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Bachelorstudiengänge

Die Universität des Saarlandes (UdS) bietet in der Informatik verschiedene grundständige Studiengänge an. Studenten können je nach Interesse zwischen Informatik, Bioinformatik, Medieninformatik und Cybersicherheit auswählen. Zudem gibt es in Saarbrücken noch den Bachelor Computerlinguistik. Hierbei lernen Studenten unter anderem, Computern die menschliche Sprache beizubringen. Darüber hinaus bietet der Saarland Informatics Campus den Studiengang „Eingebettete Systeme“ an. Er vermittelt wichtige Grundlagen, die für die Steuerung von technischen Systemen relevant sind.

Informatik

Informatik ist die Lehre der systema­ti­schen Lösung von Problemen mit Hilfe ei­nes Com­pu­t­ers. Das Bachelor-Studium bietet zunächst einen breiten Überblick über mathematische Grundlagen sowie die zugrunde liegenden Teilgebiete der Informatik um eine solide Basis für die spätere Wahl der Vertiefungsmöglichkeiten zu schaffen.

Zulassung

Der Bachelor-Studiengang Informatik ist nicht zulassungsbeschränkt. Die Einschreibung von Studierenden aus Deutschland erfolgt direkt beim Studierendensekretariat der Universität des Saarlandes.
Die Lehrveranstaltungen des Studienganges finden in den ersten vier Semestern in deutscher Sprache statt. Ab dem fünften Semester werden sie vornehmlich in englischer Sprache gehalten.

Allgemeine Informationen

Der sechssemestrige Bachelor-Studiengang Informatik  (Abschluss: Bachelor of Science) umfasst:

  • – Vorlesungen mit Übungen zu folgenden fundamentalen Themen der Informatik (Programmierung 1 und 2, Systemarchitektur, Informationssysteme, Theoretische Informatik, Nebenläufige Programmierung, Grundzüge von Algorithmen und Datenstrukturen)
  • – Vorlesungen mit Übungen zu den mathematischen Grundlagen
  • – Wahlvorlesungen aus der Informatik
  • – Ein Softwarepraktikum, in welchem im Team ein komplexes Software-Produkt erstellt wird
  • – Ein Proseminar und ein Seminar, in welchen Forschungsergebnisse dargestellt und diskutiert werden
  • – Lehrveranstaltungen eines wählbaren Nebenfachs wie z.B. Mathematik, Computerlinguistik, Systems Engineering, etc.
  • – Eine Bachelor-Arbeit

Mit dem Bachelor erwerben Sie so bereits nach sechs Semestern einen ersten berufsqualifizierenden Abschluss, der verantwortungsvolle und herausfordernde Tätigkeiten in der Industrie ermöglicht.

Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen (FAQ) zum Bachelor-Studium Informatik finden Sie in unserem kleinen Studienführer. Den rechtlichen Rahmen für das Studium können Sie in der Bachelorstudienordnung (pdf) und in der Gemeinsamen Prüfungsordnung (pdf) nachlesen. Die einzelnen Module des Bachelorstudiums können Sie in unseren ausführlichen Modulbeschreibungen nachlesen.

Ablauf

Das Studium gliedert sich in einsemestrige Lehrveranstaltungen – Vorlesungen, Übungen, Praktika und Seminare. Jede Veranstaltung hat ein in Leistungspunkten angegebenes Gewicht. Leistungspunkte („Credits“) beschreiben den tatsächlichen Arbeitsaufwand, den Sie für eine Lehrveranstaltung leisten müssen – insgesamt werden 30 Leistungspunkte pro Semester verlangt. Leistungspunkte sind im Rahmen des European Credit Transfer System europaweit genormt und erleichtern so den Import und Export von Studien- und Prüfungsleistungen an ausländischen Hochschulen – etwa für ein Semester im Ausland. Der Bachelor-Studiengang umfasst 180 Leistungspunkte (ca. 94 Semesterwochenstunden und Abschlussarbeit). Es können bis zu 6 unbenotete Leistungspunkte aus Sprachkursen eingebracht werden.

Jede Lehrveranstaltung schließt mit einer Leistungskontrolle ab – meist eine benotete schriftliche Klausur. Bestandene Leistungskontrollen sind studienbegleitende Prüfungsleistungen, aus denen sich die Bachelorprüfung zusammensetzt. Die Gesamtnote Ihres Abschlusses bildet sich schließlich aus der nach Leistungspunkten gewichteten Mittel der benoteten Prüfungsleistungen. Für ein erfolgreiches Studium müssen Sie nicht nur Abstraktionsvermögen und mathematisch-technisches Verständnis aufbringen. Auch soziale Kompetenz für die Projektarbeit im Team und das Darstellen Ihrer Ergebnisse ist gefragt.

Der Bachelor-Studiengang bietet individuelle Vertiefungsmöglichkeiten – ganz nach persönlichem Interesse. Alle Lehrveranstaltungen sind hierbei zeitlich so organisiert, dass Sie in einem speziellen Förderprogramm auch wesentlich schneller als in der Regelstudienzeit zum erfolgreichen Abschluss gelangen können – womöglich schon nach 5 Semestern zum Bachelor. Voraussetzung für das Förderprogramm: Sie müssen besonders begabt sein und exzellente Leistungen vorweisen.

Dr. Tanja Breinig
Studienkoordinatorin
+49 681 302 58092
Saarland Informatics Campus E1 3, R. 209,
66123 Saarbrücken

Bioinformatik

Der Bachelor-Studiengang Bioinformatik ist eng mit der Fachrichtung Informatik vernetzt. Fast alle Kernkompetenzen der Bioinformatik wie die Biologie, Biochemie, Pharmazie und Informatik sind auf dem Campus konzentriert.

Zulassung

Der Studiengang unterliegt (lokalen) Zulassungsbeschränkungen.

Allgemeine Informationen

Die Bioinformatik entwickelt Algorithmen und Software, mit denen man biochemische Prozesse simulieren und molekularbiologische Daten analysieren kann.

Die Veröffentlichung der Sequenz des menschlichen Genoms im Februar 2001 gilt als bedeutender Meilenstein in der Geschichte der Forschung; entsprechend groß war das Echo in den Medien. Die Bioinformatik hatte an diesem wissenschaftlichen Ergebnis den größten Anteil. Die weitaus größeren Herausforderungen liegen aber noch vor uns: Die Gene müssen gefunden und auf ihre Funktion hin untersucht werden, um schließlich das Zusammenspiel der Gene zu verstehen und auf dieser Basis die Entwicklung neuer Medikamente zu ermöglichen. Diese Aufgaben sind noch um ein Vielfaches komplexer als das Zusammensetzen der DNA-Sequenz. Die Bioinformatik liefert entscheidende Beiträge zur Lösung dieser Herausforderungen.

Die Bioinformatik trägt auch wesentlich zur Entwicklung neuer Medikamente bei: In großen Wirkstoff-Datenbanken wird nach geeigneten Kandidaten gesucht (Screening, Docking), die effektiv sind, möglichst wenig unerwünschte Nebenwirkungen haben und zudem in der Lage sind, den Zielort im Körper zu erreichen (Überwindung biologischer Barrieren). Die Optimierung bekannter Therapien wird durch Verfahren der Bioinformatik unterstützt: Durch den Vergleich ganzer Genome verschiedener Individuen können Unterschiede (SNPs) gefunden werden, die eine Individualisierung von Therapien ermöglichen.

Ablauf

Die Regelstudienzeit des Studiengangs beträgt im Vollzeitstudium sechs Semester, im Teilzeitstudium bis zu neun Semestern. Auf Antrag können Teile des Studiums – höchstens acht Semester – in Teilzeit absolviert werden; das Semester, in dem die Bachelor-Arbeit angefertigt wird, ist in Vollzeit zu erbringen.

Der akkreditierte Bachelor-Studiengang Bioinformatik vermittelt eine wissenschaftliche Grundqualifizierung in der Bioinformatik sowie grundlegende Fachkenntnisse der Biowissenschaften und der Informatik. Absolvent/inn/en dieses Studiengangs sollen Probleme und Fragestellungen der Bioinfomatik und ihrer Anwendungen verstehen können, mathematisch modellieren und wissenschaftliche Methoden und Erkenntnisse der Informatik auf diese Probleme anwenden können.

Als akademischer Grad wird der „Bachelor of Science (B.Sc.)“ verliehen, der in zwei verschiedenen Vertiefungsrichtungen

1. „Methodische Bioinformatik“ (CMB – Computational Molecular Biology) oder
2. „Angewandte Bioinformatik“ (BI – Bioinformatics)

erworben werden kann.

Karin Jostock
Sekretariat und Prüfungsamt ZBI
+49 681 302 64702
Saarland Informatics Campus E2 1, R. 408,
66123 Saarbrücken

Computerlinguistik

Computerlinguistik erforscht die Verarbeitung menschlicher Sprache. Dazu verbindet sie Inhalte und Methoden aus der Informatik, der Sprachwissenschaft und der Kognitionswissenschaft und verwendet Grundlagen aus der Mathematik wie beispielsweise formale Logik und Statistik.

Zulassung

Der Bachelor-Studiengang Computerlinguistik unterliegt aktuell keinen Zulassungsbeschränkungen. Die Aufnahme des Studiums ist derzeit nur zum Wintersemester möglich. Die Unterrichtssprache ist überwiegend Deutsch. Einzelne Veranstaltungen werden auf Englisch gelehrt.

Allgemeine Informationen

Der Bachelor „Computerlinguistik“ ist ein spannender Studiengang an der Schnittstelle von Sprachwissenschaft und Informatik. Die Computerlinguistik erforscht die Verarbeitung menschlicher Sprache. Ihre Modelle geben Antworten auf die Frage, wie Sprache funktioniert, wie Sprache, Denken und Kommunikation zusammenhängen und wie sprachverstehende Systeme auf dem Computer realisiert werden können. Aus der modernen Informationstechnologie ist die Computerlinguistik nicht mehr wegzudenken: Suchmaschinen, maschinelle Übersetzungssysteme oder Sprach-Dialogsysteme sind nur einige ihrer zahlreichen Anwendungsgebiete.

Ablauf

Der Bachelor-Studiengang Computerlinguistik umfasst Prüfungsleistungen im Umfang von insgesamt 180 Leistungspunkten (CP) aus den Bereichen:

– Mathematische Grundlagen (25 CP)
– Sprachwissenschaftliche Grundlagen (24 CP)
– Computerlinguistische Grundlagen (27 CP)
– Computerlinguistische Seminare und Softwareprojekte (31 CP)
– Ergänzungsfach oder Veranstaltungen zur Struktur einer Fremdsprache (24 CP).

Mögliche Ergänzungsfächer sind Informatik, Kognitive Psychologie, Phonetik und Neuere deutsche Sprachwissenschaften. Als Sprache soll eine nicht-indoeuropäische Sprache wie z.B. Chinesisch oder Japanisch gewählt werden.

– Im Wahlbereich (30 CP) können Vorlesungen der Informatik sowie Seminare und Vorlesungen der Computerlinguistik eingebracht werden. Auf Antrag kann ein Berufpraktikum (8 CP) absolviert werden.

Das Studium schließt nach 6 Semestern mit einem Bachelor-Seminar (7 CP) und der Bachelor-Arbeit (12 CP) ab.

Dr. Stefan Thater
Studienberatung der Computerlinguistik
+49 681 302 - 4496
Campus C7 2,
66123 Saarbrücken

Cybersicherheit

Der Studiengang Cybersicherheit befasst sich mit allen Aspekten der IT-Sicherheit. Schon ab dem ersten Tag legt der Studiengang die Grundlagen für ein umfassendes Verständnis der IT-Sicherheit (z.B. in der Vorlesung „Grundlagen der Cybersicherheit“). Das vermittelte Wissen in den Bereichen der IT-Sicherheit wird durch Inhalte aus dem klassischen Informatikstudium komplementiert.

Zulassung

Der Bachelor-Studiengang Informatik ist nicht zulassungsbeschränkt. Die Einschreibung von Studierenden aus Deutschland erfolgt direkt beim Studierendensekretariat der Universität des Saarlandes.

Die Lehrveranstaltungen des Studienganges finden teilweise schon ab dem ersten Semester in englischer Sprache statt.

Allgemeine Informationen

Der sechssemestrige Bachelor-Studiengang Cybersicherheit  (Abschluss Bachelor of Science) beinhaltet:

  • – Vorlesungen mit Übungen zu folgenden fundamentalen Themen der Informatik und Cybersicherheit (Grundlagen der Cybersicherheit 1 und 2, Programmierung 1 und 2, Systemarchitektur, Cryptography, Security, Informationssysteme, Theoretische Informatik, Nebenläufige Programmierung, Grundzüge von Algorithmen und Datenstrukturen)
  • – Vorlesungen mit Übungen zu den mathematischen Grundlagen aus der Analysis und der Linearen Algebra
  • – weitere Wahlvorlesungen aus der Cybersicherheit
  • – ein Softwarepraktikum, in dem Sie im Team ein komplexes Software-Produkt erstellen
  • – ein Proseminar und ein Seminar, in denen Sie Forschungsergebnisse darstellen und diskutieren
  • – eine Bachelorarbeit

 

Alle Vorlesungen sind ausgelegt, Brücken zwischen Theorie und Praxis zu schlagen. Mit dem Bachelor erwerben Sie so bereits nach sechs Semestern einen ersten berufsqualifizierenden Abschluss, der nicht nur eine wissenschaftlich orientierte Qualifizierung darstellt, sondern auch ein praxisorientiertes Arbeiten in Industrie und Wirtschaft ermöglicht.

Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen (FAQ) zum Bachelor-Studium Cybersicherheit finden Sie in unserem kleinen Studienführer. Den rechtlichen Rahmen für das Studium können Sie in der Studien- und Prüfungsordnung (pdf) nachlesen. Die einzelnen Module des Bachelorstudiums können Sie in unseren ausführlichen Modul-Beschreibungen  nachlesen.

Ablauf

Das Studium gliedert sich in einsemestrige Lehrveranstaltungen – Vorlesungen, Übungen, Praktika und Seminare. Jede Veranstaltung hat ein in Leistungspunkten angegebenes Gewicht. Leistungspunkte („Credits“) beschreiben den tatsächlichen Arbeitsaufwand, den Sie für eine Lehrveranstaltung leisten müssen – insgesamt werden 30 Leistungspunkte pro Semester verlangt. Leistungspunkte sind im Rahmen des European Credit Transfer System europaweit genormt und erleichtern so den Import und Export von Studien- und Prüfungsleistungen an ausländischen Hochschulen – etwa für ein Semester im Ausland. Der Bachelor-Studiengang umfasst 180 Leistungspunkte (ca. 94 Semesterwochenstunden und Abschlussarbeit). Es können bis zu 6 unbenotete Leistungspunkte aus Sprachkursen eingebracht werden.

Jede Lehrveranstaltung schließt mit einer Leistungskontrolle ab – meist eine benotete schriftliche Klausur. Bestandene Leistungskontrollen sind studienbegleitende Prüfungsleistungen, aus denen sich die Bachelorprüfung zusammensetzt. Die Gesamtnote Ihres Abschlusses bildet sich schließlich aus der nach Leistungspunkten gewichteten Mittel der benoteten Prüfungsleistungen. Für ein erfolgreiches Studium müssen Sie nicht nur Abstraktionsvermögen und mathematisch-technisches Verständnis aufbringen. Auch soziale Kompetenz für die Projektarbeit im Team und das Darstellen Ihrer Ergebnisse ist gefragt.

Studienführer
Dr. Tanja Breinig
Studienkoordinatorin
+49 681 302 58092
Saarland Informatics Campus E1 3, R. 209,
66123 Saarbrücken

Eingebettete Systeme

Der neue Bachelorstudiengang „Eingebettete Systeme“ an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken konzentriert sich genau auf die Teile der Informatik, die für die Steuerung technischer Systeme notwendig sind.

Zulassung

Der Studiengang Eingebettete Systeme unterliegt aktuell keiner Zulassungsbeschränkung. Die Aufnahme des Studiums ist i.d.R. nur zum Wintersemester möglich.

Allgemeine Informationen

Der Studiengang Eingebettete Systeme wurde zum Wintersemester 2016/17 neu eingerichtet und löst den bisherigen Bachelor Computer- und Kommunikationstechnik ab.

Insulinpumpen, Spülmaschinen, DVD-Recorder, Solaranlagen, Hochgeschwindigkeitszüge und moderne Nähmaschinen haben alle etwas gemeinsam: Sie funktionieren, weil meist mehrere Kleinstcomputer in ihnen arbeiten. Zwar besitzen sie weder Tastatur noch Bildschirm, aber dennoch werden sie durch unzählige Programme gesteuert – „eingebettet“, nennt das der Experte.
Bereits heute gibt es mehr eingebettete Systeme als normale Computer. Gerade sie müssen richtig programmiert sein.

Ablauf

Der Kernbereichsbachelor umfasst insgesamt 180 CP; davon entfallen 102 CP auf den Pflichtbereich, der auch das Bachelorseminar (9 CP) und die Bachelorarbeit (12 CP) beinhalt.

Folgende Module sind in diesem Pflichtbereich zu belegen:

– Perspektiven der Informatik (2 CP)
– „Höhere Mathematik für Ingenieure 1-3″ (kann auch durch „Mathematik für Informatiker 1-3“ ersetzt werden) (27 CP)
– Einführung in eingebettete Systeme (6 CP)
– Programmierung 1 (9 CP)
– Programmierung 2 (9 CP)
– Grundlagen der Elektrotechnik 1 (5 CP)
– Softwarepraktikum (9 CP)
– Embedded Systems (9 CP)
– Proseminar (5 CP)

Dr. Tanja Breinig
Studienkoordinatorin
+49 681 302 58092
Saarland Informatics Campus E1 3, R. 209,
66123 Saarbrücken

Mathematik und Informatik

Mathematik ist die Grundlage für die Informatik und gleichzeitig eröffnet die Informatik wiederum spannende Betätigungsfelder für die Mathematik.

Zulassung

Der Studiengang Mathematik und Informatik wird voraussichrlich keiner Zulassungsbeschränkung unterliegen. Die Aufnahme des Studiums ist i.d.R. nur zum Wintersemester möglich.

Allgemeine Informationen

Wie können Autos selbständig fahren? Wie kann man es erreichen, dass Computer auf Röntgenbildern besser Tumore erkennen können als Ärzte? Wie kann man beweisen, dass ein Algorithmus korrekt ist?

Viele moderne Fragestellungen erfordern fundierte Kenntnisse sowohl in der Mathematik als auch in der Informatik. Zudem ist die Mathematik die Grundlage für die Informatik, gleichzeitig eröffnet die Informatik spannende Betätigungsfelder für die Mathematik.

Die Saarbrücker Informatik ist dafür bekannt, dass sie sehr viel Wert auf mathematische Grundlagen legt; und im Fachbereich Mathematik gibt es renommierte Forschungsgruppen, die Probleme mithilfe von Computern lösen.

Mit dem integrierten Bachelorstudiengang für Mathematik und Informatik wurde erstmalig in Deutschland die Möglichkeit geschaffen, die Grundlagen beider Fächer gleichberechtigt zu studieren.

Ablauf

Das Bachelorstudium Mathematik und Informatik vermittelt in sechs Semestern die fundamentalen Inhalte sowohl der Mathematik als auch der Informatik. Auf mathematischer Seite umfasst dies die Analysis, Lineare Algebra, Numerik und Stochastik. Im Informatikbereich werden insbesondere Grundlagen aus Programmierung, Algorithmen und Datenstrukturen sowie aus der theoretischen Informatik vermittelt. Diese Kenntnisse erlauben es den Studenten, sich in beiden Fächern in beliebige Spezialgebiete zu vertiefen.

Prof. Dr. Peter Ochs
Mathematical Optimization Group
+49(0) 681 302- 57355
Saarland Informatics Campus E1 7, R. 409,
66123 Saarbrücken

Medieninformatik

Das Studium der Medieninformatik an der Universität des Saarlandes (UdS) verbindet Inhalte aus dem klassischen Informatikstudium mit den künstlerischen Aspekten der Mediengestaltung und Erkenntnissen aus der Wahrnehmungspsychologie. Die Studenten werden dazu auch Veranstaltungen der Hochschule der Bildenden Künste in Saarbrücken sowie des Fachbereichs Psychologie der Saar-Uni besuchen.

Zulassung

Der Studiengang unterliegt (lokalen) Zulassungsbeschränkungen.

Allgemeine Informationen

Neue mobile Geräte, die auf kleinstem Raum eine hohe Rechenleistung unterbringen, eröffnen vielfältige Kommunikationswege. Um diese kreativ zu nutzen und für den Verbraucher möglichst einfach zu gestalten, sind die Kenntnisse von Medieninformatikern gefragt. Die Universität des Saarlandes bietet dafür ab dem Wintersemester einen neuen Studiengang an. Er verbindet Inhalte aus dem klassischen Informatikstudium mit den künstlerischen Aspekten der Medien¬gestaltung und Erkenntnissen aus der Wahrnehmungspsychologie. Die Studenten werden dazu auch Veranstaltungen der Hochschule der Bildenden Künste in Saarbrücken sowie des Fachbereichs Psychologie der Saar-Uni besuchen.

„Medieninformatiker müssen zum einen die theoretischen und praktischen Grundlagen der Informatik beherrschen. Sie sollten sich darüber hinaus auch mit den gestalterischen und sozialen Fragen der digitalen Medien beschäftigen und sich dafür interessieren, wie die Kommunikation zwischen Mensch und Maschine verbessert werden kann“ sagt Antonio Krüger. Er ist Professor mit dem Schwerpunkt Künstliche Intelligenz im Handel der Universität des Saarlandes und Wissenschaftler am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI). Der Informatiker erforscht zusammen mit der Handelskette Globus den Supermarkt der Zukunft und untersucht, wie neuartige Kommunikationstechniken den täglichen Einkauf in einigen Jahren vereinfachen können.

„Die Erkenntnisse aus diesem Forschungsprojekt lassen sich auf viele weitere Alltagsszenarien anwenden. Unsere Forschung dient dabei den Medieninformatik-Studenten nicht nur als anschauliches Beispiel, sondern gibt ihnen die Möglichkeit an aktueller und praxisnaher Forschung selbst aktiv mitzuwirken“, erläutert Krüger. Als potentielle Arbeitgeber für Medieninformatiker nennt er Multimedia-Firmen, Werbeagenturen oder Unternehmen für Softwareentwicklung und Telekommunikation. Außerdem sei ihr Wissen in Rundfunkanstalten und Verlagen sowie bei der internen Schulung von Unternehmen gefragt. „Der Studiengang Medieninformatik wird dafür einen hohen Praxisanteil mit Projektarbeiten in kleinen Teams beinhalten. So werden die Studenten den professionellen Umgang mit den Multimediatechnologien kennen lernen, etwa bei der Audio- und Bildverarbeitung“, sagt der Informatik-Professor. Darüber hinaus sollen sich die Studenten auch kritisch mit den gesellschaftlichen Auswirkungen der digitalen Medien auseinandersetzen.

Schon während des Studiums können sich die Medieninformatiker in Saarbrücken an vielfältigen Forschungsprojekten beteiligen. Die Fachrichtung Informatik an der Saar-Uni beschäftigt rund 30 Professoren mit einer breiten Palette an Themen, von der Computergraphik über die Softwaretechnik bis hin zur Sprachtechnologie. Das Exzellenzcluster „Multimodal Computing and Interaction“ umfasst weitere 20 junge Forschergruppen. Außerdem befinden sich die Max-Planck-Institute für Informatik und Softwaresysteme sowie das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz auf dem Campus der Universität.

Ablauf

Im sechssemestrigen Studiengang mit dem Abschluss Bachelor of Science (B.Sc.) lernen Studierende die digitale Informationsverarbeitung und die dafür benötigten digitalen Kommunikationstechniken kennen. Sie entwickeln ein Verständnis für die Prinzipien digitaler Medien und erfahren, wie man Software konzipiert, programmiert und implementiert.

Inhaltlich umfasst das Studium Grundlagenveranstaltungen aus dem Informatikstudium wie zum Beispiel die Softwareentwicklung, die Theoretische Informatik oder Datenbanken. In den Mathematikveranstaltungen für Informatiker wird außerdem das nötige Wissen über mathematische Gesetzmäßigkeiten vermittelt. Daneben gibt es eigene Veranstaltungen für Medieninformatiker. Die Studierenden belegen weiterhin Veranstaltungen der Medienpsychologie (in der FR Psychologie der Saar-Uni) sowie Veranstaltungen des Fachgebietes Media Art & Design an der der Hochschule der Bildenden Künste in Saarbrücken.

Die Schwerpunkte des Medieninformatik-Studiengangs sind:

– Informatik (ca. 42%)
– Digitale Medien (ca. 30%)
– Praktika und Projekte (ca. 11%)
– Mathematik (ca. 10%)
– Medienpsychologie (ca. 7%)

Prof. Dr. Antonio Krüger
Ubiquitous Media Technologies
+49 681 85775 5075
Campus D3 4,
66123 Saarbrücken

Lehramtsstudium Informatik

Das Fach Informatik kann man für das Lehramt an beruflichen Schulen oder an Gymnasien und Gesamtschulen wählen.

Zulassung

Alle Lehramtsfächer unterliegen derzeit Zulassungsbeschränkungen.

Angemessene Kenntnisse des Englischen (Niveau B2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens), sind i.d.R. durch Schulzeugnisse bei Wahl der englischsprachigen Stamm- oder Vertiefungsvorlesungen nachzuweisen.

Allgemeine Informationen

Das Fach Informatik ist als allgemein bildendes oder berufliches Fach für das Lehramt an beruflichen Schulen (LAB) wählbar oder als allgemein bildendes Fach für das Lehramt für die Sekundarstufe I und Sekundarstufe II (LS1 + 2) in der Regel nur in Kombination mit Mathematik.

Struktur und Kombinationsmöglichkeiten

Ablauf

Die Lehramtsstudiengänge umfassen das Studium von zwei Lehramtsfächern und das Studium des Faches Bildungswissenschaften.

Die Studieninhalte des Lehramtsfaches Informatik beinhalten fachwissenschaftliche Veranstaltungen, die gemeinsam mit den Bachelorstudenten der Informatik besucht werden und fachdidaktische Veranstaltungen.

Inhalte der Pflichtmodule sind u.a.:

– Programmierung
– Systemarchitektur
– Grundzüge von Algorithmen und Datenstrukturen
– Informationssysteme
– Nebenläufige Programmierung
– Grundzüge der Theoretischen Informatik
– Softwaredesignpraktikum
– Didaktik der Informatik

Student Advisory Service
+49 681 302 3513
Campus A4 4,
66123 Saarbrücken

Wirtschaftsinformatik

Als interdisziplinäres Fach bildet die Wirtschaftsinformatik die Schnittstelle zwischen der Betriebswirtschaftslehre und der Informatik und bietet damit vielfältige Spezialisierungsmöglichkeiten in Studium und Beruf.

Zulassung

Der Studiengang Wirtschaftsinformatik unterliegt aktuell keiner Zulassungsbeschränkung.
Die Aufnahme des Studiums ist in der Regel im Winter- und Sommersemester möglich; wobei eine Aufnahme im Wintersemester empfohlen wird.

Allgemeine Informationen

Als interdisziplinäres Fach bildet die Wirtschaftsinformatik die Schnittstelle zwischen der Betriebswirtschaftslehre und der Informatik. Zu ihren Aufgaben gehört die Lösung betriebswirtschaftlicher Aufgabenstellungen durch die Entwicklung und den Einsatz geeigneter Informations- und Kommunikationslösungen sowie die Analyse neuer Informationstechnologien hinsichtlich ihrer Anwendungspotenziale für die betriebliche Praxis. Die Bedeutung reiner Hardware- und Programmierkenntnisse tritt dabei gegenüber der Fähigkeit zur Konzeption IT-gestützter Lösungen und zur kooperativen Umsetzung in betrieblichen Organisationen zurück. Neben den Grundlagen der Informationsverarbeitung vermittelt das Studium der Wirtschaftsinformatik daher insbesondere betriebswirtschaftlich analytisches Denkvermögen.

Ablauf

Das praxisorientierte Studium bietet die Möglichkeit, nach sechs Semestern einen berufsqualifizierenden Hochschulabschluss (Bachelor of Science, B.Sc.) zu erwerben. Das Studium vermittelt die grundlegenden wissenschaftlichen Inhalte und Methoden der Fachdisziplinen Wirtschaftsinformatik, Informatik und Betriebswirtschaftslehre. Mit dem Abschluss des Bachelorstudiums wird die Fähigkeit zur Anwendung der vermittelten Kenntnisse auf die Lösung praktischer Aufgaben der Wirtschaftsinformatik im beruflichen Umfeld erlangt.

Das Curriculum des dreijährigen Bachelor-Studienganges weist einen Gesamtumfang von 180 CP auf und unterteilt sich in folgende Bereiche:

– Quantitative Methoden (30 CP)
– Wirtschaftsinformatik (30 CP)
– Wirtschaftswissenschaft (36 CP)
– Informatik (39 CP)
– Generelle und überfachliche Qualifikationen (12 CP)
– Vertiefung (33 CP)

Sandra Nitschke
Wirtschaftswissenschaftliches Prüfungssekretariat
+49 681 302 3607
Campus B4 4, R. 1.14,
66123 Saarbrücken

Förderprogramm

Mit dem Förderprogramm werden besonders begabte und leistungswillige Studierende unterstützt, indem sie bei ihrer wissenschaftlichen Ausbildung besonders intensiv betreut werden.

Was ist das Förderprogramm?

Ziel des  Förderprogramms ist es, begabte und leistungswillige Studierende durch gezielte Betreuung in ihrer wissenschaftlichen Ausbildung zu unterstützen, insbesondere um ihnen sehr gute Abschlüsse zu ermöglichen. Des weiteren können sie so ihre Abschlüsse ein bis zwei Semester unterhalb der Regelstudienzeit erwerben.

Wie komme ich in das Förderprogramm?
  • Studierende werden jeweils nach dem Wintersemester (nach dem ersten bzw. zweiten Fachsemester ) auf Vorschlag von Dozenten in das Programm aufgenommen. Grundlage hierfür sind vor allem exzellente Studienleistungen. Über die Aufnahme entscheidet der Leiter des Förderprogramms.
  • Studierende können auch noch nachträglich auf Antrag in das Förderprogramm aufgenommen werden. Hierfür sind neben dem Anschreiben folgende Unterlagen einzureichen: eine Kopie des Abiturzeugnisses, Nachweise über alle erbrachten Studienleistungen sowie eine kurzer Bericht über das bisherige Studium. Die Unterlagen können bei Frau Hornung (Geb. E1 3, R 512), eingereicht werden. Der Leiter des Förderprogramms entscheidet auch in diesen Fällen über die Aufnahme in das Förderprogramm.
Was wird geboten?
  • Jedem Studierenden des Förderprogramms wird ein/eine Professor/Professorin als Mentor/Mentorin zugeordnet. Der/die Mentor/Mentorin bespricht regelmäßig mit dem/der Studierenden dessen Leistungsstand und berät ihn/sie bei der Studienplanung.
  • Für die Studierenden des Förderprogramms wird in jedem Semester mindestens eine spezielle Übungsgruppe gebildet.
  • Durch diese Betreuungsmaßnahmen möchten wir den Studierenden des Programms die Möglichkeit geben, schnell und sehr gut studieren zu können, sowie die anderen sehr guten Studierenden eines Jahrganges kennen lernen und mit ihnen zusammen arbeiten zu können.
Was wird erwartet?
  • Die Studierenden des Förderprogramms sollen einen sehr guten bzw. sehr zügigen Abschluss erreichen. Ein Durchschnitt der Gesamtnote 1,3 oder besser bzw. ein Durchschnitt von 1,9 oder besser und gleichzeitig im Mittel pro Semester mindestens 35 LP werden als Leitung von Studierenden im Förderprogramm vorausgesetzt. Die Studienleistungen der Teilnehmer am Förderprogramm werden jedes Semester überprüft. Studierende können vom Programm ausgeschlossen werden.
  • Jeder Studierende des Förderprogramms muss mindestens 4 Leistungspunkte durch die Betreuung einer Übungsgruppe einer Lehrveranstaltung der Informatik erwerben.
  • Jeweils in der ersten Woche eines Semesters muss in Eigenregie ein Termin für ein Gespräch mit dem/der Mentor/Mentorin vereinbart werden.
  • Zum Ende eines jeden Semesters erwarten wir von jedem Studierenden des Programms einen circa zweiseitigen Studienbericht, dem Kopien aller erbrachten Studienleistungen bei zu legen sind. Die Berichte müssen jeweils zum Beginn des nächsten Semesters eingereicht werden (2. Oktoberwoche bzw. 2. Aprilwoche.) Hierbei geht eine Kopie an den/die Mentor/Mentorin und eine Kopie an die Studienkoordinator.
Prof. Dr. Gert Smolka
Programming Systems
+49 681 302 5311
Saarland Informatics Campus E1 3, R. 514,
66123 Saarbrücken

Nachwuchsgewinnung, Öffentlichkeitsarbeit und Technologietransfer am Saarland Informatics Campus werden unterstützt durch das Kompetenzzentrum, gefördert durch

Weitere Infos

Das Projekt Tandem an der Universität des Saarlandes verfolgt das Ziel, die für eine wirtschaftliche oder industrielle Verwertung interessanten Forschungsergebnisse der saarländischen Informatik und der Max-Planck Institute durch einen Inkubationsprozess soweit weiterzuentwickeln, dass entweder Investoren die Produkte kaufen oder lizenzieren, oder neue Unternehmen im Saarland gegründet werden. Begleitende Aktivitäten im Projekt umfassen nationale und internationale Öffentlichkeitsarbeit, Maßnahmen zur Förderung des Technologietransfers im Allgemeinen sowie Formate zur Nachwuchsakquise im Bereich der Informatik. Das Projekt Tandem trägt dazu bei, die saarländische Informatik und den Wirtschaftsstandort Saarland zu stärken.