss. Dieser setzt sich zusammen aus den Ergebnissen der Leitungskontrollen sowie der Masterarbeit.

Sonstiges

Was ist der Fachschaftsrat?

Der Fachschaftsrat (kurz: Fachschaft) ist die Vertretung der Studierenden der zugehörigen Studiengänge. Er setzt sich aus gewählten Mitgliedern zusammen, die sich um  die Belange der Studierenden kümmern und ist sozusagen das „Sprachrohr“ der Studierenden. Der Fachschaftsrat kümmert sich z.B. darum, dass die Vorschläge der Studierenden zur Verwendung der Studiengebühren an die richtigen Stellen weitergeleitet werden.
Auf der Homepage des Fachschaftsrates  gibt es viele weitere Informationen über seine Arbeit.

Nachwuchsgewinnung, Öffentlichkeitsarbeit und Technologietransfer am Saarland Informatics Campus werden unterstützt durch das Kompetenzzentrum, gefördert durch

Weitere Infos

Das Projekt Tandem an der Universität des Saarlandes verfolgt das Ziel, die für eine wirtschaftliche oder industrielle Verwertung interessanten Forschungsergebnisse der saarländischen Informatik und der Max-Planck Institute durch einen Inkubationsprozess soweit weiterzuentwickeln, dass entweder Investoren die Produkte kaufen oder lizenzieren, oder neue Unternehmen im Saarland gegründet werden. Begleitende Aktivitäten im Projekt umfassen nationale und internationale Öffentlichkeitsarbeit, Maßnahmen zur Förderung des Technologietransfers im Allgemeinen sowie Formate zur Nachwuchsakquise im Bereich der Informatik. Das Projekt Tandem trägt dazu bei, die saarländische Informatik und den Wirtschaftsstandort Saarland zu stärken.