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        <title>News | Saarland Informatics Campus</title>
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        <description>in Saarbrücken, Germany</description>
        <lastBuildDate>Mon, 05 Oct 2026 07:57:21 +0000</lastBuildDate>
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	<title>News Archiv - Saarland Informatics Campus</title>
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                        <title>Weiterbildungsangebot Consulting – Bewerbung bis 16. Oktober</title>
                        <link>https://saarland-informatics-campus.de/piece-of-news/weiterbildungsangebot-consulting-bewerbung-bis-16-oktober/</link>
                        <pubDate>Thu, 01 Oct 2026 06:02:54 +0000</pubDate>
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                        <description><![CDATA[Bis zum 16. Oktober k&#246;nnen sich Absolventinnen, Absolventen und Studierende aller Fachrichtungen f&#252;r das einsemestrige Weiterbildungsangebot Consulting bewerben. Die an der Beratungspraxis orientierte universit&#228;re Ausbildung bereitet Berufseinsteiger auf die Anforderungen der Strategie-, Prozess- und IT-Beratung vor. Das von Prof. Peter Loos geleitete Institut f&#252;r Wirtschaftsinformatik bietet die Weiterbildungsreihe gemeinsam mit internationalen Unternehmensberatungen und Personaltrainern an. [&#8230;]]]></description>
                        <content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Bis zum 16. Oktober können sich Absolventinnen, Absolventen und Studierende aller Fachrichtungen für das einsemestrige Weiterbildungsangebot Consulting bewerben. Die an der Beratungspraxis orientierte universitäre Ausbildung bereitet Berufseinsteiger auf die Anforderungen der Strategie-, Prozess- und IT-Beratung vor. Das von Prof. Peter Loos geleitete Institut für Wirtschaftsinformatik bietet die Weiterbildungsreihe gemeinsam mit internationalen Unternehmensberatungen und Personaltrainern an.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Strategie, Digitalisierung, IT oder Unternehmensberatung: Das praxisorientierte Weiterbildungsangebot Consulting richtet sich an Studierende und Promovierende aller Fachrichtungen sowie Berufstätige am Beginn ihrer Karriere, die in der Beratung tätig werden wollen. Das Angebot ist an den stetig steigenden Anforderungen auf diesem Gebiet orientiert. Neben fachlichem Know-how stehen persönliche Weiterentwicklung, Praxiserfahrung und der direkte Kontakt zu potenziellen Arbeitgebern im Mittelpunkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fragen der strategischen Unternehmensberatung, Strategien für ein durchgängiges Geschäftsprozessmanagement sowie die hierfür erforderliche Informationstechnik sind zentrale Themen des Weiterbildungsangebots. Weitere Veranstaltungen widmen sich globalen Beratungsaktivitäten für interkulturelle Projekte und Vernetzung. Die Arbeit in Fallstudien fördert die Teamfähigkeit und übt Präsentationstechniken. In Kleingruppen schulen professionelle Personaltrainer in Workshops kommunikative Fähigkeiten von Argumentationsfähigkeit und Teamorientierung bis Rede- und Präsentationstechniken.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Weiterbildungsangebot beteiligen sich traditionell renommierte und international tätige Beratungsunternehmen und Mentoren, so dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zugleich mit möglichen späteren Arbeitgebern in Kontakt kommen. Über elf ganztägige Termine im Wintersemester erhalten sie praxisnahe Einblicke in den Beratungsalltag. In interaktiven Workshops, Soft-Skill-Trainings und Networking-Events verbessern sie gezielt die Kompetenzen, die in der Consulting-Branche gefragt sind – von analytischem Denken über professionelles Präsentieren bis hin zur erfolgreichen Teamarbeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das Weiterbildungsangebot Consulting auf einen Blick:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">• Unternehmensworkshops mit renommierten Beratungen (EY, PWC, Scheer,<br>ORBIS, adesso) am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz DFKI) am Saarbrücker Campus (Geb. D3 2)</p>



<p class="wp-block-paragraph">• Soft-Skill-Trainings (Präsentation, Kommunikation, Bewerbung, SAP Design-Thinking)</p>



<p class="wp-block-paragraph">• Direkter Austausch mit Beraterinnen und Beratern aus der Praxis</p>



<p class="wp-block-paragraph">• Knüpfen von Businesskontakten</p>



<p class="wp-block-paragraph">• Zertifikat über die erfolgreiche Teilnahme</p>



<p class="wp-block-paragraph">• Anrechnung von bis zu 6 ECTS für dein Studium möglich (je nach Studiengang)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Weiterbildungsreihe richtet sich an:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">• Studierende aller Fachrichtungen</p>



<p class="wp-block-paragraph">• Promovierende</p>



<p class="wp-block-paragraph">• Young Professionals mit Interesse an Consulting und Digitalisierung</p>



<p class="wp-block-paragraph">Professor Peter Loos, Wirtschaftsinformatiker der Universität des Saarlandes und Direktor des Instituts für Wirtschaftsinformatik im Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) leitet das Angebot. Das Institut für Wirtschaftsinformatik bietet die Weiterbildungsreiheseit fast drei Jahrzehnten an. Professor August-Wilhelm Scheer hatte das Angebot 1998 ins Leben gerufen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Veranstaltung kostet für Studierende und Promovierende 95 Euro. Young Professionals zahlen einen Beitrag von 250 Euro. Die Beiträge dienen der Finanzierung der Soft-Skill-Trainings, sowie der Verpflegung.&nbsp;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Anmeldung</strong>: <strong>Die Plätze sind begrenzt und werden im Rahmen eines Auswahlverfahrens vergeben. Interessierte können sich noch bis zum 16. Oktober 2026 online für die Weiterbildungsreihe bewerben</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitere </strong><a href="https://www.uni-saarland.de/lehrstuhl/loos/studium/weiterbildungsreihe-consulting.html" target="_blank"><strong>Informationen und Anmeldung zum Weiterbildungsangebot Consulting</strong></a><strong>&nbsp;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Fragen beantworten:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Prof. Dr. Peter Loos: Telefon: 0681/302-3106; </strong><br><strong>Jan Gronewald: Telefon: 0681/85775-5248</strong><br><strong>Sebastian Stephan: Telefon: 0681/85775-3630</strong><br><strong>E-Mail: <a href="mailto:lehrveranstaltung-consulting@uni-saarland.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">lehrveranstaltung-consulting@uni-saarland.de</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
]]></content:encoded>
                                                                </item>
                        <item>
                        <title>IDESSAI 2026 – Sechste europäische Science School von Inria und DFKI zum Thema KI</title>
                        <link>https://saarland-informatics-campus.de/piece-of-news/idessai-2026-sechste-europaeische-science-school-von-inria-und-dfki-zum-thema-ki/</link>
                        <pubDate>Wed, 30 Sep 2026 08:27:54 +0000</pubDate>
                        <guid isPermaLink="false">https://saarland-informatics-campus.de/?post_type=sic_news&#038;p=29880</guid>
                        <description><![CDATA[Die IDESSAI 2026 bringt f&#252;hrende KI-Experten und Nachwuchsforscher zu einer intensiven Woche zusammen, die ganz im Zeichen von &#8222;Trusted AI&#8220; steht. Mit praxisorientiertem Lernen, renommierten Referenten und einer begrenzten Teilnehmerzahl bietet die Schule eine au&#223;ergew&#246;hnliche Gelegenheit zum Lernen, zum Kn&#252;pfen von Kontakten und zur Entwicklung innovativer Ideen. IDESSAI 2026 ist die sechste j&#228;hrliche Wissenschaftsschule, die [&#8230;]]]></description>
                        <content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die IDESSAI 2026 bringt führende KI-Experten und Nachwuchsforscher zu einer intensiven Woche zusammen, die ganz im Zeichen von „Trusted AI“ steht. Mit praxisorientiertem Lernen, renommierten Referenten und einer begrenzten Teilnehmerzahl bietet die Schule eine außergewöhnliche Gelegenheit zum Lernen, zum Knüpfen von Kontakten und zur Entwicklung innovativer Ideen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">IDESSAI 2026 ist die sechste jährliche Wissenschaftsschule, die gemeinsam von Inria und DFKI, den französischen und deutschen KI-Forschungsinstituten, organisiert wird. Sie hebt sich in mehrfacher Hinsicht von der Vielzahl der Angebote für KI-Studierende ab:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Teilnehmerzahl und Dozenten: Die Teilnehmer haben die Möglichkeit, Teil einer Gemeinschaft von Gleichgesinnten zu werden, und stehen gleichzeitig in engem Kontakt mit den Experten.</li>



<li>Das Programm umfasst eine Reihe von Kursen mit dem Schwerpunkt <em><strong>„Trusted AI“.</strong></em></li>



<li>Neben den neuesten methodischen Fortschritten und der gemeinsamen Zukunftsvision, die beide organisierenden Institute zu bieten haben, wird IDESSAI 2026 praxisorientiert sein. Dies erreichen wir durch Kurse mit praktischen Übungen oder Fallstudien sowie durch die „Startup Studios“.</li>



<li>Den Teilnehmern wird die Möglichkeit geboten, ihre Arbeiten in speziellen Poster-Sessions einander vorzustellen.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>ZIELGRUPPE</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die IDESSAI 2026 richtet sich in erster Linie an Doktoranden aus allen Bereichen der KI, darunter maschinelles Lernen, Wissensrepräsentation und Schlussfolgerung, Suche und Optimierung, Planung und Terminierung, Multi-Agenten-Systeme, Verarbeitung natürlicher Sprache, Robotik, Computer Vision und weitere Bereiche. Doktoranden aus anderen Fachgebieten, Masterstudierende, Postdocs sowie Forscher aus Wissenschaft und Industrie sind ebenfalls herzlich willkommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>VERANSTALTUNGSORT</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die IDESSAI 2026 ist als reine Präsenzveranstaltung geplant, die im Graduate Center der Universität Saarbrücken stattfinden wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h3 class="wp-block-heading"><br><strong>REFERENTEN </strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Keynotes:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">– Bertrand Braunschweig, IRT System X</p>



<p class="wp-block-paragraph">– Stefan Feuerriegel, Munich School of Management</p>



<p class="wp-block-paragraph">– Marie-Jeanne Lesot, Universität Sorbonne</p>



<p class="wp-block-paragraph">– Maximilian Kiener, Technische Universität Hamburg</p>



<p class="wp-block-paragraph">– Vera Schmitt, Universität Mainz</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Vertrauenswürdige KI</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">– Kévin Mantissa, IRT System X</p>



<p class="wp-block-paragraph">– Eva Giboulot, Inria</p>



<p class="wp-block-paragraph">– Marija Slavkovik, Universität Bergen</p>



<p class="wp-block-paragraph">– Rafael Pinot, Universität Sorbonne</p>



<p class="wp-block-paragraph">– Jean-Michel Loubes, Inria</p>



<p class="wp-block-paragraph">– Mélanie Decoffe, Airbus</p>



<h3 class="wp-block-heading"><br><br><strong>TEILNAHMEGEBÜHREN UND ANMELDUNG</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Unsere Teilnahmegebühren beinhalten Kaffeepausen, Mittagessen sowie zwei Abendveranstaltungen am Montag und Mittwoch. Bitte beachten Sie, dass Sie Ihre Unterkunft selbst organisieren und bezahlen müssen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie unter&nbsp;<br><a href="https://idessai.eu/" target="_blank" rel="noopener">https://idessai.eu</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Um ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Teilnehmerzahl und Referenten zu gewährleisten und die Möglichkeiten zum Austausch zu maximieren, ist die Teilnehmerzahl auf 40 begrenzt. Die Auswahl der Teilnehmer erfolgt unter Berücksichtigung der Vielfalt und des Nutzens, den die Teilnahme am ausgewählten Programm bietet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für weitere Informationen kontaktieren Sie uns bitte unter:&nbsp;<br><a href="mailto:idessai-support@dfki.de">idessai-support@dfki.de</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
]]></content:encoded>
                                                                </item>
                        <item>
                        <title>Neue KI-Plattform soll komplexe Planungsprozesse in der Industrie effizienter machen</title>
                        <link>https://saarland-informatics-campus.de/piece-of-news/neue-ki-plattform-soll-komplexe-planungsprozesse-in-der-industrie-effizienter-machen/</link>
                        <pubDate>Mon, 28 Sep 2026 05:33:32 +0000</pubDate>
                        <guid isPermaLink="false">https://saarland-informatics-campus.de/?post_type=sic_news&#038;p=29858</guid>
                        <description><![CDATA[In der Produktion kommt es auf die richtige Reihenfolge an. Was banal klingt, ist f&#252;r Branchen mit komplexen Planungsprozessen eine Herausforderung. Die Automobilindustrie ist daf&#252;r eines von vielen Beispielen. Teile von Zulieferern m&#252;ssen p&#252;nktlich eintreffen, vielf&#228;ltige Modellkonfigurationen gilt es in Serie zu fertigen. Zugleich werden Innovationszyklen immer k&#252;rzer. Was bisher noch fehlt, ist eine KI-gest&#252;tzte [&#8230;]]]></description>
                        <content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>In der Produktion kommt es auf die richtige Reihenfolge an. Was banal klingt, ist für Branchen mit komplexen Planungsprozessen eine Herausforderung. Die Automobilindustrie ist dafür eines von vielen Beispielen. Teile von Zulieferern müssen pünktlich eintreffen, vielfältige Modellkonfigurationen gilt es in Serie zu fertigen. Zugleich werden Innovationszyklen immer kürzer. Was bisher noch fehlt, ist eine KI-gestützte Planungsplattform, die den Produktionsprozess optimal steuert. </strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Forschungsteams der Universität des Saarlandes und des DFKI wollen dies gemeinsam mit der Firma abat+ GmbH entwickeln. Dafür werden sie mit knapp 900.000 Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">„Herkömmliche Planungssysteme stoßen an Grenzen, wenn die Abläufe in der industriellen Produktion oder auch in anderen Bereichen zu komplex werden. Wir haben in den vergangenen Jahren selbstlernende Algorithmen entwickelt, die dabei helfen können, Prozesse, die aus unterschiedlichen Teilschritten bestehen, effizient zu optimieren“, sagt Verena Wolf, Informatik-Professorin der Universität des Saarlandes. Diese Forschungsergebnisse sollen nun möglichst rasch in die industrielle Praxis überführt werden. „Wir zielen dabei auf die sogenannte Sequenzierung ab, wenn beispielsweise in der Automobilproduktion bestimmte Bauteile zu einem definierten Zeitpunkt verfügbar sein müssen, um in der richtigen Reihenfolge in das Fahrzeug montiert zu werden“, erklärt die Wissenschaftlerin. Hierbei eröffne die Künstliche Intelligenz neue Möglichkeiten, um die komplexen Abhängigkeiten von Lieferketten, Modellvarianten und Personalverfügbarkeit in die Prozessplanung einzubeziehen, um damit die Effizienz der Fertigung deutlich zu steigern.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gemeinsam mit dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und der Firma abat+ GmbH will Verena Wolf eine offene und skalierbare Planungsplattform entwickeln, mit der alle möglichen Produktionsdaten KI-gestützt optimiert werden können. „Wir erstellen auch digitale Zwillinge, um KI-Modelle in einer Simulation passend auf reale Produktionssysteme zu trainieren. Darüber hinaus wollen wir kleinere und mittlere Unternehmen, die bisher noch viele Abläufe manuell planen, bei der digitalen Transformation unterstützen“, erläutert die Professorin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei dem Planungssystem wird es zum einen um Produktionsprozesse gehen, die von Anfang neu aufgebaut werden. „Wir wollen uns aber auch laufende Fertigungsstrecken anschauen, auf denen kurzfristig umgeplant werden muss, weil sich etwa die Anlieferung einzelner Bauteile verzögert oder bestimmte Fahrzeuge priorisiert werden müssen. Denn das sind die täglichen Herausforderungen in der Industrie, die im globalen Wettbewerb und den wenig krisenfesten Lieferketten noch massiver werden“, sagt Verena Wolf.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die KI-gestützte Plattform soll außerdem für Planungsszenarien jenseits der industriellen Produktion genutzt werden. So wäre es denkbar, damit die komplexen Abläufe in den Operationssälen von großen Kliniken zu optimieren. „Für jede Operation müssen unterschiedliche chirurgische Instrumente vorbereitet, Hightech-Medizingeräte neu eingestellt und das passende Fachpersonal bereitgestellt werden“, erklärt Verena Wolf. Hier könnte man Zeit und Kosten einsparen, indem man mit Hilfe der KI-gestützten Planungsplattform Operationen mit ähnlichen Anforderungen aufeinanderfolgend plant, sodass der Aufwand für Vorbereitungen minimiert wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In dem nun gestarteten Transferprojekt wird die Firma abat+ GmbH in St. Ingbert ihre Expertise für die erforderliche Software- und Cloud-Infrastruktur sowie ihre Erfahrungen aus der Produktionsplanung für große Industrieunternehmen einbringen. Die Planungsplattform soll in den kommenden Monaten zu einem KI-Werkzeugkasten ausgebaut werden, der sehr schnell und individuell auf die Probleme einzelner Industriekunden angepasst werden kann. Das Projekt mit dem Titel „Preparing an AI-Based Rearranging Hub“ (PreAIrranging) wird von Informatik-Professorin Verena Wolf, Timo Philipp Gros (DFKI) und Philipp Stopp (abat+ GmbH) geleitet. Es wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und der Europäischen Union gefördert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Pressefotos</strong> zum Download zur honorarfreien Verwendung in Zusammenhang mit dieser Pressemitteilung finden Sie auf der folgenden Webseite ganz unten unter Portraitfotos:&nbsp;<a href="https://www.dfki.de/web/news-media/presse/presse-material" target="_blank" rel="noreferrer">https://www.dfki.de/web/news-media/presse/presse-material</a>&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Fragen beantwortet:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Prof. Dr. Verena Wolf<br>Lehrstuhl für „Modeling and Simulation“ der Universität des Saarlandes<br>Leiterin des Forschungsbereichs Neuro-mechanistische Modellierung am DFKI<br>Tel.: 0681 302-5586<br>Mail: <a href="mailto:verena.wolf@uni-saarland.de">verena.wolf(at)uni-saarland.de</a></p>
]]></content:encoded>
                                                                </item>
                        <item>
                        <title>Ringvorlesung „Computational Social Science“: Mit neuen Daten gesellschaftliche Fragen beantworten</title>
                        <link>https://saarland-informatics-campus.de/piece-of-news/ringvorlesung-computational-social-science-mit-neuen-daten-gesellschaftliche-fragen-beantworten/</link>
                        <pubDate>Wed, 23 Sep 2026 05:00:00 +0000</pubDate>
                        <guid isPermaLink="false">https://saarland-informatics-campus.de/?post_type=sic_news&#038;p=29773</guid>
                        <description><![CDATA[Wie sich gesellschaftswissenschaftliche Fragestellungen mit Methoden der Informatik und mit neuartigen Datenquellen beantworten lassen &#8211; das erforscht die neue Disziplin &#8222;Computational Social Science&#8220; an der Universit&#228;t des Saarlandes. Einen Einblick in dieses Forschungsfeld an der Schnittstelle zwischen Sozialwissenschaften und Informatik bietet eine englischsprachige Ringvorlesung im kommenden Wintersemester. Die Vorlesungen finden immer freitags, von 12:15 bis [&#8230;]]]></description>
                        <content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie sich gesellschaftswissenschaftliche Fragestellungen mit Methoden der Informatik und mit neuartigen Datenquellen beantworten lassen – das erforscht die neue Disziplin „Computational Social Science“ an der Universität des Saarlandes. Einen Einblick in dieses Forschungsfeld an der Schnittstelle zwischen Sozialwissenschaften und Informatik bietet eine englischsprachige Ringvorlesung im kommenden Wintersemester. </strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Vorlesungen finden immer freitags, von 12:15 bis 13:45 Uhr, statt (Gebäude E1 7, Raum 3.23). Start ist am 16. Oktober. Alle Interessierten sind willkommen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Es sind digitale Spuren, die im Alltag längst entstehen: Satellitenbilder, Beiträge in sozialen Medien, Suchanfragen, Bewertungen oder Kartendienste. Oft geben diese Daten Hinweise darauf, in welche Richtung sich die Gesellschaft entwickelt. Solche Datenquellen will die Disziplin „Computational Social Science“ mithilfe von Methoden der Informatik für die Sozialwissenschaften nutzbar machen. Ziel ist es, aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen zu analysieren. Dafür hat die Universität des Saarlandes das interdisziplinäre Forschungsprojekt SOUNDS<strong>&nbsp;</strong>(„Societal Observatory Using Novel Data Sources“) ins Leben gerufen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Satellitenbildern lässt sich beispielsweise erkennen, wie stark Parkplätze in einer bestimmten Region frequentiert werden, und Bild- und Bewegungsdaten zeigen, wie intensiv einzelne Spielplätze genutzt werden. Ein anderer Ansatz nutzt digitale Spuren, um gesellschaftliche Debatten zu erkennen: So lässt sich etwa soziale Ausgrenzung aus Google-Rezensionen von Schwimmbädern herauslesen. Die Erkenntnisse dienen nicht etwa dem kommerziellen Interesse großer Konzerne, sondern sollen gesellschaftlich relevante Fragen beantworten, politische Entscheidungen unterstützen, öffentliche Beteiligung fördern und die Demokratie widerstandsfähiger machen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Ringvorlesung „Computational Social Science“</strong> im Wintersemester 2026/27 wird in jeder Sitzung ein gesellschaftliches Problem vorstellen und aufzeigen, mithilfe welcher digitalen Methoden die Fragestellung untersucht werden kann. Die Reihe startet am <strong>16. Oktober</strong>. Dann stellt Martin Ulrich das SOUNDS-Projekt vor und erläutert, was hinter dem Begriff „Computational Social Science“ steckt.&nbsp;<br>Am <strong>23. Oktober&nbsp;</strong>stellen Prof. Daniela Braun und Prof. Ingmar Weber die neuen Datenquellen vor,<strong>&nbsp;</strong>die durch die Verbindung zwischen Informatik und Sozialwissenschaften für gesellschaftswissenschaftliche Fragestellungen genutzt werden können – von Werbedaten auf sozialen Netzwerken bis zu Satellitenbildern.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die englischsprachige Ringvorlesung richtet sich in erster Linie an Studierende sowie Gasthörerinnen und Gasthörer, jedoch steht sie auch alle anderen Interessierten offen.&nbsp;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Hintergrund:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Transformationsprojekt<i>&nbsp;</i><strong>SOUNDS </strong>(„Societal Observatory Using Novel Data Sources“)&nbsp;wird geleitet von Daniela Braun, Professorin für Politikwissenschaft mit Schwerpunkt Europäische Integration und Internationale Beziehungen, und Ingmar Weber, Alexander-von-Humboldt-Professor für Künstliche Intelligenz mit dem Forschungsgebiet Societal Computing. Die Landesregierung fördert SOUNDS seit 2025 mit 29 Millionen Euro aus dem Transformationsfonds für Forschung und Wissenstransfer Saar. Das Projekt läuft bis August 2032.&nbsp;<br>Weitere Infos unter:&nbsp;<a href="http://www.uni-saarland.de/sounds" target="_blank">www.uni-saarland.de/sounds</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitere Informationen zur Ringvorlesung:&nbsp;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.uni-saarland.de/forschen/sounds/veranstaltungen/ringvorlesung.html">https://www.uni-saarland.de/forschen/sounds/veranstaltungen/ringvorlesung.html</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Fragen beantwortet:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dr. Martin Ulrich<br>Referent Graduiertenkolleg / Zertifikat SOUNDS<br>Tel.: +49 681 302-70784<br><a href="mailto:martin.ulrich@uni-saarland.de">martin.ulrich(at)uni-saarland.de</a></p>
]]></content:encoded>
                                                                </item>
                        <item>
                        <title>Max-Planck-Institut für Informatik und Stanford School of Engineering gründen gemeinsames KI-Forschungszentrum</title>
                        <link>https://saarland-informatics-campus.de/piece-of-news/max-planck-institut-fuer-informatik-und-stanford-school-of-engineering-gruenden-gemeinsames-ki-forschungszentrum/</link>
                        <pubDate>Tue, 22 Sep 2026 14:00:00 +0000</pubDate>
                        <guid isPermaLink="false">https://saarland-informatics-campus.de/?post_type=sic_news&#038;p=29757</guid>
                        <description><![CDATA[Zukunftstechnologien voranzubringen und Grundlagen f&#252;r neue KI-Systeme zu entwickeln, die von Menschen lernen, mit ihnen interagieren und sie unterst&#252;tzen k&#246;nnen &#8211; das ist das Ziel des neuen &#8222;Max Planck Center for Visual and Multimodal Artificial Intelligence (MPC-VMI)&#8220;. In dem Center arbeiten das Max-Planck-Institut (MPI) f&#252;r Informatik und Stanfords School of Engineering mit ausgew&#228;hlten Forschungspartnern aus [&#8230;]]]></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#000000"><strong>Zukunftstechnologien voranzubringen und Grundlagen für neue KI-Systeme zu entwickeln, die von Menschen lernen, mit ihnen interagieren und sie unterstützen können – das ist das Ziel des neuen „Max Planck Center for Visual and Multimodal Artificial Intelligence (MPC-VMI)“. In dem Center arbeiten das Max-Planck-Institut (MPI) für Informatik und Stanfords School of Engineering mit ausgewählten Forschungspartnern aus der Industrie zusammen. </strong></span><span style="background-color:transparent;color:#000000"><strong>Die Finanzierung des Centers beträgt rund 29 Millionen Euro. </strong></span><span style="color:#000000"><strong>11,6 Millionen Euro davon stammen aus dem landeseigenen Transformationsfonds des Saarlandes, um den Aufbau des Centers zu unterstützen. </strong></span></p>
<p><span style="color:#000000">Die Entscheidung zur Einrichtung des neuen Max Planck Centers fiel in einem hochkarätigen Wettbewerb innerhalb der Max-Planck-Gesellschaft, bei dem sich das Vorhaben gegen eine Vielzahl von Anträgen anderer Standorte durchsetzen konnte. Geleitet werden wird es von den Direktoren Prof. Christian Theobalt (MPI-INF) und Prof. Gordon Wetzstein (Stanford Engineering), den Co-Direktoren Prof. Bernt Schiele (MPI-INF) und Prof. Karen Liu (Stanford Engineering), sowie dem wissenschaftlichen Koordinator Dr. Marc Habermann (MPI-INF). </span>Zudem werden mit Google und Flawless zwei Forschungspartner aus der Industrie das Center eng unterstützen.<span style="color:#000000"> Das MPC-VMI befindet sich nun in der Gründungsphase und es ist geplant, die Arbeit am Ende des Jahres 2026 aufzunehmen.</span></p>
<p>Forschende des Centers haben die Möglichkeit, einen bis zu zweijährigen Aufenthalt an der Stanford School of Engineering zu absolvieren. Im Endausbau sollen bis zu 50 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Center forschen. Das Center und seine Partner profitieren dabei sowohl von der Einbindung in das Forschungsumfeld von Stanford sowie deren Nähe zum Silicon Valley, als auch von der Verortung am Saarland Informatics Campus (SIC) mit seinen zahlreichen international renommierten Forschungsinstituten im Bereich der Informatik. <span style="color:#000000">Durch das Center entstehen neue Möglichkeiten zur Zusammenarbeit mit den Institutionen am SIC und dem Forschungsstandort Saarland als Ganzes.</span></p>
<h3>Perspektive multimodale KI</h3>
<p><span style="color:#000000">Große Hoffnungen ruhen auf künstlich intelligenten Systemen der Zukunft: etwa als Pflegeroboter, als personalisierte Lehrkräfte, in neuen Formen der Telekommunikation oder in der kooperativen industriellen Fertigung zwischen Menschen und Robotern. Damit solche Systeme den Menschen bestmöglich unterstützen und sich dabei in der komplexen menschlichen Welt sicher und zuverlässig zurechtfinden können, gilt es, eine ganze Reihe grundlegender Forschungsfragen zu beantworten. Dazu gehören Fragestellungen aus den Bereichen Computergrafik, Computer Vision, Maschinelles Lernen, Sprachverarbeitung, Mensch-Computer-Interaktion und Robotik. Das „Max Planck Center for Visual and Multimodal Artificial Intelligence“ will bei der Entwicklung solcher Systeme eine maßgebliche Rolle spielen.</span></p>
<p><span style="color:#000000">Am Beispiel der Pflegeroboter werden die vielfältigen wissenschaftlichen Herausforderungen deutlich: Als multimodales und physisches KI-System müssen sie verschiedene Arten von Informationen verarbeiten können. Sie benötigen fortgeschrittene Fähigkeiten in den Bereichen Computergrafik und Computer Vision, um anhand neuartiger Weltmodelle ihre Umgebung modellieren und erschließen zu können. Dafür sind neuartige KI-Modelle erforderlich, die das komplexe zwischenmenschliche Zusammenspiel wahrnehmen und nachbilden können, und das auch auf Grundlage minimaler Sensordaten. Sie müssen alle Arten der menschlichen Kommunikation, sei es gesprochene Sprache, Text oder auch Körpersprache, generieren, interpretieren und darauf reagieren können. Sie müssen visuelle Signale sicher verarbeiten können, um sich in unterschiedlichsten Umgebungen unfallfrei zu bewegen. Zusätzlich muss ihre Nutzerschnittstelle intuitiv gestaltet sein und, am Beispiel eines digitalen Gesichts, mit höchstem Realismus und höchster Detailgenauigkeit dargestellt werden.</span></p>
<p><span style="color:#000000">„Mit dem MPC-VMI bündeln wir im Saarland eine kritische Masse an Innovationskraft weltweit führender Akteure aus Forschung und Industrie, um solch transformative Entwicklungen voranzutreiben“, erklärt Prof. Christian Theobalt, wissenschaftlicher Direktor am MPI für Informatik und einer der Direktoren des neuen Max Planck Centers.</span></p>
<p><span style="color:#000000">Finanz- und Wissenschaftsminister Jakob von Weizsäcker ergänzt: „In diesem wettbewerblichen Verfahren mit einem starken Konsortium mit der Stanford School of Engineering, dem von Google unterstützten MPI VIA Center und Flawless AI den Zuschlag für ein neues Max Planck Center errungen zu haben, ist ein großer Erfolg für den Wissenschaftsstandort Saarland und wird vom saarländischen Transformationsfonds als Möglichmacher unterstützt. Ich gratuliere dem Team ganz herzlich und wünsche alles Gute für seine wissenschaftlich und wirtschaftlich vielversprechende Forschungsagenda.“</span></p>
<p>Max Planck Center sind ein zentrales Element der Internationalisierungsstrategie der Max-Planck-Gesellschaft. Ihre Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler kooperieren dabei mit erstklassigen ausländischen Partnern, um gegenseitige Expertise und Ressourcen produktiv zu nutzen und Erkenntnisse in zukunftsweisenden Forschungsgebieten zu gewinnen. Der Hauptstandort des neuen MPC-VMI wird am MPI für Informatik in Saarbrücken sein.</p>
<p><span style="color:#000000"><strong>Über das Max-Planck-Institut für Informatik: </strong>Das Ziel des Max-Planck-Instituts für Informatik ist es, die Grundlagenforschung und Innovation in Schlüsselbereichen der Informatik voranzutreiben. Die Forschung am Institut umfasst ein breites Spektrum – von der Erforschung grundlegender Prinzipien von Algorithmen und Logik über die Analyse von Systemen wie dem Internet bis hin zu multimodalen Bereichen wie Computer Vision, Computergrafik, Datenbanken und Informationssystemen, maschinellem Lernen und künstlicher Intelligenz. Durch die Verknüpfung dieser verschiedenen Bereiche und die Pflege einer Kultur der Zusammenarbeit forscht das Institut auf höchstem wissenschaftlichem Niveau und gestaltet die Informatiklandschaft von morgen.</span></p>
<p><span style="color:#000000"><strong>Weitere Informationen:</strong></span><br />Via-Center: <a href="https://www.via-center.science/" target="_blank" class="link-external" rel="noreferrer">https://www.via-center.science/</a><br />Flawless: <a href="https://flawlessai.com/" target="_blank" class="link-external" rel="noreferrer">https://flawlessai.com/</a></p>
<p><span style="color:#000000"><strong>Wissenschaftlicher Ansprechpartner:</strong></span><br /><span style="color:#000000">Prof. Dr. Christian Theobalt</span><br /><span style="color:#000000">Wissenschaftlicher Direktor, Max-Planck-Institut für Informatik</span><br /><span style="color:#000000">Tel.: +49 681 9325 4500</span><br />Email: <a href="mailto:d6-sek@mpi-inf.mpg.de" class="link-mail">d6-sek@mpi-inf.mpg.de</a></p>
<p><span style="background-color:transparent"><strong>Redaktion:</strong></span><br /><span style="background-color:transparent">Philipp Zapf-Schramm</span><br /><span style="background-color:transparent">Gemeinsame Verwaltung</span><br /><span style="background-color:transparent">Max-Planck-Institut für Informatik</span><br /><span style="background-color:transparent">Max-Planck-Institut für Softwaresysteme</span><br /><span style="background-color:transparent">Tel: +49 681 9325 4509</span><br /><span style="background-color:transparent">E-Mail: </span><a href="mailto:pzs@mpi-klsb.mpg.de" class="link-mail"><span style="background-color:transparent">pzs@mpi-klsb.mpg.de</span></a></p>
<p> </p>
]]></content:encoded>
                                                                </item>
                        <item>
                        <title>Marius Mosbach wird zum Professor für Language Science and Technology ernannt</title>
                        <link>https://saarland-informatics-campus.de/piece-of-news/marius-mosbach-wird-zum-professor-fuer-language-science-and-technology-ernannt/</link>
                        <pubDate>Mon, 21 Sep 2026 07:17:00 +0000</pubDate>
                        <guid isPermaLink="false">https://saarland-informatics-campus.de/?post_type=sic_news&#038;p=29624</guid>
                        <description><![CDATA[Wie lassen sich gro&#223;e KI-Sprachmodelle so anpassen, dass sie zuverl&#228;ssig, sicher und leicht anpassbar werden? Und wie kann man dabei verstehen, was im Inneren der Sprachmodelle passiert? Mit diesen Fragen besch&#228;ftigt sich Marius Mosbach, der zum Professor f&#252;r Language Science and Technology der Universit&#228;t des Saarlandes ernannt wurde. Seine Forschung will den entscheidenden Schritt verst&#228;ndlich [&#8230;]]]></description>
                        <content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie lassen sich große KI-Sprachmodelle so anpassen, dass sie zuverlässig, sicher und leicht anpassbar werden? Und wie kann man dabei verstehen, was im Inneren der Sprachmodelle passiert? Mit diesen Fragen beschäftigt sich Marius Mosbach, der zum Professor für Language Science and Technology der Universität des Saarlandes ernannt wurde. Seine Forschung will den entscheidenden Schritt verständlich machen, mit dem aus einem vortrainierten Sprachmodell ein spezialisiertes, verlässliches System wird.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Große Sprachmodelle (Large Language Models, LLMs) – die Technologie hinter Werkzeugen wie ChatGPT und Claude, die Millionen Menschen täglich nutzen – zeigen erst nach umfangreicher Anpassung ihre volle Leistungsfähigkeit. Dieser Schritt, in der Fachwelt als Fine-Tuning oder Post-Training bekannt, spezialisiert ein Modell auf neue Fachgebiete, Sprachen oder Aufgaben und sorgt dafür, dass es sicherer und besser auf menschliche Anforderungen abgestimmt ist. Doch obwohl fast jede praktische Anwendung auf dieser Anpassung beruht, ist bislang erstaunlich wenig darüber bekannt, wann, warum und wie sie tatsächlich funktioniert. Genau hier setzt die Forschung von Marius Mosbach an.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sein Ziel ist es, die Anpassung von Sprachmodellen von einer Sammlung empirischer Rezepte in eine fundierte Wissenschaft zu überführen und dieses Verständnis zu nutzen, um zuverlässigere und anpassungsfähigere KI-Systeme zu entwickeln. Seine Arbeit gliedert sich in drei Richtungen: Zum einen beschäftigt er sich mit der Interpretierbarkeit von Modellen, also der Frage, wie Sprachmodelle intern arbeiten und wie die Anpassung sie verändert. Marius Mosbach interessiert sich aber auch für das Thema Generalisierung, also die Frage, wann und warum Modelle auch außerhalb ihrer Trainingsdaten verlässlich funktionieren. Und er erforscht das Feld des kontinuierlichen Lernens, bei dem Systeme auch nach Abschluss des Trainings dynamisch weiterlernen, überholtes Wissen aktualisieren und sich im Einsatz verbessern können. Ein besonderes Anliegen ist ihm dabei, die Forschung zur Interpretierbarkeit von KI-Systemen praktisch nutzbar zu machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Fachwelt wurde Marius Mosbach unter anderem durch LLM2Vec bekannt, ein Verfahren, mit dem sich große Sprachmodelle in leistungsfähige Text-Encoder verwandeln lassen. Außerdem fanden seine grundlegenden Arbeiten zur Stabilität des Fine-Tunings von Sprachmodellen wie „Bert“ breite Beachtung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An der Universität des Saarlandes baut Marius Mosbach in der Fachrichtung Sprachwissenschaft und Sprachtechnologie am Saarland Informatics Campus eine neue Forschungsgruppe auf. Zugleich wird er als wissenschaftlicher Direktor am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) tätig sein und ist damit eng mit der internationalen Forschungslandschaft und der KI-Forschung am Standort verzahnt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für seine Arbeiten wurde Marius Mosbach gemeinsam mit seinen Mitautorinnen und Mitautoren mehrfach ausgezeichnet, darunter mit einem Best Paper Award auf der COLING 2022, dem Best Theme Paper Award auf der ACL 2023 sowie dem Most Interesting Paper Award bei der BabyLM Challenge 2023. Marius Mosbach wird seinen Dienst an der Universität des Saarlandes am 1. Oktober 2026 antreten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kurzbiografie</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Marius Mosbach studierte Informatik an der Universität des Saarlandes, wo er auch an der Fakultät für Mathematik und Informatik promovierte. Anschließend forschte er als Postdoktorand am Mila – Quebec AI Institute und an der McGill University in Montréal (Canada). Marius Mosbach wird am 1. Oktober seine Tätigkeit als Professor an der Universität des Saarlandes und wissenschaftlicher Direktor am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) aufnehmen.</p>
]]></content:encoded>
                                                                </item>
                        <item>
                        <title>Kanada und Deutschland stärken KI-Zusammenarbeit: DFKI und Mila schließen strategische Partnerschaft</title>
                        <link>https://saarland-informatics-campus.de/piece-of-news/kanada-und-deutschland-staerken-ki-zusammenarbeit-dfki-und-mila-schliessen-strategische-partnerschaft/</link>
                        <pubDate>Thu, 17 Sep 2026 07:42:15 +0000</pubDate>
                        <guid isPermaLink="false">https://saarland-informatics-campus.de/?post_type=sic_news&#038;p=29271</guid>
                        <description><![CDATA[Zwei weltweit f&#252;hrende KI-Forschungseinrichtungen b&#252;ndeln ihre Kompetenzen, um die deutsch-kanadische Forschungskooperation auszubauen und Innovationen in den Bereichen vertrauensw&#252;rdige KI, KI-Sicherheit, agentische KI und Energiesysteme voranzutreiben. Das Deutsche Forschungszentrum f&#252;r K&#252;nstliche Intelligenz (DFKI) und das kanadische KI-Forschungsinstitut Mila b&#252;ndeln ihre Kr&#228;fte, um die wissenschaftliche und technologische Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Kanada im Bereich der K&#252;nstlichen Intelligenz [&#8230;]]]></description>
                        <content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zwei weltweit führende KI-Forschungseinrichtungen bündeln ihre Kompetenzen, um die deutsch-kanadische Forschungskooperation auszubauen und Innovationen in den Bereichen vertrauenswürdige KI, KI-Sicherheit, agentische KI und Energiesysteme voranzutreiben.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und das kanadische KI-Forschungsinstitut Mila bündeln ihre Kräfte, um die wissenschaftliche und technologische Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Kanada im Bereich der Künstlichen Intelligenz auszubauen. Die Partnerschaft wurde auf der ALL IN, Kanadas führender Veranstaltung für Künstliche Intelligenz und Zukunftstechnologien, in Montréal offiziell besiegelt. Im Beisein von Karsten Wildberger, Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung, und Evan Solomon, Kanadas Minister für Künstliche Intelligenz und digitale Innovation, unterzeichneten die Leitungen beider Institutionen ein Memorandum of Understanding. Im Fokus der Kooperation stehen gemeinsame Forschungsprojekte zu vertrauenswürdiger und sicherer KI, agentischen KI-Systemen sowie KI-Anwendungen für den Energiesektor. Damit setzen die Kooperationspartner die jüngsten Regierungsinitiativen zur Vertiefung der bilateralen Zusammenarbeit in angewandter KI und Forschung um.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Synergien für die Energiewende und KI-Sicherheit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sowohl Deutschland als auch Kanada stehen vor der Herausforderung, ihre Energiesysteme in nachhaltige, effiziente und resiliente Strukturen zu transformieren. Künstliche Intelligenz kann hierbei einen entscheidenden Beitrag leisten, etwa bei der Optimierung intelligenter Stromnetze, der Vorhersage von Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen oder der Optimierung der Energieeffizienz industrieller Prozesse.<br>Mit ihrer Partnerschaft bringen das DFKI und Mila die Stärken zweier international führender KI-Ökosysteme zusammen. Die Zusammenarbeit verbindet Grundlagenforschung und anwendungsorientierte Innovation, um wissenschaftliche Erkenntnisse schneller in praktische Lösungen für Wirtschaft und Gesellschaft zu überführen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben Anwendungen für die Energiewende stehen die Entwicklung vertrauenswürdiger und sicherer KI-Systeme sowie neue Ansätze im Bereich agentischer KI im Mittelpunkt der Kooperation. Durch den Austausch von Forschenden und Fachkräften, gemeinsame Forschungsprojekte und einen intensiven Wissenstransfer wollen die Partner praxisnahe Lösungen entwickeln und den Technologietransfer in die kanadische und deutsche Wirtschaft beschleunigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h2 class="wp-block-heading">Zitate</h2>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Die Zusammenarbeit mit Mila markiert einen wichtigen Meilenstein für das DFKI. Kanada und Deutschland teilen die Vision einer menschenzentrierten und vertrauenswürdigen Künstlichen Intelligenz. Durch die Bündelung unserer Forschungs- und Transferkompetenzen, insbesondere in kritischen Anwendungsbereichen wie dem Energiesektor, schaffen wir Synergien, die Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft in Kanada und Deutschland gleichermaßen zugutekommen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Prof. Dr. Antonio Krüger, CEO des DFKI</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Da Mila seine globale Reichweite weiter ausbaut, ist die Zusammenarbeit mit einer der führenden KI-Forschungseinrichtungen Deutschlands ein wichtiger nächster Schritt. Deutschland und insbesondere das DFKI werden uns als vertrauenswürdiger Partner dabei unterstützen, Spitzenforschung in der KI voranzutreiben und in wirkungsvolle industrielle Anwendungen zu überführen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Valérie Pisano, Präsidentin und CEO von Mila</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Diese Partnerschaft bringt zwei der weltweit führenden KI-Forschungseinrichtungen zusammen, mit dem klaren Ziel, sichere und vertrauenswürdige KI-Systeme weiterzuentwickeln. Diese Zusammenarbeit beschleunigt nicht nur Innovationen im Bereich der Künstlichen Intelligenz, sondern stellt auch sicher, dass KI den Menschen, Unternehmen und der Gesellschaft in Deutschland und Kanada dient.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dr. Karsten Wildberger, Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung der Bundesrepublik Deutschland</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„In einer sich rasant entwickelnden KI-Landschaft hängt Fortschritt von vertrauenswürdigen Partnerschaften ab. Durch die Kooperation zweier weltweit führender KI-Institutionen, Mila und DFKI, stärken Kanada und Deutschland die Verbindungen zwischen ihren Forschungsökosystemen und fördern die Entwicklung sicherer und verlässlicher KI. Diese Zusammenarbeit wird Innovationen beschleunigen, den wissenschaftlichen Austausch vertiefen und dazu beitragen, dass KI den Menschen, Unternehmen und Gesellschaften auf beiden Seiten des Atlantiks zugutekommt.“ </p>



<p class="wp-block-paragraph">Evan Solomon, Kanadischer Minister für Künstliche Intelligenz und digitale Innovation</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h2 class="wp-block-heading">Über Mila</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mila wurde von Professor Yoshua Bengio gegründet und zählt zu den weltweit führenden KI-Forschungsinstituten. s vereint nahezu 2.000 Forschende und Fachkräfte, die die Zukunft intelligenter Systeme mitgestalten. Die gemeinnützige Organisation mit Sitz in Montréal ist bekannt für ihre wissenschaftlichen Beiträge, globale Innovationspartnerschaften, ihre Führungsrolle im Bereich sicherer und verantwortungsvoller KI sowie die Förderung der Gründung von KI-Start-ups. Mila entstand aus einer Partnerschaft zwischen der Université de Montréal und der McGill University, um wissenschaftliche Durchbrüche zum Nutzen aller voranzutreiben. Unterstützt wird Mila von der kanadischen Bundesregierung, der Regierung von Québec sowie von mehr als 150 Industriepartnern.<br>Web: <a href="https://mila.quebec" target="_blank" rel="noopener">https://mila.quebec</a><br>&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Über das DFKI</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI) wurde 1988 als gemeinnützige Public-Private-Partnership (PPP) gegründet. Es unterhält Standorte in Kaiserslautern, Saarbrücken, Bremen, Niedersachsen und Darmstadt, Labore in Berlin und Lübeck, sowie eine Außenstelle in Trier. Das DFKI verbindet wissenschaftliche Spitzenleistung und wirtschaftsnahe Wertschöpfung mit gesellschaftlicher Wertschätzung. Das DFKI forscht seit über 35 Jahren an KI für den Menschen und orientiert sich an gesellschaftlicher Relevanz und wissenschaftlicher Exzellenz in den entscheidenden zukunftsorientierten Forschungs- und Anwendungsgebieten der Künstlichen Intelligenz. In der internationalen Wissenschaftswelt zählt das DFKI zu den wichtigsten „Centers of Excellence“. Aktuell forschen ca. 1.400 Mitarbeitende aus über 76 Nationen an innovativen Softwarelösungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
]]></content:encoded>
                                                                </item>
                        <item>
                        <title>Wie KI juristische Arbeit erleichtert – Institut für Rechtsinformatik stellt neue KI-Werkzeuge vor</title>
                        <link>https://saarland-informatics-campus.de/piece-of-news/wie-ki-juristische-arbeit-erleichtert-institut-fuer-rechtsinformatik-stellt-neue-ki-werkzeuge-vor/</link>
                        <pubDate>Wed, 16 Sep 2026 07:31:41 +0000</pubDate>
                        <guid isPermaLink="false">https://saarland-informatics-campus.de/?post_type=sic_news&#038;p=29269</guid>
                        <description><![CDATA[KI kann Juristinnen und Juristen mehr Zeit f&#252;r ihre eigentliche juristische Arbeit verschaffen: Auf dem EDV-Gerichtstag vom 23. bis 25. September auf dem Saarbr&#252;cker Campus stellt das Institut f&#252;r Rechtsinformatik der Universit&#228;t des Saarlandes KI-Werkzeuge f&#252;r Forschung, Lehre und Studium vor. Bis zu 70 bis 80 Prozent des Aufwandes f&#252;r sonst zeitraubende T&#228;tigkeiten wie Nachweissuche [&#8230;]]]></description>
                        <content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>KI kann Juristinnen und Juristen mehr Zeit für ihre eigentliche juristische Arbeit verschaffen: Auf dem EDV-Gerichtstag vom 23. bis 25. September auf dem Saarbrücker Campus stellt das Institut für Rechtsinformatik der Universität des Saarlandes KI-Werkzeuge für Forschung, Lehre und Studium vor. Bis zu 70 bis 80 Prozent des Aufwandes für sonst zeitraubende Tätigkeiten wie Nachweissuche könne die KI abnehmen, schätzt Professor Georg Borges.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der Rechtsinformatiker und sein Team haben Werkzeuge für konkrete Anwendungsfälle entwickelt, die sie in der kostenlosen und frei verfügbaren Toolbox „Legal work with AI“ samt Anleitungen bündeln – von der Gedankenskizze über Recherche bis zur Überprüfung von Texten.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">In der juristischen Arbeit gibt es zahlreiche Tätigkeiten, die eine Menge Zeit kosten. Etwa die Suche nach Nachweisen. „Die Recherche macht bei rechtswissenschaftlichen Texten traditionell einen erheblichen Teil der Arbeitszeit aus“, erklärt Professor Georg Borges, geschäftsführender Direktor des Instituts für Rechtsinformatik. Borges und sein Team haben hierfür eine automatisierte Nachweissuche entwickelt. „Nach unseren Erfahrungen kann diese 70 bis 80 Prozent der Arbeitszeit einsparen. Mit den neuesten KI-Modellen konnten wir hier einen echten Durchbruch erzielen“, sagt der Rechtsinformatiker und führt beispielhaft an: „200 Einzelnachweise für meinen jüngsten Aufsatz konnte ich in einer Stunde automatisch einfügen, drei Tage hat deren Überprüfung gedauert.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Dutzend solcher Anwendungen enthält die Saarbrücker Jura-Toolbox derzeit für die Erstellung rechtswissenschaftlicher Texte für Forschung und Studium. „Für künftige Juristinnen und Juristen ist die professionelle Nutzung von KI-Werkzeugen eine zentrale Schlüsselqualifikation“, sagt Borges. Die Toolbox erleichtere ihre Anwendung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Werkzeuge, die wir entwickelt haben, setzen bei Aufgaben an, die den juristischen Arbeitsalltag prägen. Beim wissenschaftlichen Schreiben unterstützt KI beispielsweise dabei, Gedanken zu ordnen, Gliederungen zu verbessern und Textentwürfe auszuarbeiten. Als kritischer Gesprächspartner kann sie zudem helfen, Argumente zu hinterfragen und mögliche Schwächen einer juristischen Begründung zu erkennen“, erklärt der Rechtsinformatiker.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sinnvolle Werkzeuge enthält die Toolbox auch für den Bereich Studium und Lehre: „Hier reichen die Anwendungsfälle von digitalen Karteikarten bis zur Verschriftlichung von Vorlesungen und Interviews. Auch die Erstellung von Besprechungsfolien aus juristischen Musterlösungen und die Kürzung ausführlicher Foliensätze gehören dazu“, sagt Georg Borges. Besonders interessant sei auch hier die KI-gestützte Nachweissuche. „Wer einen Aufsatz, eine Dissertation oder eine Hausarbeit schreibt, benötigt Quellen, die einzelne Aussagen belegen. Gerade bei speziellen Fragestellungen kann die Suche nach einer geeigneten Passage aufwändig sein“, sagt Borges. KI solle hier nicht lediglich Literatur zum gleichen Thema vorschlagen, sondern konkrete Fundstellen erschließen. Auch Hinweise auf Gegenauffassungen seien wertvoll, um die eigene Argumentation kritisch zu überprüfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die KI-Dienste lassen sich mit eigenen Fachliteratursammlungen verbinden. Forscherinnen und Forscher können so auf Materialien aufbauen, die sie ohnehin für ihre Arbeit zusammengetragen haben“, erklärt der Jurist. Darin liege die Chance, zeitintensive Sucharbeit erheblich zu erleichtern und mehr Raum für die inhaltliche Auseinandersetzung zu schaffen. Weitere KI-Werkzeuge haben Borges und sein Team für die Analyse formaler Textfehler, die Nachweiskontrolle und die Prüfung von Literaturverzeichnissen auf möglicherweise erfundene Quellen entwickelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wichtig bei allem, betont Borges, sei, dass der Mensch auch hier immer Herr des Verfahrens bleiben und seine Rolle in diesem Sinne verstehen müsse: „Die Verantwortung beim KI-Einsatz bleibt immer beim Menschen: Es muss immer fachlich überprüft werden, ob zum Beispiel ein Nachweis belastbar ist und die Originalquelle eine Aussage tatsächlich trägt“, sagt Georg Borges.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die kostenlose und frei verfügbare Toolbox wird am Stand des Instituts für Rechtsinformatik während des EDV-Gerichtstags vom 23. bis 25. September 2026 im Gebäude B4 1 an der Universität des Saarlandes interaktiv vorgestellt.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Pressemitteilung zum EDV-Gerichtstag selbst, finden Sie unter folgendem </strong><a href="https://www.uni-saarland.de/aktuell/edvgt-2026-50529.html" target="_blank"><strong>Weblink</strong></a><strong>:&nbsp;</strong><a href="https://www.uni-saarland.de/aktuell/edvgt-2026-50529.html" target="_blank">https://www.uni-saarland.de/aktuell/edvgt-2026-50529.html</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten des Instituts für Rechtsinformatik:</strong>&nbsp;<br><a href="https://www.rechtsinformatik.saarland" target="_blank" rel="noreferrer">https://www.rechtsinformatik.saarland</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Pressemitteilung zum EDV-Gerichtstag selbst, finden Sie unter folgendem Weblink:&nbsp;</strong><a href="https://www.uni-saarland.de/aktuell/edvgt-2026-50529.html" target="_blank">https://www.uni-saarland.de/aktuell/edvgt-2026-50529.html</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über das Institut für Rechtsinformatik</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Institut für Rechtsinformatik der Universität des Saarlandes zählt zu den führenden deutschen Forschungseinrichtungen auf seinem Gebiet. Es forscht und lehrt zu den rechtlichen und technischen Fragen der digitalen Welt. Themen sind unter anderem IT-Sicherheit, Datenschutz, elektronische Gerichtsverfahren, digitale Verwaltung, intelligente Energiesysteme sowie Fragen rund um autonome Systeme. Darüber hinaus engagiert sich das Institut in der Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Dazu gehören besondere Studienangebote, Zertifikatsprogramme und ein Masterstudiengang im Bereich Informationstechnologie und Recht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Fragen beantwortet:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Prof. Dr. Georg Borges, Institut für Rechtsinformatik, Universität des Saarlandes </strong><br><strong>Tel.: +49 (0)681 302-3105 ; E-Mail: </strong><a href="mailto:georg.borges@uni-saarland.de"><strong>georg.borges(at)uni-saarland.de</strong></a></p>
]]></content:encoded>
                                                                </item>
                        <item>
                        <title>„Türen auf mit der Maus“: In den Schülerlaboren der Universität „kleine Wunder entdecken“</title>
                        <link>https://saarland-informatics-campus.de/piece-of-news/tueren-auf-mit-der-maus-in-den-schuelerlaboren-der-universitaet-kleine-wunder-entdecken/</link>
                        <pubDate>Tue, 15 Sep 2026 04:32:44 +0000</pubDate>
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                        <description><![CDATA[Am Samstag, 3. Oktober, beteiligt sich die Universit&#228;t des Saarlandes am bundesweiten Aktionstag &#8222;T&#252;ren auf mit der Maus&#8220;, der von der &#8222;Sendung mit der Maus&#8220; des WDR initiiert wird. An diesem Tag k&#246;nnen Kinder ab 5 Jahren in insgesamt vier Laboren &#8211; passend zum diesj&#228;hrigen Motto &#8211; &#8222;kleine Wunder&#8220; aus Wissenschaft und Forschung entdecken. Die [&#8230;]]]></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am Samstag, 3. Oktober, beteiligt sich die Universität des Saarlandes am bundesweiten Aktionstag „Türen auf mit der Maus“, der von der „Sendung mit der Maus“ des WDR initiiert wird. An diesem Tag können Kinder ab 5 Jahren in insgesamt vier Laboren – passend zum diesjährigen Motto – „kleine Wunder“ aus Wissenschaft und Forschung entdecken. Die Teilnahme ist kostenlos, jedoch ist eine vorherige Anmeldung erforderlich.</strong></p>
<p>Auf dem Campus Saarbrücken öffnen die Fachrichtungen Materialwissenschaften und Informatik sowie das Fraunhofer-Institut für Zerstörungsfreie Prüfverfahren ab 10 Uhr ihre Türen, auf dem Campus Homburg lädt die Neuroradiologie von 9:30 bis 13 Uhr ins Schülerforschungszentrum „Gehirnwerkstatt“ ein. Die Kinder können auch Angebote mehrerer Labore wahrnehmen; bei der Planung sollte aber beachtet werden, dass diese an zwei verschiedenen Standorten (Saarbrücken und Homburg) stattfinden.</p>
<p><strong>Die Angebote im Einzelnen:&nbsp;</strong></p>
<p>Im <strong>Schülerforschungszentrum „Gehirnwerkstatt“ </strong>(Campus Homburg) dürfen Kinder von 10 bis 15 Jahren selbst Gehirnforscher sein und testen, wie man Gedanken und Gefühle sichtbar machen kann. Schließlich können sie sogar eine schwebende Kugel mit der Kraft der eigenen Gedanken durch ein Labyrinth lenken.</p>
<p>Das <strong>Schülerlabor der Materialwissenschaften</strong> richtet sich an Kinder von 5 bis 12 Jahren. Hier können sie unterschiedlichste Experimente ausprobieren – beispielsweise Kristalle betrachten, Farbstoffe untersuchen, stabile Brücken aus Papier konstruieren oder ein winziges Solarauto bauen.&nbsp;</p>
<p>Im <strong>Hörlabor des Fraunhofer-Instituts für Zerstörungsfreie Prüfverfahren</strong> (IZFP) erleben acht- bis zwölfjährige Kinder, wie man Töne sichtbar machen kann und wie sich mit Tönen sogar Dinge zum Schweben bringen lassen.</p>
<p>Im <strong>Schülerlabor der Informatik („InfoLab Saar“) </strong>haben Kinder von 8 bis 12 Jahren Gelegenheit, den Minicomputer Calliope kennenzulernen und auszuprobieren, wie man ihn dank Programmiersprache mit Puzzlebausteinen programmieren kann.</p>
<p><strong>Alle Angebote der Universität und Anmeldung unter</strong>: &nbsp;<a href="https://www.uni-saarland.de/page/tueren-auf-maus.html" target="_blank">https://www.uni-saarland.de/page/tueren-auf-maus.html</a></p>
<p><strong>Zur Webseite „Türen auf mit der Maus“</strong>: &nbsp;<a href="https://www.wdrmaus.de/extras/tueren_auf/" target="_blank" rel="noreferrer">https://www.wdrmaus.de/extras/tueren_auf/</a></p>
<p><strong>Fragen beantwortet:</strong>&nbsp;<br />Dr. Céline Krauß<br />Büro des Universitätspräsidenten | Öffentlichkeitsarbeit<br />Tel.: 0681 302-3903<br />E-Mail: tueroeffnertag@uni-saarland.de</p>
<p><strong>Pressefoto </strong>zum Download&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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                                                                </item>
                        <item>
                        <title>Drei Millionen Euro EU-Förderung für zwei Forschende am Max-Planck-Institut für Informatik</title>
                        <link>https://saarland-informatics-campus.de/piece-of-news/drei-millionen-euro-eu-foerderung-fuer-zwei-forschende-am-max-planck-institut-fuer-informatik/</link>
                        <pubDate>Thu, 03 Sep 2026 10:23:31 +0000</pubDate>
                        <guid isPermaLink="false">https://saarland-informatics-campus.de/?post_type=sic_news&#038;p=28668</guid>
                        <description><![CDATA[Dr. Yiting Xia und Dr. Thomas Leimk&#252;hler werden jeweils mit einem ERC Starting Grant ausgezeichnet Ob neuartige digitale Modelle zur Darstellung der Welt oder die Entwicklung neuer Cloud-Infrastrukturen f&#252;r K&#252;nstliche Intelligenz: Mit den &#8222;Starting Grants&#8220; finanziert der Europ&#228;ische Forschungsrat (ERC) exzellente Pionierforschung, die im Erfolgsfall das Potenzial hat, unsere Gesellschaft nachhaltig zu pr&#228;gen. Die Grants [&#8230;]]]></description>
                        <content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Dr. Yiting Xia und Dr. Thomas Leimkühler werden jeweils mit einem ERC Starting Grant ausgezeichnet</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ob neuartige digitale Modelle zur Darstellung der Welt oder die Entwicklung neuer Cloud-Infrastrukturen für Künstliche Intelligenz: Mit den „Starting Grants“ finanziert der Europäische Forschungsrat (ERC) exzellente Pionierforschung, die im Erfolgsfall das Potenzial hat, unsere Gesellschaft nachhaltig zu prägen. Die Grants zählen zu den renommiertesten Förderungen weltweit, die junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erhalten können. In diesem Jahr werden zwei Mitglieder des Max-Planck-Instituts für Informatik mit einem Starting Grant gewürdigt: Dr. Yiting Xia und Dr. Thomas Leimkühler erhalten zur Umsetzung ihrer Projekte über die nächsten fünf Jahre jeweils rund 1,5 Millionen Euro.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dr. Yiting Xia ist Tenure-Track Faculty am MPI für Informatik und leitet die Forschungsgruppe „Network and Cloud Systems“. In ihrem ERC-Projekt „Synchronous Optical Network Infrastructure for the Cloud (SONIC)“ befasst sie sich damit, wie Rechenzentren künftig effizienter auf die Anforderungen von KI-Workloads angepasst werden können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Fokus ihres Projekts stehen sogenannte „Data Center Networks (DCNs)“. Dabei handelt es sich um die kritische Netzwerk-Infrastruktur für Cloud-Computing. Sie sind das Nervenzentrum eines Cloud-Rechenzentrums und funktionieren etwa wie die vollautomatische Sortieranlage eines riesigen Logistikzentrums: Sie steuern eine digitale Flut von Datenpaketen an das richtige Ziel und bestimmen in Sekundenbruchteilen die Wege dafür. Üblicherweise übernehmen elektrische „Paket-Switches“ diese Arbeit wie digitale Verkehrskreuzungen, die jedes einzelne Datenpaket weiterleiten. Doch der Boom von Künstlicher Intelligenz treibt diese elektrischen Schaltungen an ihre physikalischen Grenzen. Die riesigen Datenmengen moderner KI-Modelle überfordern die Hardware, was zu Verzögerungen in der Datenübertragung und einem massiven Anstieg des Energieverbrauchs führt, mit dem Ergebnis, dass die gesamte Infrastruktur nicht mehr skaliert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Yiting Xia will dieses Problem lösen, indem sie die Infrastruktur von DCNs neu denkt: weg von elektrischer Datenübertragung, hin zu optischer Netzwerktechnologie, die Datenströme als Lichtsignale überträgt. Sie beabsichtigt leistungsstarke optische Komponenten wie „Optical Circuit Switches“ einzusetzen, um DCNs von einer reinen Verbindungsebene zu aktiven Systemkomponenten für künstliche Intelligenz weiterzuentwickeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So erfordern das Training und die Bereitstellung großer KI-Modelle Tausende bis Hunderttausende von Beschleunigern (wie zum Beispiel GPUs), die hochgradig koordinierte, synchrone Berechnungen ausführen. „Diese Prozesse weisen wiederkehrende und vorhersagbare Kommunikationsmuster auf. In meinem Projekt untersuche ich, ob das Netzwerk um diese Struktur der KI-Berechnung herum neu gestaltet werden kann, anstatt KI-Workloads auf Netzwerke zu zwingen, die für traditionellen, unvorhersehbaren Datenverkehr konzipiert sind“, sagt die Saarbrücker Max-Planck-Forscherin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ziel ist, durch den Einsatz neuer Technologien und die enge Koordination der Systemkomponenten die Datenübertragung und Energieeffizienz von DCNs deutlich zu steigern und gleichzeitig deren Widerstandsfähigkeit zu erhöhen und die Wartung zu vereinfachen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dr. Thomas Leimkühler ist Senior Researcher am MPI für Informatik und leitet dort die Forschungsgruppe „Image Synthesis and Machine Learning“. In seinem ERC-Projekt „From Microscopic to Monumental: Learning Visual Scene Representations Across Vastly Different Scales“, kurz „MonuMicro“, will er eine grundlegende Herausforderung des visuellen Computings lösen: Wie lässt sich unsere Welt digital so darstellen, dass sowohl ganze Landschaften als auch mikroskopische Details in einem einzigen Modell zusammengeführt werden?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Moderne Rekonstruktions- und Rendering-Verfahren erfassen beispielsweise einzelne Objekte mit hoher Präzision oder bilden ganze Städte und Landschaften realistisch ab. Doch sobald sehr unterschiedliche Maßstäbe zusammenkommen, stoßen sie an ihre Grenzen: Ein Modell, das eine Berglandschaft beschreibt, verliert winzige Details, während ein Modell eines Insekts keinen Bezug mehr zu seiner Umgebung herstellen kann. Genau hier setzt Leimkühler mit MonuMicro an. Statt bestehende Verfahren schrittweise zu verbessern, will er gänzlich neue theoretische und algorithmische Grundlagen schaffen, um die visuelle Welt über viele Größenordnungen hinweg in einem gemeinsamen Modell abzubilden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu verbindet er in MonuMicro die mathematische Skalenraumtheorie mit modernen Methoden des maschinellen Lernens und generativer Künstlicher Intelligenz. Die neue Methodik untersucht beispielsweise, wie aus wenigen aufgezeichneten Bilddaten fehlende Informationen ergänzt und gleichzeitig sichergestellt werden kann, dass feine Details und großräumige Strukturen stets konsistent zueinander bleiben.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Ergebnisse wären über viele Bereiche hinweg anwendbar: In der Robotik könnten autonome Systeme ihre Umgebung deutlich besser verstehen, Virtual- und Augmented Reality wirkten realistischer und wären ohne spürbare Detailverluste erlebbar. Aber auch andere Wissenschaften wie zum Beispiel die Archäologie oder Geowissenschaften könnten davon profitieren, größere Kontexte mit feinsten Details visuell in Verbindung setzen zu können“, sagt der Saarbrücker Max-Planck-Forscher.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Thomas Leimkühler hat Erfahrung in der entwicklung neuer Szenenrepräsentationen: Das von ihm mitentwickelte „3D Gaussian Splatting“ hat sich zum internationalen Standard für die effiziente Darstellung dreidimensionaler Szenen entwickelt und wurde innerhalb von drei Jahren fast 12.000 Mal zitiert. Mit dem ERC-Projekt geht er nun einen entscheidenden Schritt weiter und will die Grundlagen schaffen, um die visuelle Welt über viele Größenordnungen hinweg in einem gemeinsamen Modell abzubilden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt wurde laut Europäischem Forschungsrat bei der aktuellen Runde der ERC Starting Grants eine Rekordanzahl von 4.807 Forschungsanträgen eingereicht. Davon wurden 421 zur Förderung ausgewählt (8,8 %), was einer Fördersumme von insgesamt 705 Millionen Euro entspricht. Europaweit werden 22 Projekte aus dem Bereich der Informatik gefördert, fünf davon aus Deutschland. Zwei dieser fünf Projekte sind am MPI für Informatik angesiedelt, ein weiteres geht an Michael Hahn von der Universität des Saarlandes. Damit sind 2026 insgesamt drei der fünf deutschen ERC Starting Grants im Bereich Informatik am Saarland Informatics Campus.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitere Informationen:</strong><br>ERC-Pressemeldung: &nbsp;<a href="https://erc.europa.eu/news-events/news/erc-2026-starting-grants-results" target="_blank" rel="noopener">https://erc.europa.eu/news-events/news/erc-2026-starting-grants-results</a><br>Webseite MPI für Informatik:&nbsp;<a href="https://www.mpi-inf.mpg.de/de/home" target="_blank" rel="noopener">https://www.mpi-inf.mpg.de/de/home</a><br>Webseite der Forschungsgruppe von Yiting Xia:&nbsp;<a href="https://www.mpi-inf.mpg.de/de/departments/network-and-cloud-systems">www.mpi-inf.mpg.de/de/departments/network-and-cloud-systems</a><br>Webseite der Forschungsgruppe von Thomas Leimkühler:&nbsp;<a href="https://ismael.mpi-inf.mpg.de/" target="_blank" rel="noopener">https://ismael.mpi-inf.mpg.de/</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Redaktion und Pressekontakt:</strong><br>Philipp Zapf-Schramm<br>Gemeinsame Verwaltung<br>Max-Planck-Institut für Informatik<br>Max-Planck-Institut für Softwaresysteme<br>Tel: +49 681 9325 4509<br>E-Mail:&nbsp;<a href="mailto:pzs@mpi-klsb.mpg.de">pzs@mpi-klsb.mpg.de</a><br>&nbsp;</p>
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                                                                </item>
                        <item>
                        <title>ERC Starting Grant: Michael Hahn will grundlegende Fehler großer Sprachmodelle korrigieren</title>
                        <link>https://saarland-informatics-campus.de/piece-of-news/erc-starting-grant-michael-hahn-will-grundlegende-fehler-grosser-sprachmodelle-korrigieren/</link>
                        <pubDate>Thu, 03 Sep 2026 10:10:30 +0000</pubDate>
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                        <description><![CDATA[Im Alltag vieler Menschen und Unternehmen sind gro&#223;e Sprachmodelle (LLMs) wie ChatGPT nicht mehr wegzudenken. Sie werden etwa genutzt, um Informationen aus verschiedenen Quellen zu verkn&#252;pfen und komplexe Planungsschritte vorzubereiten. Doch genau hierbei passieren noch viele Fehler, die KI beginnt zu halluzinieren und kann nicht Schritt f&#252;r Schritt Dinge logisch zusammenf&#252;hren. Computerlinguistik Michael Hahn will [&#8230;]]]></description>
                        <content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Im Alltag vieler Menschen und Unternehmen sind große Sprachmodelle (LLMs) wie ChatGPT nicht mehr wegzudenken. Sie werden etwa genutzt, um Informationen aus verschiedenen Quellen zu verknüpfen und komplexe Planungsschritte vorzubereiten. Doch genau hierbei passieren noch viele Fehler, die KI beginnt zu halluzinieren und kann nicht Schritt für Schritt Dinge logisch zusammenführen. Computerlinguistik Michael Hahn will daher die theoretischen Grundlagen für das so genannte „Reasoning“ der KI verbessern. Von der Europäischen Union wird er dafür jetzt mit einem ERC Starting Grant mit 1,5 Millionen Euro über fünf Jahre gefördert.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die großen Sprachmodelle werden für immer komplexere Aufgaben genutzt, für die sie bisher aber nicht besonders gut geeignet sind. Fehler treten bei komplizierten Planungsaufgaben auf, wenn etwa Dienstpläne in einem Unternehmen mit Materiallieferungen, Produktionsabläufen und Lieferfristen koordiniert werden müssen. „Solche chronologischen, aber ineinander verschachtelten Informationsketten, die aus verschiedenen Quellen herrühren, sind für Sprachmodelle noch schwer lösbar. Wir wollen herausfinden, wie die theoretischen Grundlagen verbessert werden müssen, damit Sprachmodelle sich zum Beispiel Reihenfolgen besser merken können“, sagt Michael Hahn. Computerlinguistik-Professor der Universität des Saarlandes. Mit seinem Team will er anhand großer Datenbestände erforschen, welche Zusammenhänge sich die KI bereits gut erschließen kann und woran sie bisher scheitert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Schwierig wird es für die großen Sprachmodelle, wenn sich die Informationen stark ähneln. Das ist zum Beispiel in der biomedizinischen Forschung der Fall, wenn Moleküle und Zellprozesse beschrieben werden, die sich nur in Nuancen unterscheiden“, erklärt Michael Hahn. Dafür will der Forscher noch ein besseres wissenschaftliches Verständnis aufbringen, wie die KI lernt und Schritt für Schritt zu ihrem Ergebnis kommt. „Eine wichtige Rolle spielt dabei der induktive Bias, der auch als induktive Verzerrung bezeichnet wird. Damit ist die Menge an Annahmen und Vorwissen gemeint, die ein Algorithmus für maschinelles Lernen mitbringen muss, um von bekannten Trainingsdaten auf ungesehene Daten zu verallgemeinern“, erklärt Hahn. Hierfür wird er mit seinem Team tief in die mathematischen Modelle eintauchen und eine Theorie dafür entwickeln, unter welchen Trainingsbedingungen die KI bestimmte niedrig- oder hochrangige Fähigkeiten zur richtigen Schlussfolgerung, dem „Reasoning“, entwickelt. „Wir wollen die Theorie anhand realer Aufgaben erarbeiten, um Modellfehler sowohl vorherzusagen als auch zu verhindern. Damit wollen wir die Sprachmodelle zuverlässiger und kosteneffizienter gestalten und letztendlich den Weg für eine vertrauenswürdige KI ebnen“, sagt Michael Hahn.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für sein Projekt „REALM: Foundations for Reliable Language Model Reasoning via Inductive Biases“ erhält Michael Hahn jetzt ein ERC Starting Grant, das mit 1,5 Millionen Euro über fünf Jahre gefördert wird. Im vergangenen Jahr bekam Michael Hahn bereits eine ähnliche Summe aus dem Emmy-Noether-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft, um die grundlegende Architektur der Sprachmodelle besser zu verstehen und anders aufzubauen (siehe <a href="https://www.uni-saarland.de/aktuell/ki-logisches-denken-emmy-noether-forschungsgruppe-40901.html">Pressemitteilung vom 19.11.2015</a>). Im März wurde er zudem mit dem Heinz Maier-Leibnitz-Preis ausgezeichnet.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Computerlinguist Michael Hahn ist Teil der Fachrichtung Sprachwissenschaft und Sprachtechnologie der Universität des Saarlandes, deren Forschung und Lehre sich an der Schnittstelle von Sprache, Kognition und Künstlicher Intelligenz auf hohem internationalem Niveau bewegt. Zugleich ist diese eng mit dem Saarland Informatics Campus vernetzt. Dort erhielten in der aktuellen Vergaberunde auch Yiting Xia und Thomas Leimkühler vom Max-Planck-Institut für Informatik einen ERC Starting Grant. Damit haben inzwischen 54 Forscherinnen und Forscher am Saarland Informatics Campus einen der verschiedenen ERC Grants der Europäischen Union eingeworben. Von den 421 aktuell genehmigten Anträgen für ein ERC Starting Grant beziehen sich 22 auf den Bereich Informatik, nur fünf davon gehen nach Deutschland und davon die drei genannten an den Saarland Informatics Campus.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Hintergrund Saarland Informatics Campus</strong>&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">1000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und rund 2800 Studierende aus mehr als 81 Nationen machen den Saarland Informatics Campus (SIC) zu einem der führenden Standorte für Informatik in Deutschland und Europa. Vier weltweit angesehene Forschungsinstitute, nämlich das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), das Max-Planck-Institut für Informatik, das Max-Planck-Institut für Softwaresysteme, das Zentrum für Bioinformatik, sowie die Universität des Saarlandes mit drei vernetzten Fachbereichen und 24 Studiengänge decken das gesamte Themenspektrum der Informatik ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Informationen:</p>



<p class="wp-block-paragraph">European Research Council: <a href="https://erc.europa.eu">https://erc.europa.eu</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.uni-saarland.de/fachrichtung/lst.html">Fachrichtung Sprachwissenschaft und Sprachtechnologie der Universität des Saarlandes</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Persönliche Webseite von Professor Michael Hahn: <a href="https://www.mhahn.info">https://www.mhahn.info</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Fragen beantwortet:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Prof. Dr. Michael Hahn&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lehrstuhl für Language, Computation, and Cognition</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tel. 0681 302-4343</p>



<p class="wp-block-paragraph">Email: <a href="mailto:mhahn@lst.uni-saarland.de">mhahn@lst.uni-saarland.de</a></p>
]]></content:encoded>
                                                                </item>
                        <item>
                        <title>Vorstellung des B.A. Language Science am Otto-Hahn-Gymnasium</title>
                        <link>https://saarland-informatics-campus.de/piece-of-news/vorstellung-des-b-a-language-science-am-otto-hahn-gymnasium/</link>
                        <pubDate>Sun, 30 Aug 2026 22:00:00 +0000</pubDate>
                        <guid isPermaLink="false">https://saarland-informatics-campus.de/?post_type=sic_news&#038;p=28603</guid>
                        <description><![CDATA[Am 26. August 2026 besuchten drei Vertreterinnen der Fachrichtung das Otto-Hahn-Gymnasium in Saarbr&#252;cken, um interessierten Sch&#252;lerinnen beim Berufsinformationstag den Bachelorstudiengang Language Science und die Fachrichtung Sprachwissenschaft und Sprachtechnologie vorzustellen. Um Sch&#252;ler*innen der Abschlussklassen auf das Berufsleben vorzubereiten und Einblicke in verschiedene Berufsfelder zu geben, sind die sogenannten Berufsinformationstage an vielen saarl&#228;ndischen Schulen ein fester Bestandteil [&#8230;]]]></description>
                        <content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Am 26. August 2026 besuchten drei Vertreter<em>innen der Fachrichtung das Otto-Hahn-Gymnasium in Saarbrücken, um interessierten Schüler</em>innen beim Berufsinformationstag den Bachelorstudiengang Language Science und die Fachrichtung Sprachwissenschaft und Sprachtechnologie vorzustellen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Um Schüler*innen der Abschlussklassen auf das Berufsleben vorzubereiten und Einblicke in verschiedene Berufsfelder zu geben, sind die sogenannten Berufsinformationstage an vielen saarländischen Schulen ein fester Bestandteil des Curriculums – so auch am Saarbrücker Otto-Hahn-Gymnasium. Bei der diesjährigen Ausgabe war auch unsere Fachrichtung Sprachwissenschaft und Sprachtechnologie zu &nbsp;Gast – vertreten durch die studentischen Mitarbeiter*innen Léon Jost und Elena Dort sowie Rainer Egler als externen Lehrbeauftragten. Alle drei sind im Übrigen selbst Alumni des Otto-Hahn-Gymnasiums. In zwei Veranstaltungen informierten sie insgesamt 23 interessierte Schüler*innen des neusprachlichen Zweigs über Inhalte und Aufbau des <a href="https://www.uni-saarland.de/studium/angebot/bachelor/language-science.html" target="_blank">Bachelorstudiengangs <i>Language Science</i></a>. Dabei ging es unter anderem um die verschiedenen Bereiche der Sprachwissenschaft, die Praxisorientierung im Studium, Erfahrungen aus studentischer Sicht sowie um mögliche Berufsperspektiven nach dem Bachelor. Léon und Elena, die beide <i>Language Science</i> an der Universität des Saarlandes studieren bzw. absolviert haben, konnten dabei aus erster Hand vom Studium und vom studentischen Alltag berichten, während Rainer die Fachrichtung und ihre unterschiedlichen Arbeitsgebiete vorstellte. Im Anschluss an die Präsentationen bestand jeweils Gelegenheit für Fragen seitens der Schüler*innen.&nbsp;<br>Insgesamt bot der Berufsinformationstag damit eine schöne Gelegenheit, um den B.A. <i>Language Science</i> direkt bei potenziellen Studierenden bekannt zu machen und einen persönlichen Einblick in das Studium an der Universität des Saarlandes zu vermitteln. Wir sind gespannt, ob einige der Schüler*innen tatsächlich den Weg zu uns finden und freuen uns auf der weitere Veranstaltungen dieser Art!</p>
]]></content:encoded>
                                                                </item>
                        <item>
                        <title>Derek Dreyer erhält den ICFP Most Influential Paper Award</title>
                        <link>https://saarland-informatics-campus.de/piece-of-news/derek-dreyer-receives-icfp-most-influential-paper-award/</link>
                        <pubDate>Fri, 28 Aug 2026 11:04:03 +0000</pubDate>
                        <guid isPermaLink="false">https://saarland-informatics-campus.de/?post_type=sic_news&#038;p=28601</guid>
                        <description><![CDATA[Derek Dreyer, wissenschaftlicher Mitarbeiter am MPI-SWS, wurde f&#252;r seine 2016 gemeinsam mit dem MPI-SWS-Alumnus Ralf Jung sowie Robert Krebbers und Lars Birkedal verfasste Arbeit &#8222;Higher-Order Ghost State&#8220; mit dem &#8222;Most Influential ICFP Paper Award&#8220; ausgezeichnet. Die Auszeichnung w&#252;rdigt den nachhaltigen Einfluss der Arbeit auf das Programmlogik-Framework Iris, das zu einer wichtigen Grundlage f&#252;r die Forschung [&#8230;]]]></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Derek Dreyer, wissenschaftlicher Mitarbeiter am MPI-SWS, wurde für seine 2016 gemeinsam mit dem MPI-SWS-Alumnus Ralf Jung sowie Robert Krebbers und Lars Birkedal verfasste Arbeit <a href="https://iris-project.org/pdfs/2016-icfp-iris2-final.pdf">„Higher-Order Ghost State“</a> mit dem <a href="https://www.sigplan.org/Awards/ICFP/">„Most Influential ICFP Paper Award“</a> ausgezeichnet. Die Auszeichnung würdigt den nachhaltigen Einfluss der Arbeit auf das Programmlogik-Framework Iris, das zu einer wichtigen Grundlage für die Forschung im Bereich der Softwareverifikation geworden ist. Diese Auszeichnung ergänzt den „Most Influential POPL Paper Award“ für die Iris-1.0-Arbeit (POPL&#8217;15) sowie den „Alonzo Church Award“, den sie 2023 für die vier zentralen Paper zu den Grundlagen von Iris erhielten.</p>
<p>Der „ACM SIGPLAN Most Influential ICFP Paper Award“ ist eine retrospektive Auszeichnung – er wird jedes Jahr an den Beitrag verliehen, der als der einflussreichste der ICFP-Konferenz zehn Jahre zuvor angesehen wird.</p>
<p>Ein Video von der Preisverleihung findet sich hier: https://www.youtube.com/live/wn88R35yqeY?t=26630s</p>
<p><b>Begründung für die Auszeichnung:</b> „Higher-Order Ghost State“ stellt einen wichtigen Meilenstein für das weit verbreitete Programmlogik-Framework Iris dar. Umgangssprachlich als „Iris 2.0“ bekannt, liefert die Arbeit ein wesentliches Merkmal: die Möglichkeit, beliebige Prädikate der Separationslogik höherer Ordnung in Ghost-Variablen zu speichern. Dieses Merkmal wird mithilfe von guarded Recursion und einer neuen algebraischen Struktur namens „Cameras“ begründet – vereinfacht gesagt handelt es sich dabei um eine Verallgemeinerung von PCMs mit einer Form von Step Indexing. Der „Higher-Order Ghost State“ erwies sich später als wesentlicher Baustein, aus dem sich weitere Funktionen wie impredikative Invarianten und schwächste Preconditions ableiten ließen. Seine weitreichende und nachhaltige Bedeutung zeigt sich in den (derzeit) 165 Papern, die Iris in irgendeiner Form nutzen, darunter 45 POPL-, 29 PLDI-, 25 ICFP- und 20 OOPSLA-Paper.</p>
]]></content:encoded>
                                                                </item>
                        <item>
                        <title>Satellitenbilder und Online-Bewertung: Datenprojekt SOUNDS zeigt, was darin für das Saarland steckt</title>
                        <link>https://saarland-informatics-campus.de/piece-of-news/satellitenbilder-und-online-bewertung-datenprojekt-sounds-zeigt-was-darin-fuer-das-saarland-steckt/</link>
                        <pubDate>Tue, 25 Aug 2026 04:30:00 +0000</pubDate>
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                        <description><![CDATA[Am 2. September f&#252;hrt das Datenprojekt SOUNDS im Innovation Center der Universit&#228;t des Saarlandes (Geb. A2 1) vor, was sich aus Satellitenbildern oder Bewertungen auf Google Maps &#252;ber das Leben im Land herauslesen l&#228;sst. Solche Auswertungen k&#246;nnen auch im Saarland bei Entscheidungen helfen. Die Landesregierung f&#246;rdert SOUNDS aus seinem Transformationsfonds. Wirtschaft, Verwaltung und Verb&#228;nde sind [&#8230;]]]></description>
                        <content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Am 2. September führt das Datenprojekt SOUNDS im Innovation Center der Universität des Saarlandes (Geb. A2 1) vor, was sich aus Satellitenbildern oder Bewertungen auf Google Maps über das Leben im Land herauslesen lässt. Solche Auswertungen können auch im Saarland bei Entscheidungen helfen. Die Landesregierung fördert SOUNDS aus seinem Transformationsfonds. Wirtschaft, Verwaltung und Verbände sind eingeladen, kostenlos bei der Kick-off-Veranstaltung dabei zu sein und eigene Themen einzubringen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn im Saarland eine geschädigte Waldfläche neu bepflanzt wird, dauert es Jahre, bis sich zeigt, ob die jungen Bäume anwachsen. Auf Satellitenbildern ist das bisher erst zu erkennen, wenn sich ein Kronendach bildet, oft nach fünf Jahren. Angela Nyangate John hat ein Verfahren entwickelt, das die Aufforstung schon rund ein Jahr nach der Pflanzung erkennt. In einem Testgebiet in Kenia fand es 94 Prozent der Stellen, auf denen später Wald wuchs, während ein gängiges Verfahren nur 47 Prozent erkannte. Weltweit sollen bis 2030 mehrere hundert Millionen Hektar Wald nachwachsen. Ob das gelingt, wäre damit viel früher zu prüfen. Praxispartner aus der saarländischen Forstverwaltung sind bei der Veranstaltung am 2. September angemeldet und diskutieren mit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Spuren, die im Alltag ohnehin entstehen, ersetzen zunehmend Umfragen, Zählungen und Begehungen. Satellitenbilder zeigen, wie stark ein Standort besucht wird, auch wenn einzelne Autos auf den Aufnahmen nicht zu sehen sind. Theophilus Aidoo und Till Koebe lesen das an Parkplätzen ab. Schranken und Kassenautomaten liefern solche Zahlen für einzelne Parkplätze, Satellitenbilder für alle in einer Region gleichzeitig. Ein Einzelhändler erkennt daran, wie belebt eine Lage jenseits der eigenen Tür ist, eine Stadt, wo Parkplätze fehlen und wo sie leer stehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Google-Bewertungen von Schwimmbädern steht, wie Badegäste über Begegnungen mit anderen Gästen schreiben. Ethel Mensah hat 1,2 Millionen davon ausgewertet. In rund 40 Prozent der Rezensionen geht es um solche Begegnungen, in etwa zwei Prozent davon werden die Beteiligten über Herkunft, Ethnie, Kultur oder Religion beschrieben und dieser Anteil steigt. Ob es Zusammenhänge mit der politischen und sozialen Lage vor Ort gibt, ist Teil der laufenden Untersuchung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Beispiele stehen für über ein Dutzend Projekte, aus denen Anwendungen für Gesellschaft, Wirtschaft und Verwaltung im Saarland entstehen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kick-off-Veranstaltung von SOUNDS am 2. September</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kick-off-Veranstaltung am 2. September beginnt um 9:30 Uhr und hat zwei Schwerpunkte, vormittags die Forschung und ihre Methoden, nachmittags die Anwendung in der Praxis. Melanie Revilla vom Institut Barcelona d&#8217;Estudis Internacionals berichtet, was sechs Jahre Forschung mit Bild-, Sprach- und Nutzungsdaten über die Verlässlichkeit solcher Quellen gezeigt haben. Danach stellen die Forscherinnen und Forscher ihre Projekte vor und diskutieren die Ergebnisse an ihren wissenschaftlichen Postern. In kurzen Gesprächsrunden suchen beide Seiten anschließend nach gemeinsamen Themen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Nachmittag zeigt Christina Elmer, die an der TU Dortmund die erste deutsche Professur für Datenjournalismus innehat, wie Redaktionen Datenlücken mit Datenspenden, Ersatzgrößen und eigenen Messungen schließen. Danach teilen sich die Gäste auf drei Workshops auf. Mit East Side Fab, dem Innovationsnetzwerk im Saarland, entwickeln Fachleute aus Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft mit den Forschern gemeinsame Fragen und erste Projekte. In zwei Workshops mit Triathlon, dem Gründungs- und Innovationszentrum der Universität, geht es um Ausgründungen, also um einen Karriereweg, der bei Nachwuchsforscherinnen – und forschern &nbsp;selten mitgedacht wird. Universitätspräsident Ludger Santen, Oberbürgermeister Uwe Conradt und Wissenschaftsminister Jakob von Weizsäcker sprechen die Grußworte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Anmeldung unter:</strong>&nbsp;<a href="https://www.uni-saarland.de/forschen/sounds/kick-off-veranstaltung.html" target="_blank">https://www.uni-saarland.de/forschen/sounds/kick-off-veranstaltung.html</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Hintergrund: Das Transformations-Projekt SOUNDS</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Societal Observatory Using Novel Data Sources (SOUNDS) ist an der Universität des Saarlandes angesiedelt. Geleitet wird es von Daniela Braun, Professorin für Politikwissenschaft mit Schwerpunkt Europäische Integration und Internationale Beziehungen, und Ingmar Weber, Alexander-von-Humboldt-Professor für Künstliche Intelligenz mit dem Forschungsgebiet Societal Computing. SOUNDS geht von gesellschaftlich relevanten Fragen aus und beantwortet sie mit Methoden der Informatik und neuartigen Datenquellen, darunter Satellitenbilder, Beiträge in sozialen Medien, Suchanfragen, Bewertungen und Kartendienste.&nbsp;Die Ergebnisse sollen Entscheidungen unterstützen, öffentliche Beteiligung fördern und die Demokratie widerstandsfähiger machen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Landesregierung fördert SOUNDS seit 2025 mit 29 Millionen Euro aus dem Transformationsfonds für Forschung und Wissenstransfer Saar,&nbsp;das Projekt läuft bis August 2032.&nbsp;Daraus sollen Arbeitsplätze, Kooperationen mit Unternehmen und Verwaltungen sowie Ausgründungen aus der Forschung entstehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitere Informationen:&nbsp;</strong><a href="http://www.uni-saarland.de/sounds" target="_blank">www.uni-saarland.de/sounds</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Medienvertreterinnen und Medienvertreter sind zum Kick-off eingeladen und sollten sich auch <a href="https://www.uni-saarland.de/forschen/sounds/kick-off-veranstaltung.html" target="_blank">über folgendem Link</a> anmelden. Interviewtermine mit den Forscherinnen und Forschern sowie Bildmaterial vermittelt das Projektteam: <a href="mailto:projekt-sounds@uni-saarland.de">projekt-sounds(at)uni-saarland.de</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
                                                                </item>
                        <item>
                        <title>Neues Forschungsprojekt soll Datenschutz künftig einfacher machen</title>
                        <link>https://saarland-informatics-campus.de/piece-of-news/neues-forschungsprojekt-soll-datenschutz-kuenftig-einfacher-machen/</link>
                        <pubDate>Wed, 19 Aug 2026 10:27:54 +0000</pubDate>
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                        <description><![CDATA[Die Verwaltung von Datenschutzeinstellungen zu erleichtern und die digitale Souver&#228;nit&#228;t der Nutzerinnen und Nutzer im Web zu st&#228;rken, ist Ziel des Projekts ddpp (Decentralized Data Privacy Protocol). Das Fraunhofer-Institut f&#252;r Experimentelles Software Engineering IESE (Konsortialf&#252;hrer) und Forscherinnen und Forscher der Universit&#228;t des Saarlandes arbeiten an einem offenen Webprotokoll, das es erm&#246;glicht, Datenschutzpr&#228;ferenzen dienst&#252;bergreifend an einem [&#8230;]]]></description>
                        <content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Verwaltung von Datenschutzeinstellungen zu erleichtern und die digitale Souveränität der Nutzerinnen und Nutzer im Web zu stärken, ist Ziel des Projekts ddpp (Decentralized Data Privacy Protocol). Das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE (Konsortialführer) und Forscherinnen und Forscher der Universität des Saarlandes arbeiten an einem offenen Webprotokoll, das es ermöglicht, Datenschutzpräferenzen dienstübergreifend an einem selbst gewählten Ort zu verwalten.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Beteiligt von Seiten der Universität des Saarlandes ist Professor Christoph Sorge und sein Team am Lehrstuhl für Rechtsinformatik.&nbsp;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Es folgt eine Pressemitteilung des Fraunhofer-Instituts für Experimentelles Software Engineering (IESE) als Konsortialführer</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein Protokoll für mehr digitale Souveränität</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Umgang mit Datenschutzeinstellungen stellt viele Menschen vor große Herausforderungen. Einwilligungen und Präferenzen sind heute auf eine Vielzahl digitaler Dienste verteilt, während bestehende Lösungen häufig wenig benutzerfreundlich sind. Im Zentrum des Projekts ddpp steht die Entwicklung eines dezentralen Webprotokolls für Datenschutzpräferenzen. Statt Datenschutzeinstellungen in jedem einzelnen Dienst separat verwalten zu müssen, sollen Nutzende ihre Präferenzen künftig über einen sogenannten »Personal Privacy Preferences Place« an zentraler Stelle steuern können. Die Präferenzen werden anschließend automatisiert mit den angebundenen Diensten synchronisiert. Ziel ist es, Datenschutzfreundlichkeit, Transparenz und digitale Souveränität zu stärken und gleichzeitig eine standardisierte, interoperable Lösung zu schaffen, die sich in bestehende digitale Dienste integrieren lässt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei setzt das Projekt auf das Prinzip »Privacy by Default«: Datenschutzfreundliche Einstellungen sollen von Anfang an technisch unterstützt werden, sodass Nutzerinnen und Nutzer ihre Privatsphäre wirksam schützen können, ohne sich durch komplexe Einstellungen oder zahlreiche Einwilligungsabfragen arbeiten zu müssen. Die Projektergebnisse sollen zudem die Grundlage für eine mögliche Standardisierung bilden und zentrale Konzepte in relevante Fach- und Standardisierungsgremien einbringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">»Viele Menschen verlieren heute den Überblick darüber, wie ihre Daten von unterschiedlichen digitalen Diensten genutzt werden. Mit ddpp entwickeln wir einen Ansatz, der die Verwaltung entsprechender Einstellungen deutlich vereinfachen soll. Wenn es gelingt, das Protokoll breit zu etablieren, könnte daraus ein neuer Standard für den Umgang mit Datenschutzpräferenzen entstehen«, sagt Dr. Frank Elberzhager, Department Head Architecture-Centric Engineering und Projektleiter des Vorhabens am Fraunhofer IESE.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Konkreter Nutzen in wichtigen Anwendungsfeldern</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie relevant ein standardisiertes Management von Datenschutzpräferenzen ist, zeigt sich insbesondere in zwei Anwendungsbereichen, die im Projekt untersucht werden. Im Bereich der personalisierten Werbung sollen Nutzerinnen und Nutzer nicht bei jedem digitalen Dienst erneut Entscheidungen zu Cookies und Datennutzung treffen müssen. Stattdessen könnten ihre Datenschutzpräferenzen einmalig festgelegt und automatisch dienstübergreifend berücksichtigt werden. Dadurch ließen sich wiederkehrende Einwilligungsabfragen reduzieren und die Kontrolle über die eigenen Daten stärken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zweiter Anwendungsfall sind Gesundheitsdaten. Hier verarbeitet eine Vielzahl digitaler Anwendungen und vernetzter Geräte besonders sensible Informationen. Das Projekt untersucht, wie Nutzende auch in solchen Ökosystemen selbst festlegen können, welche Gesundheitsdaten sie mit welchen Anwendungen teilen möchten und wie diese Entscheidungen umgesetzt werden können.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Technik und Recht gemeinsam gedacht</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Fraunhofer IESE verantwortet die technische Konzeption, Entwicklung und Evaluation des Protokolls. Dazu gehören unter anderem die Entwicklung der Protokollarchitektur, die prototypische Umsetzung zentraler Komponenten, nutzerzentrierte Interaktionskonzepte sowie die Analyse von Markt- und Einführungsstrategien. Die Universität des Saarlandes bringt ihre Expertise in den Bereichen Rechtsinformatik, Datenschutzrecht und regulatorische Rahmenbedingungen ein. Gemeinsam verfolgt das Konsortium einen interdisziplinären Ansatz, der technische, rechtliche und nutzerbezogene Perspektiven zusammenführt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über das Projekt ddpp</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Forschungsprojekt ddpp (Decentralized Data Privacy Protocol) entwickelt ein offenes, dezentrales Webprotokoll zur dienstübergreifenden Verwaltung von Datenschutzpräferenzen. Ziel ist die Etablierung einer standardisierten und interoperablen Lösung, die Datenschutzentscheidungen für Nutzende vereinfacht und gleichzeitig Unternehmen bei der datenschutzkonformen Umsetzung regulatorischer Anforderungen unterstützt. Das Projekt läuft vom 1. Juli 2026 bis zum 30. Juni 2029. Projektpartner sind das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE (Konsortialführung) und die Universität des Saarlandes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Projekt wird im Rahmen der Fördermaßnahme »Plattform Privatheit – IT-Sicherheit schützt Privatheit und stützt Demokratie« vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert. Es leistet einen Beitrag zur Stärkung von Privatheit, informationeller Selbstbestimmung und vertrauenswürdigen digitalen Infrastrukturen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wissenschaftliche Ansprechpartner:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Professor Christoph Sorge (Universität des Saarlandes): E-Mail: </strong><a href="mailto:christoph.sorge@uni-saarland.de"><strong>christoph.sorge(at)uni-saarland.de</strong></a><strong>, Tel.: +49 681 302 5120 </strong><br><strong>Fabienne Bäcker (Fraunhofer IESE), E-Mail: </strong><a href="mailto:fabienne.baecker@iese.fraunhofer.de"><strong>fabienne.baecker(at)iese.fraunhofer.de</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Pressefotos zum Download:&nbsp;</strong><br>Die Pressefotos können Sie mit Namensnennung des Fotografen als Fotonachweis honorarfrei in Zusammenhang mit dieser Pressemitteilung und der Berichterstattung über die Universität des Saarlandes verwenden.<br>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
                                                                </item>
                        <item>
                        <title>85. Geburtstag von Professor Jörg Siekmann</title>
                        <link>https://saarland-informatics-campus.de/piece-of-news/85-geburtstag-von-professor-joerg-siekmann/</link>
                        <pubDate>Mon, 03 Aug 2026 05:22:27 +0000</pubDate>
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                        <description><![CDATA[Am 5. August kann der Pionier des Faches &#8222;K&#252;nstliche Intelligenz&#8220; in Deutschland, der Saarbr&#252;cker Professor f&#252;r Informatik und Direktor des Forschungsbereichs Deduktion und Multiagentensysteme im Deutschen Forschungszentrum f&#252;r K&#252;nstliche Intelligenz, Dr. (Ph.D.) Ing. grad. J&#246;rg Siekmann, seinen 85. Geburtstag begehen. In Eberbach am Neckar geboren, absolvierte er zun&#228;chst eine Bau- und M&#246;belschreinerlehre und erwarb an [&#8230;]]]></description>
                        <content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Am 5. August kann der Pionier des Faches „Künstliche Intelligenz“ in Deutschland, der Saarbrücker Professor für Informatik und Direktor des Forschungsbereichs Deduktion und Multiagentensysteme im Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, Dr. (Ph.D.) Ing. grad. Jörg Siekmann, seinen 85. Geburtstag begehen. </strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">In Eberbach am Neckar geboren, absolvierte er zunächst eine Bau- und Möbelschreinerlehre und erwarb an der Ingenieurschule in Rosenheim den Ing. grad. im Fach Holztechnik. Auf dem zweiten Bildungsweg holte er danach am renommierten Braunschweig-Kolleg das Abitur nach und studierte an der Universität Göttingen Mathematik und Physik sowie an der britischen University of Essex Computer Science. Dort erwarb er 1972 den „Master of science in computing“, wurde 1976 im Fach Artificial Intelligence mit einer Dissertation zur Unifikationstheorie promoviert und kehrte dann nach Deutschland zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seitdem arbeitete Jörg Siekmann zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter und seit 1980 als Hochschulassistent am Institut für Informatik der Universität Karlsruhe, baute dort eine Forschungsgruppe zur Künstlichen Intelligenz (KI) auf dem Gebiet der Deduktionssysteme auf und gründete mit anderen den einflussreichen KI-Sonderforschungsbereich 314. Im Jahr 1983 wurde er auf die erste deutsche Professur für Künstliche Intelligenz an die Universität Kaiserslautern berufen und gründete dort mit einigen Kollegen das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI). Von internationaler Bedeutung wurde die von ihm begründete Springer-Reihe „Lecture Notes in Artificial Intelligence“ (LNAI).&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Sommersemester 1991 folgte Siekmann dem Ruf der Universität des Saarlandes und übernahm bis 2006 eine Doppelposition als Professor für Informatik und als Forschungsleiter am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI). Auf dem Saarbrücker Campus fungierte er unter anderem als Sprecher des Sonderforschungsbereichs 378 „Ressourcenadaptive kognitive Prozesse“, initiierte 1995 als Gastprofessor der JiaoTong Universität in Shanghai die Kooperation mit unserer Universität, wirkte mit seiner zweiten Ehefrau und Kollegin Erica Melis als wissenschaftlicher Direktor des „Center for e-learning Technology“ und war Senior-Professor und Koordinator für Digitale Bildung der Universität des Saarlandes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In herausragender Weise hat der Jubilar dazu beigetragen, die „Künstliche Intelligenz“ als Forschungsfeld in Deutschland zu begründen und den organisatorischen Rahmen für dieses Fach in der „Gesellschaft für Informatik“ zu schaffen, die ihn 2002 als „Fellow“ auszeichnete und später zu den zehn einflussreichsten KI-Wissenschaftlern wählte. Insgesamt hat er wesentliche Beiträge zur KI-Forschung geleistet, umfangreiche Aufgaben in der wissenschaftlichen Gemeinschaft übernommen und auf nationaler und internationaler Ebene Forschungsgruppen, Regierungen und Industrieunternehmen beraten. Sein Œuvre umfasst rund 900 Publikationen zu seinen Forschungsfeldern Deduktionssysteme, Beweisplanen, Unifikationstheorie, e-Learning für Mathematik sowie Buddhismus und Künstliche Intelligenz.<br>Die Ausrichtung öffentlicher Feierlichkeiten ist dem Jubilar aus gesundheitlichen Gründen zurzeit leider nicht möglich.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitere Informationen: </strong><br>Dr. Wolfgang Müller, Universitätsarchiv<br>E-Mail: <a href="mailto:wolfgang.mueller@uni-saarland.de">wolfgang.mueller(at)uni-saarland.de</a>, <a href="mailto:dr.wolfgang-mueller@t-online.de">dr.wolfgang-mueller(at)t-online.de</a><br> </p>
]]></content:encoded>
                                                                </item>
                        <item>
                        <title>Wie KI deutlich energieeffizienter wird – Team stellt Wege zu nachhaltigen Rechenzentren vor</title>
                        <link>https://saarland-informatics-campus.de/piece-of-news/wie-ki-deutlich-energieeffizienter-wird-team-stellt-wege-zu-nachhaltigen-rechenzentren-vor/</link>
                        <pubDate>Thu, 23 Jul 2026 10:31:10 +0000</pubDate>
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                        <description><![CDATA[Weltweit sprie&#223;en Rechenzentren aus dem Boden &#8211; und Kraftwerke, die den Energiehunger der K&#252;nstlichen Intelligenz stillen. Wege, den Strombedarf der KI mit Hard- und Softwaretechnologien um bis zu 90 Prozent zu drosseln, hat ein Forschungskonsortium unter Leitung von Wolfgang Maa&#223; (Deutsches Forschungszentrum f&#252;r K&#252;nstliche Intelligenz DFKI und Universit&#228;t des Saarlandes) erforscht. Presseeinladung zum Projektabschluss:&#160;Wie KI [&#8230;]]]></description>
                        <content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weltweit sprießen Rechenzentren aus dem Boden – und Kraftwerke, die den Energiehunger der Künstlichen Intelligenz stillen. Wege, den Strombedarf der KI mit Hard- und Softwaretechnologien um bis zu 90 Prozent zu drosseln, hat ein Forschungskonsortium unter Leitung von Wolfgang Maaß (Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz DFKI und Universität des Saarlandes) erforscht.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Presseeinladung zum Projektabschluss:&nbsp;</strong><br><strong>Wie KI einen besseren Umwelt-Fußabdruck und zugleich mittelständische und kleine Unternehmen Zugang zu leistungsfähigen KI-Modellen bekommen können, stellt das Team zum Abschluss des vom Bundesforschungsministerium geförderten Projekts Escade am 30. Juli von 10 bis 13 Uhr im DFKI am Saarbrücker Campus (D3 2) vor.&nbsp;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Medien und Interessierte sind herzlich eingeladen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Fast jeder nutzt heute auf die eine oder andere Weise Künstliche Intelligenz. Was nicht jedem bewusst ist: Auch die kleinste Antwort vom Chatbot verbraucht Energie und Ressourcen. KI-Modelle mit Massendaten zu trainieren und zu betreiben, verschlingt weltweit Hunderte Terawattstunden. In globalen Dimensionen hinterlässt dies alles einen gewaltigen ökologischen Fußabdruck. Und mit der rasanten Entwicklung der Technologie wird der Bedarf steil ansteigen. Neue Rechenzentren werden riesige Flächen versiegeln, ebenso wie neue, gar fossile Kraftwerke, die die zusätzlich benötigte Energie liefern müssen. Die CO2-Emissionen werden ebenso massiv steigen wie der Wasserbedarf für Kühlung.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Daran, dieser Entwicklung entgegenzusteuern und Künstliche Intelligenz energieeffizienter zu machen, arbeitet ein Konsortium, das Professor Wolfgang Maaß leitet, der an der Universität des Saarlandes und am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) forscht. Drei Jahre lang hat das Konsortium verschiedene Methoden erforscht und neue Technologien entwickelt und erprobt. Ihre Ergebnisse stellen die Forscherinnen und Forscher zum Projektabschluss vor.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Komprimierte KI braucht knapp 90 Prozent weniger Energie</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Team setzt zum einen auf kleinere, bedarfsgerechtere KI-Modelle, um den Energiehunger der KI zu drosseln und Ressourcen zu schonen. Heute verwendet KI riesige Datenmodelle. Ein Chatbot zum Beispiel nutzt für seine Antwort das komplette Datenmodell mit Billionen Parametern: Er durchsucht im übertragenen Sinn also eine ganze Bibliothek statt nur die Bücher mit relevantem Inhalt. Die Forscherinnen und Forscher haben deshalb KI-Modelle entwickelt, bei denen unwesentliche Parameter gar nicht erst verarbeitet werden und die dadurch sparsamer sind.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie filtern dafür das für den jeweiligen Aufgabenbereich wirklich nötige Wissen aus großen Lehrermodellen heraus und schaffen maßgeschneiderte, um bis zu 90 Prozent kleinere Schülermodelle. „Wir erzielen gute Ergebnisse damit, die KI-Modelle zu komprimieren, sie also kleiner und effizienter zu gestalten. In unseren Testläufen konnten wir zeigen, dass die Schülermodelle vergleichbare Leistung bringen, aber mit bis zu 89 Prozent weniger Energie auskommen“, sagt Sabine Janzen, promovierte Forscherin im Team von Wolfgang Maaß. Die für den konkreten Anwendungsfall zusammengestellten, schlankeren KI-Modelle arbeiten ohne große Infrastruktur. „Dadurch werden leistungsfähige KI-Modelle auch für mittelständische und kleinere Unternehmen zugänglich, was zuvor allein wegen der Größe der Modelle unmöglich war“, sagt Janzen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Automatisch das beste KI-Modell mit 40 Prozent weniger Energie</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei KI-Modellen, die digitale Bilddaten verarbeiten und erzeugen, nutzen die Forscherinnen und Forscher eine andere Methode, die so genannte „Neuronale Architektursuche“. Das Verfahren findet hier automatisch die beste Architektur für künstliche neuronale Netze. Das Team konnte zeigen, dass sie die Modelle um knapp 90 Prozent verkleinern und den Energieverbrauch um 40 Prozent senken können. &nbsp;Dabei büßen die Modelle nicht nur keine Leistung ein. „Wir konnten mit diesem Ansatz die Genauigkeit des Modells sogar verbessern“, sagt Sabine Janzen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim maschinellen Lernen mit künstlichen neuronalen Netzen laufen die Lernprozesse ähnlich ab wie im menschlichen Gehirn. Während dieses ein Meister in Sachen Energieeffizienz ist – das menschliche Gehirn hat sich in der Evolution laufend optimiert und verarbeitet Informationen sehr energieeffizient –, braucht sein künstliches Pendant mit seinen effizienten Algorithmen enorm viel Rechenleistung und Strom: Künstliche neuronale Netzwerke werden heute noch aufwändig von Menschen zusammengestellt und so lange angepasst, bis sie gute Ergebnisse liefern. „Wir automatisieren diesen Vorgang mit neuronaler Architektursuche. Dabei testen wir verschiedene Netzstrukturen und optimieren diese weiter, sodass die Modelle leistungsfähig und effizient sind, aber weniger kosten“, erklärt Sabine Janzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Testfall Schrottsortierung</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Team testete seine KI-Modelle unter anderem in Zusammenarbeit mit der SHS – Stahl-Holding-Saar. Ziel ist hier ein KI-Modell, das Stahlschrott automatisch sortiert und anhand von Kameraaufnahmen erkennt, welche Sorte Stahlschrott auf dem Hüttengelände geliefert wird. Mit den herkömmlichen Methoden wäre ein solches Modell gigantisch groß, energieintensiv und nicht praxistauglich. Das Forschungsteam hat das visuelle KI-Modell zur Schrottsortierung so komprimiert, dass es kompakt, energieeffizient, zum Teil sogar leistungsfähiger arbeitet und den Stahlrecycling-Prozess effektiver machen kann. Dafür trainierten sie ihr Modell zunächst mit dem kompletten Datenpaket und sämtlichen Informationen und komprimierten die KI-Modelle anschließend durch Wissensdestillation und automatisch zusammengestellte neuronale Netze.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitere Einsparpotenziale für nachhaltige Rechenzentren</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus zeigt das Konsortium am 30. Juli Einsparpotenziale für Rechenzentren auf. Mit seinen Partnern erarbeitete das Saarbrücker Forschungsteam ein Konzept und Handlungsempfehlungen für energieeffiziente KI, mit denen Rechenzentren und KI-Anwender besser planen und unwirtschaftliche Abläufe erkennen können.<strong>&nbsp;</strong>Das Team erarbeitete hierfür ein Werkzeug, das zuverlässige Prognosen über den genauen Energieverbrauch und die Kosten der KI-Modelle ermöglicht. <strong>„</strong>Dieses Tool macht es etwa möglich, Abläufe, die große Rechenleistungen erfordern, dann einzuplanen, wenn der Strompreis günstig ist.<strong>&nbsp;</strong>Bislang können Entscheidungsträger nur schwer abschätzen, für welche Modelle sie wie viel Energie verbrauchen werden, weshalb es schwierig ist, wirtschaftlich zu planen“, erläutert die Doktorandin Hannah Stein, die an den energiesparenden KI-Methoden forscht.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Neuromorphe Chiptechnologien</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus arbeitet das Forschungskonsortium im Bereich der Hardware an neuromorphen Chiptechnologien, das sind Mikroprozessoren, die ebenfalls die Funktionsweise des menschlichen Gehirns nachbilden. „Unsere Ergebnisse in diesem Hardware-Bereich deuten darauf hin, dass auch diese Technologie deutlich energieeffizienter arbeitet als die herkömmlichen Chips: In unseren Tests laufen diese bereits bis zu sechsfach effizienter. Aber hier ist weitere Forschung notwendig, dafür brauchen wir noch mehr Zeit“, erklärt Sabine Janzen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Am 30. Juli stellt das Forschungskonsortium seine Projektergebnisse zu nachhaltigen KI-Rechenzentren und ressourceneffizienten KI-Algorithmen auch anhand von Demonstrationen vor.&nbsp;Interessierte, insbesondere auch Rechenzentrumsbetreiber, Technologieanbieter und Unternehmen sind eingeladen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Anmeldung und Programm am 30. Juli: </strong><a href="https://escade-project.de" target="_blank" rel="noreferrer"><strong>https://escade-project.de</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Hintergrund</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das Projekt ESCADE (Energy-Efficient Large-Scale Artificial Intelligence for Sustainable Data Centers)&nbsp;</strong>wurde vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) im Rahmen des „Green Tech Innovationswettbewerbs“ mit rund fünf Millionen Euro über eine Laufzeit von drei Jahren gefördert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum <strong>Projektkonsortium</strong> gehören neben dem Forschungsteam von <strong>Professor Wolfgang Maaß&nbsp;</strong>als Koordinator <strong>(Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz DFKI und Universität des Saarlandes)&nbsp;</strong>die<strong> Technische Universität Dresden</strong>, die<strong> Universität Bielefeld,&nbsp;</strong>das <strong>Rechenzentrum Mitteldeutschland NT Neue Technologie AG NT (NT.AG)</strong>, die <strong>SHS &#8211; Stahl-Holding-Saar GmbH &amp; Co. KGaA,&nbsp;</strong>die<strong> SEITEC GmbH&nbsp;</strong>sowie die österreichische Forschungsgesellschaft<strong> Salzburg Research&nbsp;</strong>und die Unterauftragnehmer <strong>eco2050 Institut für Nachhaltigkeit</strong>,<strong> SpiNNcloud Systems GmbH&nbsp;</strong>und<strong> elevait GmbH &amp; Co. KG.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Projektträger ist das <strong>Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Fragen beantworten:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dr. Sabine Janzen: T: 0681- 8 57 75 &#8211; 269, E-Mail: sabine.janzen@dfki.de</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Hannah Stein: T: +49 681 302-64739, E-Mail: hannah.stein@iss.uni-saarland.de</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><a href="https://escade-project.de" target="_blank" rel="noreferrer">escade-project.de</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Pressefotos zum Download:&nbsp;</strong><br>Die Pressefotos können Sie mit Namensnennung des Fotografen als Fotonachweis honorarfrei in Zusammenhang mit dieser Pressemitteilung und der Berichterstattung über die Universität des Saarlandes verwenden.</p>
]]></content:encoded>
                                                                </item>
                        <item>
                        <title>OptimAIze: KI soll die Entwicklung neuer Antibiotika gegen resistente Keime beschleunigen</title>
                        <link>https://saarland-informatics-campus.de/piece-of-news/optimaize-ki-soll-die-entwicklung-neuer-antibiotika-gegen-resistente-keime-beschleunigen/</link>
                        <pubDate>Mon, 13 Jul 2026 22:00:00 +0000</pubDate>
                        <guid isPermaLink="false">https://saarland-informatics-campus.de/?post_type=sic_news&#038;p=27989</guid>
                        <description><![CDATA[Multiresistente Bakterien geh&#246;ren zu den gr&#246;&#223;ten medizinischen Herausforderungen unserer Zeit. Um die Entwicklung neuer Antibiotika deutlich effizienter zu gestalten, haben das Deutsche Forschungszentrum f&#252;r K&#252;nstliche Intelligenz (DFKI), die Universit&#228;t des Saarlandes, das Helmholtz-Institut f&#252;r Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS) und das Biotechnologieunternehmen smartbax GmbH das Verbundprojekt OptimAIze initiiert. Das Vorhaben kombiniert modernste Methoden der K&#252;nstlichen Intelligenz [&#8230;]]]></description>
                        <content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Multiresistente Bakterien gehören zu den größten medizinischen Herausforderungen unserer Zeit. Um die Entwicklung neuer Antibiotika deutlich effizienter zu gestalten, haben das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), die Universität des Saarlandes, das Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS) und das Biotechnologieunternehmen smartbax GmbH das Verbundprojekt OptimAIze initiiert. Das Vorhaben kombiniert modernste Methoden der Künstlichen Intelligenz mit innovativen biologischen Testverfahren, um vielversprechende Antibiotikakandidaten schneller zu identifizieren und gezielt zu optimieren.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Jährlich stehen weltweit Millionen Todesfälle in Zusammenhang mit Antibiotikaresistenzen. Gleichzeitig ist die Entwicklung neuer Antibiotika besonders risikoreich, da viele Wirkstoffkandidaten aufgrund unerwünschter Nebenwirkungen oder mangelnder Wirksamkeit bereits in frühen Entwicklungsphasen ausscheiden.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.dfki.de/web/forschung/projekte-publikationen/projekt/optimaize" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><strong>OptimAIze</strong></a> adressiert die dringende medizinische Notwendigkeit neuer Antibiotika und die besonderen Entwicklungsherausforderungen angesichts antimikrobieller Resistenzen und hoher präklinischer Ausfallraten, häufig bedingt durch ein ungünstiges Verhältnis von Wirksamkeit und Toxizität. Ziel ist die Entwicklung und Anwendung generativer KI-Methoden zur gezielten Modifikation von Wirkstoffkandidaten, um deren Wirksamkeit zu steigern und die Zytotoxizität – also die potenzielle Schädigung menschlicher Zellen – zu verringern. Innovativ ist besonders die Integration mechanistischen Wissens in die KI.</p>



<blockquote class="wp-block-quote quote__text m-0 is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="my-4 wp-block-paragraph"><em>„Künstliche Intelligenz eröffnet enorme Chancen für die Wirkstoffforschung. Gleichzeitig stoßen rein datengetriebene Modelle an Grenzen, insbesondere wenn nur wenige oder unausgewogene Daten zur Verfügung stehen. Deshalb setzen wir in OptimAIze auf die Kombination von KI und mechanistischem Fachwissen. So können wir nicht nur präzisere Vorhersagen treffen, sondern auch besser nachvollziehen, warum bestimmte Moleküle wirksam oder toxisch sind.&#8220;</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Prof. Dr. Verena Wolf, Forschungsbereichsleiterin Neuro-Mechanistische Modellierung, Projektkoordinatorin OptimAIze</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Im Mittelpunkt des Projekts steht ein neuartiger, geschlossener Lernkreislauf aus Künstlicher Intelligenz und experimenteller Validierung. Hochauflösende Daten zur Zytotoxizität werden mit modernen KI-Verfahren ausgewertet. Die Modelle lernen dabei nicht nur, die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Molekülen vorherzusagen, sondern können auch gezielt neue Wirkstoffvarianten vorschlagen, die anschließend experimentell getestet werden. Die Ergebnisse fließen wiederum zurück in die KI-Modelle und verbessern deren Vorhersagekraft kontinuierlich.<br>Der Mehrwert von OptimAIze liegt in der integrierten KI-Optimierung, die vielseitige KI- und Chemieinformatik-Expertise vereint, um effizient Moleküle mit besserer Antibiotikawirkung und geringerer Toxizität vorzuschlagen, die unmittelbar synthetisiert und getestet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Konsortium bringt hierfür komplementäre Kompetenzen zusammen: Das DFKI entwickelt Verfahren der erklärbaren und generativen KI, die Universität des Saarlandes steuert Expertise in Wirkstoffdesign, Sprachmodellen und Einzelzellanalysen bei, das HIPS übernimmt die chemische Synthese und Optimierung der Kandidaten, während die smartbax GmbH exklusive Daten und Wirkstoffprogramme aus der industriellen Antibiotikaforschung einbringt.&nbsp;<br>Neben der Entwicklung konkreter Antibiotikakandidaten verfolgt OptimAIze auch das Ziel, innovative KI-Methoden und Softwarewerkzeuge für die wissenschaftliche Gemeinschaft verfügbar zu machen. Die entwickelten Algorithmen sollen – soweit möglich – als Open Source veröffentlicht werden und damit langfristig weitere Forschungsprojekte im Kampf gegen Antibiotikaresistenzen unterstützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit einer Laufzeit von drei Jahren soll OptimAIze neue Maßstäbe für die KI-gestützte Wirkstoffforschung setzen und einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung antimikrobieller Resistenzen leisten. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt im Rahmen der Förderrichtlinie “Anwendung von Künstlicher Intelligenz in der Wirkstoffforschung“.</p>
]]></content:encoded>
                                                                </item>
                        <item>
                        <title>DAAD-Förderung hilft Nachwuchskräfte für Quantentechnologien und KI für das Saarland zu gewinnen</title>
                        <link>https://saarland-informatics-campus.de/piece-of-news/daad-foerderung-hilft-nachwuchskraefte-fuer-quantentechnologien-und-ki-fuer-das-saarland-zu-gewinnen/</link>
                        <pubDate>Tue, 07 Jul 2026 09:43:29 +0000</pubDate>
                        <guid isPermaLink="false">https://saarland-informatics-campus.de/?post_type=sic_news&#038;p=27772</guid>
                        <description><![CDATA[Die Universit&#228;t des Saarlandes geh&#246;rt zu den 20 Hochschulen in Deutschland, die k&#252;nftig gezielt internationale Spitzentalente f&#252;r K&#252;nstliche Intelligenz und Quantentechnologien gewinnen und langfristig an den Wissenschaftsstandort Deutschland binden sollen. Im bundesweiten Wettbewerb des Deutschen Akademischen Austauschdienstes setzte sich die Universit&#228;t mit ihrem Projekt &#8222;Saarland Future Minds Programme in Quantum Technologies and Artificial Intelligence&#8220; bei [&#8230;]]]></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Universität des Saarlandes gehört zu den 20 Hochschulen in Deutschland, die künftig gezielt internationale Spitzentalente für Künstliche Intelligenz und Quantentechnologien gewinnen und langfristig an den Wissenschaftsstandort Deutschland binden sollen. Im bundesweiten Wettbewerb des Deutschen Akademischen Austauschdienstes setzte sich die Universität mit ihrem Projekt „Saarland Future Minds Programme in Quantum Technologies and Artificial Intelligence“ bei mehr als 70 Bewerbungen durch.</strong></p>
<p><strong>Der DAAD fördert das Vorhaben bis Ende 2029 mit rund 709.000 Euro.</strong></p>
<p>Mit dem jüngst aus der Taufe gehobenen Zentrum für Quantentechnologien haben Land und Universität ihr Ziel unterstrichen, diese zentrale Zukunftstechnologie in der Forschungslandschaft, aber auch darüber hinaus, etwa in Ausgründungen von Unternehmen, im Saarland zu etablieren. Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) flankiert dieses Vorhaben nun mit einer umfassenden Förderung zur Gewinnung von Studierenden und Doktorandinnen und Doktoranden, die gezielt angeworben und gehalten werden sollen.</p>
<p>Das „Saarland Future Minds Programme in Quantum Technologies and Artificial Intelligence“ (FMP Quantum AI) unterstreicht die Relevanz der Universität des Saarlandes als bundesweit herausgehobener Standort, um exzellente Nachwuchskräfte für Zukunftstechnologien zu gewinnen. „Zugleich ist der Erfolg in der Förderlinie ‚Academic Horizons‘ ein Ausweis für die erfolgreiche internationale Ausrichtung der Universität des Saarlandes in Schlüsseltechnologien“, betont Universitätspräsident Professor Ludger Santen.</p>
<p>Unter der Projektleitung von Professor Moritz Weber, dem wissenschaftlichen Direktor des Zentrums für Quantentechnologien, sollen mit den Fördergeldern des DAAD Strukturen aufgebaut werden, die dreierlei Dinge ermöglichen: Zum ersten sollen international die besten Masterstudierenden und Promovierenden aus den Themenfeldern Quantentechnologien und Künstliche Intelligenz identifiziert werden. Wichtige Instrumente sind dabei internationale Partnerschaften und der Aufbau internationaler Sommerschulen mit Forschungsaufenthalten an der Universität. Zweitens sollen diese Talente durch umfassende Unterstützung vom ersten Kontakt bis zum Studienstart betreut werden, um ihre akademische und soziale Integration systematisch zu fördern. Und drittens sollen die hervorragenden jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in ihrer Karriereentwicklung unterstützt und langfristig an den Forschungsstandort Deutschland gebunden werden.</p>
<p>Jakob von Weizsäcker, Minister der Finanzen und für Wissenschaft des Saarlandes sagt dazu: „Der Fortschritt der Künstlichen Intelligenz und der Quantentechnologien wird von äußerst talentierten und engagierten Menschen gemacht. Diese Talente für das Saarland zu begeistern, ist für uns ein zentraler Standortfaktor. Dass die Universität des Saarlandes zu den bundesweit ausgewählten Hochschulen gehört, ist eine Auszeichnung für unseren Wissenschaftsstandort und unterstreicht die internationale Strahlkraft.“</p>
<p>Das Future Minds Programme Quantum AI leistet damit einen direkten Beitrag zum Programm „Academic Horizons“ des DAAD. Dieses hat zum Ziel, exzellente internationale Talente zu finden und zu integrieren, ihre wissenschaftliche Karriere zu fördern sowie die deutsche Innovationslandschaft in Schlüsseltechnologien der Zukunft, hier der Quantentechnologien und KI, nachhaltig zu stärken. Der DAAD fördert das Projekt Quantum AI seit dem 1. Mai 2026 bis Ende 2029 mit insgesamt 709.000 Euro.</p>
<p><strong>Weitere Informationen</strong> über das DAAD-Programm Academic Horizons: <a href="https://www.daad.de/de/infos-services-fuer-hochschulen/weiterfuehrende-infos-zu-daad-foerderprogrammen/academichorizons/" target="_blank" rel="noreferrer">https://www.daad.de/de/infos-services-fuer-hochschulen/weiterfuehrende-infos-zu-daad-foerderprogrammen/academichorizons/</a></p>
<p><strong>Fragen beantwortet:</strong></p>
<p>Prof. Dr. Moritz Weber<br />Tel.: 0681 302-2556&nbsp;<br />E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="thpsav1dlilyGthao5bup4zi5kl" data-mailto-vector="7">weber(at)math.uni-sb.de</a></p>
]]></content:encoded>
                                                                </item>
                        <item>
                        <title>23. UniCamp an der Universität des Saarlandes: Schülerinnen entdecken MINT-Forschung</title>
                        <link>https://saarland-informatics-campus.de/piece-of-news/23-unicamp-an-der-universitaet-des-saarlandes-schuelerinnen-entdecken-mint-forschung/</link>
                        <pubDate>Fri, 03 Jul 2026 06:10:23 +0000</pubDate>
                        <guid isPermaLink="false">https://saarland-informatics-campus.de/?post_type=sic_news&#038;p=27755</guid>
                        <description><![CDATA[Vom 20. bis 24. Juli wird der Campus der Universit&#228;t des Saarlandes zum Experimentierfeld f&#252;r neugierige Nachwuchstalente: Eine Woche lang erleben 22 Sch&#252;lerinnen der 8. und 9. Klassen spielerisch und praxisnah, wie spannend Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) sein k&#246;nnen. MINT-Forschung am Campus entdecken&#160;Die Universit&#228;t des Saarlandes z&#228;hlt in Informatik, Cybersicherheit und Schnittstellenforschung zu [&#8230;]]]></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vom 20. bis 24. Juli wird der Campus der Universität des Saarlandes zum Experimentierfeld für neugierige Nachwuchstalente: Eine Woche lang erleben 22 Schülerinnen der 8. und 9. Klassen spielerisch und praxisnah, wie spannend Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) sein können. </strong></p>
<p><strong>MINT-Forschung am Campus entdecken&nbsp;</strong><br />Die Universität des Saarlandes zählt in Informatik, Cybersicherheit und Schnittstellenforschung zu den profiliertesten MINT-Standorten in Deutschland. In den Schülerlaboren der Universität wird wissenschaftliche Arbeit auf höchstem Niveau für die Schülerinnen zugänglich. Sie experimentieren in modernen Laboren, löten eigene Schaltkreise, programmieren erste Anwendungen und stellen sich kniffligen mathematischen Herausforderungen. Begleitet werden die Teilnehmerinnen von erfahrenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die ihr Fachwissen und ihre Begeisterung für Forschung vermitteln.&nbsp;</p>
<p><strong>Im persönlichen Gespräch mit Vorbildern aus der Wissenschaft&nbsp;</strong><br />Ein Highlight sind die Begegnungen mit Professorinnen aus den MINT-Fächern. Sie berichten von ihren eigenen Wegen in Wissenschaft und Forschung und zeigen, wie vielfältig und spannend Karrieren in MINT sein können. So gewinnen die Schülerinnen persönliche Einblicke, die weit über den Schulunterricht hinausgehen.</p>
<p>„Das UniCamp ist für viele Teilnehmerinnen ein wichtiger erster Schritt in Richtung MINT“, sagt die Gleichstellungsbeauftragte der Universität des Saarlandes, Sybille Jung. „Besonders freut uns, dass sich viele ehemalige begeisterte Teilnehmerinnen nach dem Camp für weiterführende Programme an unserer Universität und später für ein MINT-Studium entscheiden.“</p>
<p>Auch außerhalb des Campus lernen die Teilnehmerinnen die Stärke des regionalen Forschungsnetzwerks kennen: Exkursionen zum Kompetenzzentrum für Molekulare Medizin in Homburg und in das Schülerlabor für Cybersicherheit des CISPA in St. Ingbert zeigen, welche Innovationskraft im Saarland steckt.&nbsp;</p>
<p><strong>Vielfältiges Rahmenprogramm sorgt für Ausgleich&nbsp;</strong><br />Während des Camps wohnen die Teilnehmerinnen im Gästehaus des Sportcampus in unmittelbarer Nähe zur Universität. Ein abwechslungsreiches Freizeitprogramm mit Sport, Film- und Spieleabenden sorgt für Gemeinschaft und Austausch nach einem spannenden Studien- und Experimentiertag.&nbsp;</p>
<p><strong>Starkes Engagement für Chancengleichheit&nbsp;</strong><br />Das UniCamp ist ein Projekt der Koordinationsstelle Gender Equality MINT (GEM) des Gleichstellungsbüros der Universität des Saarlandes und wird vom saarländischen Ministerium für Bildung und Kultur gefördert. Ziel ist es, junge Frauen frühzeitig für MINT-Fächer zu begeistern und sie in ihrer Studien- und Berufswahl zu stärken. Das Camp findet in diesem Sommer bereits zum 23. Mal statt und ist Teil einer umfassenden Förderkette für Frauen in MINT. Teilnehmerinnen des UniCamps können sich anschließend für das Mentoring-Programm MentoMINT für die Klassen 9 bis 11 bewerben oder bei entsprechender Eignung später beispielsweise auch ein Juniorstudium aufnehmen. Der Anteil weiblicher Studienanfängerinnen in den MINT-Fächern liegt bundesweit derzeit bei über 30 Prozent – mit leicht steigender Tendenz. Auch die Universität des Saarlandes will den Anteil weiblicher Studierender in den MINT-Fächern weiter erhöhen.</p>
<p><strong>Am 20. Juli werden Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot, Universitätspräsident Ludger Santen und die Gleichstellungsbeauftragte Sybille Jung zur feierlichen Eröffnung sprechen und die Schülerinnen begrüßen.</strong></p>
<p><strong>Weitere Informationen:&nbsp;</strong><br />Dr. Sybille Jung&nbsp;<br />Gleichstellungsbeauftragte der Universität des Saarlandes&nbsp;<br />Telefon: 0681 302-4795&nbsp;<br />E-Mail: unicamp@uni-saarland.de&nbsp;<br />Web: <a href="http://uni-saarland.de/unicamp" target="_blank" rel="noreferrer">uni-saarland.de/unicamp</a> &nbsp;&nbsp;</p>
<p>Pressefotos zum Download<br />&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
                                                                </item>
        </channel>
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