Computerlinguist Michael Hahn mit renommiertem Heinz Maier-Leibnitz-Preis ausgezeichnet

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Selbst die besten KI-Sprachmodelle, sogenannte Large Language Models, können bei logischen Fragestellungen deutlich danebenliegen. Dann stimmen Rechnungen nicht, Reihenfolgen werden falsch wiedergegeben oder die KI halluziniert und denkt sich falsche Kennzahlen oder Zitate aus. Für dieses Problem hat Michael Hahn, Computerlinguist der Fachrichtung Sprachwissenschaft und Sprachtechnologie, bereits vielversprechende Forschungsergebnisse vorzuweisen. Dafür wurde er nun mit dem Heinz Maier-Leibnitz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft ausgezeichnet – als einer von nur zehn Preisträger*innen deutschlandweit.

Alle großen Sprachmodelle basieren derzeit auf der so genannten Transformer-Architektur. Bei dieser hat man sich an der menschlichen Fähigkeit orientiert, auf relevante Informationen zu achten und nicht so wichtige Details zu ignorieren. Michael Hahn, Professor für Computerlinguistik der Universität des Saarlandes, konnte mathematisch beweisen, dass Transformer bei Aufgaben scheitern, in denen jeder Teil der Eingabe für die Ausgabe relevant ist. Wenn also nur ein einziges Zeichen verändert wird, kann dies das korrekte Ergebnis verändern. Darüber kann der Computerlinguist mit seinem interdisziplinären Team am Saarland Informatics Campus theoretische Einsichten gewinnen, mit denen man die Stärken und Schwächen von großen Sprachmodellen besser vorhersagen lassen.

Erst kürzlich hatte Michael Hahn für seine Forschung an der Schnittstelle von Maschinellem Lernen und Computerlinguistik 1,4 Millionen Euro von der Deutschen Forschungsgemeinschaft erhalten, um eine Emmy-Noether-Forschungsgruppe zu gründen (siehe Pressemitteilung vom 13.11.25). Der Heinz Maier-Leibnitz-Preis gilt als einer der renommiertesten Preise im deutschsprachigen Raum für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in einem frühen Karrierestadium. Er ist mit 200.000 Euro dotiert, die die Preisträgerinnen und Preisträger dabei unterstützen sollen, ihre wissenschaftliche Laufbahn weiter zu verfolgen. Der Preis ist benannt nach dem Physiker und ehemaligen Präsidenten der Deutschen Forschungsgemeinschaft Heinz Maier-Leibnitz und wird seit 1977 vergeben.

Hintergrund:

Der Heinz Maier-Leibnitz-Preis gilt als einer der renommiertesten Preise im deutschsprachigen Raum für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in einem frühen Karrierestadium. Er ist mit 200.000 Euro dotiert, die die Preisträgerinnen und Preisträger dabei unterstützen sollen, ihre wissenschaftliche Laufbahn weiter zu verfolgen. Der Preis ist benannt nach dem Physiker und ehemaligen Präsidenten der Deutschen Forschungsgemeinschaft Heinz Maier-Leibnitz und wird seit 1977 vergeben.

Hintergrund Saarland Informatics Campus
1000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (darunter 540 Promovierende) und rund 2800 Studierende aus mehr als 80 Nationen machen den Saarland Informatics Campus (SIC) zu einem der führenden Standorte für Informatik in Deutschland und Europa. Vier weltweit angesehene Forschungsinstitute, nämlich das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), das Max-Planck-Institut für Informatik, das Max-Planck-Institut für Softwaresysteme, das Zentrum für Bioinformatik, sowie die Universität des Saarlandes mit drei vernetzten Fachbereichen und 24 Studiengängen decken das gesamte Themenspektrum der Informatik ab.

Weitere Informationen: 

Pressemitteilung der Deutschen Forschungsgemeinschaft 

Informationen zum Heinz Maier-Leibnitz-Preis

Persönliche Webseite von Professor Michael Hahn: https://www.mhahn.info

Fragen beantwortet:

Prof. Dr. Michael Hahn
Lehrstuhl für Language, Computation, and Cognition
Tel. 0681 302-4343
E-Mail: mhahn(at)lst.uni-saarland.de