Kanada und Deutschland stärken KI-Zusammenarbeit: DFKI und Mila schließen strategische Partnerschaft

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V.l.n.r.: Valérie Pisano (Mila), Bundesminister Dr. Karsten Wildberger, der kanadische Minister Evan Solomon, Prof. Dr. Antonio Krüger und Professor Dr.-Ing. Philipp Slusallek (beide DFKI). © Mila - Quebec AI Institute


Zwei weltweit führende KI-Forschungseinrichtungen bündeln ihre Kompetenzen, um die deutsch-kanadische Forschungskooperation auszubauen und Innovationen in den Bereichen vertrauenswürdige KI, KI-Sicherheit, agentische KI und Energiesysteme voranzutreiben.

Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und das kanadische KI-Forschungsinstitut Mila bündeln ihre Kräfte, um die wissenschaftliche und technologische Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Kanada im Bereich der Künstlichen Intelligenz auszubauen. Die Partnerschaft wurde auf der ALL IN, Kanadas führender Veranstaltung für Künstliche Intelligenz und Zukunftstechnologien, in Montréal offiziell besiegelt. Im Beisein von Karsten Wildberger, Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung, und Evan Solomon, Kanadas Minister für Künstliche Intelligenz und digitale Innovation, unterzeichneten die Leitungen beider Institutionen ein Memorandum of Understanding. Im Fokus der Kooperation stehen gemeinsame Forschungsprojekte zu vertrauenswürdiger und sicherer KI, agentischen KI-Systemen sowie KI-Anwendungen für den Energiesektor. Damit setzen die Kooperationspartner die jüngsten Regierungsinitiativen zur Vertiefung der bilateralen Zusammenarbeit in angewandter KI und Forschung um.

Synergien für die Energiewende und KI-Sicherheit

Sowohl Deutschland als auch Kanada stehen vor der Herausforderung, ihre Energiesysteme in nachhaltige, effiziente und resiliente Strukturen zu transformieren. Künstliche Intelligenz kann hierbei einen entscheidenden Beitrag leisten, etwa bei der Optimierung intelligenter Stromnetze, der Vorhersage von Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen oder der Optimierung der Energieeffizienz industrieller Prozesse.
Mit ihrer Partnerschaft bringen das DFKI und Mila die Stärken zweier international führender KI-Ökosysteme zusammen. Die Zusammenarbeit verbindet Grundlagenforschung und anwendungsorientierte Innovation, um wissenschaftliche Erkenntnisse schneller in praktische Lösungen für Wirtschaft und Gesellschaft zu überführen.

Neben Anwendungen für die Energiewende stehen die Entwicklung vertrauenswürdiger und sicherer KI-Systeme sowie neue Ansätze im Bereich agentischer KI im Mittelpunkt der Kooperation. Durch den Austausch von Forschenden und Fachkräften, gemeinsame Forschungsprojekte und einen intensiven Wissenstransfer wollen die Partner praxisnahe Lösungen entwickeln und den Technologietransfer in die kanadische und deutsche Wirtschaft beschleunigen.

Zitate

„Die Zusammenarbeit mit Mila markiert einen wichtigen Meilenstein für das DFKI. Kanada und Deutschland teilen die Vision einer menschenzentrierten und vertrauenswürdigen Künstlichen Intelligenz. Durch die Bündelung unserer Forschungs- und Transferkompetenzen, insbesondere in kritischen Anwendungsbereichen wie dem Energiesektor, schaffen wir Synergien, die Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft in Kanada und Deutschland gleichermaßen zugutekommen.“

Prof. Dr. Antonio Krüger, CEO des DFKI

„Da Mila seine globale Reichweite weiter ausbaut, ist die Zusammenarbeit mit einer der führenden KI-Forschungseinrichtungen Deutschlands ein wichtiger nächster Schritt. Deutschland und insbesondere das DFKI werden uns als vertrauenswürdiger Partner dabei unterstützen, Spitzenforschung in der KI voranzutreiben und in wirkungsvolle industrielle Anwendungen zu überführen.“

Valérie Pisano, Präsidentin und CEO von Mila

„Diese Partnerschaft bringt zwei der weltweit führenden KI-Forschungseinrichtungen zusammen, mit dem klaren Ziel, sichere und vertrauenswürdige KI-Systeme weiterzuentwickeln. Diese Zusammenarbeit beschleunigt nicht nur Innovationen im Bereich der Künstlichen Intelligenz, sondern stellt auch sicher, dass KI den Menschen, Unternehmen und der Gesellschaft in Deutschland und Kanada dient.“

Dr. Karsten Wildberger, Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung der Bundesrepublik Deutschland

„In einer sich rasant entwickelnden KI-Landschaft hängt Fortschritt von vertrauenswürdigen Partnerschaften ab. Durch die Kooperation zweier weltweit führender KI-Institutionen, Mila und DFKI, stärken Kanada und Deutschland die Verbindungen zwischen ihren Forschungsökosystemen und fördern die Entwicklung sicherer und verlässlicher KI. Diese Zusammenarbeit wird Innovationen beschleunigen, den wissenschaftlichen Austausch vertiefen und dazu beitragen, dass KI den Menschen, Unternehmen und Gesellschaften auf beiden Seiten des Atlantiks zugutekommt.“

Evan Solomon, Kanadischer Minister für Künstliche Intelligenz und digitale Innovation

Über Mila

Mila wurde von Professor Yoshua Bengio gegründet und zählt zu den weltweit führenden KI-Forschungsinstituten. s vereint nahezu 2.000 Forschende und Fachkräfte, die die Zukunft intelligenter Systeme mitgestalten. Die gemeinnützige Organisation mit Sitz in Montréal ist bekannt für ihre wissenschaftlichen Beiträge, globale Innovationspartnerschaften, ihre Führungsrolle im Bereich sicherer und verantwortungsvoller KI sowie die Förderung der Gründung von KI-Start-ups. Mila entstand aus einer Partnerschaft zwischen der Université de Montréal und der McGill University, um wissenschaftliche Durchbrüche zum Nutzen aller voranzutreiben. Unterstützt wird Mila von der kanadischen Bundesregierung, der Regierung von Québec sowie von mehr als 150 Industriepartnern.
Web: https://mila.quebec
 

Über das DFKI

Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI) wurde 1988 als gemeinnützige Public-Private-Partnership (PPP) gegründet. Es unterhält Standorte in Kaiserslautern, Saarbrücken, Bremen, Niedersachsen und Darmstadt, Labore in Berlin und Lübeck, sowie eine Außenstelle in Trier. Das DFKI verbindet wissenschaftliche Spitzenleistung und wirtschaftsnahe Wertschöpfung mit gesellschaftlicher Wertschätzung. Das DFKI forscht seit über 35 Jahren an KI für den Menschen und orientiert sich an gesellschaftlicher Relevanz und wissenschaftlicher Exzellenz in den entscheidenden zukunftsorientierten Forschungs- und Anwendungsgebieten der Künstlichen Intelligenz. In der internationalen Wissenschaftswelt zählt das DFKI zu den wichtigsten „Centers of Excellence“. Aktuell forschen ca. 1.400 Mitarbeitende aus über 76 Nationen an innovativen Softwarelösungen.