Seite auswählen

Cebit 2018: Saarbrücker Start-up bietet Datenanalyse mit wissenschaftlicher Expertise




Data Science Consulting mit wissenschaftlicher Expertise bieten D:AI:MOND-Gründer Thilo Krüger, Professorin Verena Wolf, Professor Jens Dittrich und Dr. Endre Palatinus (von links nach rechts). Bild: © Uwe Bellhäuser

Digitale Daten gelten in Wirtschaft und Industrie als das „neue Öl“ – sie versprechen den gleichen Gewinn wie das Geschäft mit Erdöl. Eine ganze Industrie basiert bereits auf „Data Science“ und den Rechenverfahren, die eine noch bessere Analyse versprechen, um die Konkurrenz zu übertrumpfen und künftige Geschäftsfelder zu finden. Damit sich das neue Öl nicht als Mogelpackung entpuppt, gründen nun vier renommierte Informatik-Experten der Universität des Saarlandes das Beratungsunternehmen „D:AI:MOND“. Ihr „Data Science Consulting“ basiert auf den neuesten Forschungserkenntnissen. Auf diese Weise wollen die Wissenschaftler ihre Kunden fundierter beraten.

„Big Data“, das Auswerten von riesigen Datenmengen, „Künstliche Intelligenz“ und „Deep Learning“, das sind die Verfahren, die in der Wirtschaft aktuell für Furore sorgen. „Die Verwirrung in der Industrie bezüglich all dieser Modebegriffe ist leider sehr groß“, erklärt Jens Dittrich, Professor für Informatik im Bereich Datenbanken, Datenmanagement und Big Data an der Universität des Saarlandes. „Als Forscher können wir diesen Nebel lichten“, ist Dittrich überzeugt. Zusammen mit seiner Kollegin Verena Wolf, Professorin für Informatik mit dem Schwerpunkt Modellierung und Simulation, und den beiden Informatik-Experten Endre Palatinus und Thilo Krüger gründet er daher nun das Start-up „D:AI:MOND“.

Ein großes Problem, so Dittrich, sei, dass einige Firmen den Datenanalyseprozess falsch einschätzten. Er vergleicht das Vorgehen der Firmen mit dem Bau eines Penthouses im zehnten Stock, ohne dabei die Stockwerke darunter oder gar das Fundament zu planen. „Ein anderes Muster, das wir sehen: Einige Firmen glauben, dass es ein sehr großes Gebäude wird, also wird zuerst ein kostspieliger Spezial-Bagger gekauft. Erst dann wird das Gebäude geplant und man erkennt, dass auch ein einfacher Bagger ausgereicht hätte.“

Hinzu komme, so Dittrich, dass zu einer Datenanalyse weit mehr gehöre als nur die Auswertung. Das Sammeln der richtigen Daten, das Säubern und Zusammenfügen der Daten sei genauso wichtig wie das Entfernen von Fehlern, das Pflegen der Daten, das Aufsetzen einer skalierbaren Datenarchitektur und die Definition der für die Analyse entscheidenden Charakteristika, erklärt Dittrich.

Seine Gründer-Kollegen und er werden unterstützt durch den auf dem Campus ansässigen IT Inkubator, eine Einrichtung der Universität des Saarlandes und der Max-Planck-Innovation GmbH. Während der so genannten Inkubation erhalten Forscher und Studierende dort Hilfe, um ihre Ideen unternehmerisch weiterzuentwickeln.

Weitere Informationen:
http://daimond.ai

Fragen beantworten:
Professorin Verena Wolf
Modeling and Simulation
Saarland Informatics Campus E1.3

Universität des Saarlandes
E-Mail: verena@daimond.ai
Tel.: +49 681 302-5636

Professor Jens Dittrich
Big Data Analytics Group
Saarland Informatics Campus E1.1
Universität des Saarlandes
E-Mail: jens@daimond.ai
Tel: +49 681 302-70141

Redaktion:
Gordon Bolduan
Wissenschaftskommunikation
Kompetenzzentrum Informatik Saarland
Saarland Informatics Campus E1.7
Universität des Saarlandes
E-Mail: bolduan@mmci.uni-saarland.de


Die Öffentlichkeitsarbeit am Saarland Informatics Campus wird unterstützt durch das Kompetenzzentrum Informatik Saarland, gefördert aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und Mitteln der Staatskanzlei Saarland.





Nachwuchsgewinnung, Öffentlichkeitsarbeit und Technologietransfer am Saarland Informatics Campus werden unterstützt durch das Kompetenzzentrum Informatik Saarland, gefördert durch

Logo Europäischer Fonds für regionale Entwicklung
Weitere Infos

Das Projekt Tandem an der Universität des Saarlandes verfolgt das Ziel, die für eine wirtschaftliche oder industrielle Verwertung interessanten Forschungsergebnisse der saarländischen Informatik und der Max-Planck Institute durch einen Inkubationsprozess soweit weiterzuentwickeln, dass entweder Investoren die Produkte kaufen oder lizenzieren, oder neue Unternehmen im Saarland gegründet werden. Begleitende Aktivitäten im Projekt umfassen nationale und internationale Öffentlichkeitsarbeit, Maßnahmen zur Förderung des Technologietransfers im Allgemeinen sowie Formate zur Nachwuchsakquise im Bereich der Informatik. Das Projekt Tandem trägt dazu bei, die saarländische Informatik und den Wirtschaftsstandort Saarland zu stärken.