Seite auswählen

Rufabwehr: Studenten und Mitarbeiter wollen Professor Bernd Finkbeiner überzeugen zu bleiben


Professor Finkbeiner und eine Gruppe Studenten des Saarland Informatics Campus der Universität des Saarlandes stehen nach dem Fackelzug zusammen.

Professor Finkbeiner (vorne Rechts) mit Studenten und Mitarbeitern des Saarland Informatics Campus der Universität des Saarlandes

Studierende, Lehrende und Angestellte des Saarland Informatics Campus der Universität des Saarlandes haben einen Fackelzug zu Ehren von Professor Bernd Finkbeiner, Ph.D. veranstaltet. Trotz Nieselregens sind rund 100 Teilnehmende mit Fackeln und Feuerlöscher über den Campus der Saar-Uni spaziert.

Seit 2002 forscht und lehrt Professor Finkbeiner an der Universität des Saarlandes, zunächst als einer der ersten Informatik-Juniorprofessoren der Bundesrepublik und seit 2006 als ordentlicher Professor. Ende 2019 hat er einen Ruf an die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München erhalten. Mit dem Fackelzug haben Studierende und Kollegen ihre Wertschätzung für die Lehre und Forschung des renommierten Informatikers ausgedrückt. Damit wollen sie ihn überzeugen den Standort Saarbrücken nicht zu verlassen. Bereits 2006 erhielt Finkbeiner einen Ruf an die Technische Universität Darmstadt, der jedoch erfolgreich abgewehrt werden konnte.

2015 wurde er als erster Professor der Universität des Saarlandes mit dem ERC Consolidator Grant der Europäischen Union für seine Arbeit zur automatischen Programmsynthese ausgezeichnet. Die mit 2 Millionen Euro geförderte Forschung zielt darauf ab, Computerprogramme automatisch zu erzeugen, sodass keine menschlichen Programmierer mehr am Entstehungsprozess beteiligt sind. Die so erstellten Computerprogramme erfüllen dabei höchste Sicherheits- und Qualitätsstandards.

Zum Einsatz kommt diese Forschung bei der Entwicklung sogenannter „Eingebetteter Systeme“. Hierbei handelt es sich um Kleinstcomputer ohne Tastatur und Maus, die oft auch in sicherheitskritischen und lebenswichtigen Systemen eingesetzt werden ­­– beispielsweise in Flugzeugsteuerungen und selbstfahrenden Autos, oder auch in Herzschrittmachern und Insulinpumpen. Die Analyse der Korrektheit, Sicherheit und Verständlichkeit dieser eingebetteten Systeme ist ein wichtiger Teil Finkbeiners Forschung.

Finkbeiner ist zudem am transregionalen Sonderforschungsbereich „Grundlagen verständlicher Softwaresysteme“ beteiligt und forscht am CISPA – Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit.

 

Hintergrund Saarland Informatics Campus:
800 WissenschaftlerInnen und 2000 Studierende aus 81 Nationen machen den Saarland Informatics Campus (SIC) zu einem der führenden Standorte für Informatik in Deutschland und Europa. Sechs weltweit angesehene Forschungsinstitute, nämlich das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), das Max-Planck-Institut für Informatik, das Max-Planck-Institut für Softwaresysteme, das Zentrum für Bioinformatik, das Cluster für „Multimodal Computing and Interaction“ und das CISPA – Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit sowie drei vernetzte Fachbereiche und 18 Studiengänge decken das gesamte Themenspektrum der Informatik ab.

 

Redaktion:
Philipp Zapf-Schramm
Kompetenzzentrum Informatik Saarland
Saarland Informatics Campus
Telefon: +49 681 302-70741
E-Mail: pzapf@mmci.uni-saarland.de

 


Die Öffentlichkeitsarbeit am Saarland Informatics Campus wird unterstützt durch das Kompetenzzentrum Informatik Saarland, gefördert aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und Mitteln der Staatskanzlei Saarland.





Nachwuchsgewinnung, Öffentlichkeitsarbeit und Technologietransfer am Saarland Informatics Campus werden unterstützt durch das Kompetenzzentrum Informatik Saarland, gefördert durch

Logo Europäischer Fonds für regionale Entwicklung
Weitere Infos

Das Projekt Tandem an der Universität des Saarlandes verfolgt das Ziel, die für eine wirtschaftliche oder industrielle Verwertung interessanten Forschungsergebnisse der saarländischen Informatik und der Max-Planck Institute durch einen Inkubationsprozess soweit weiterzuentwickeln, dass entweder Investoren die Produkte kaufen oder lizenzieren, oder neue Unternehmen im Saarland gegründet werden. Begleitende Aktivitäten im Projekt umfassen nationale und internationale Öffentlichkeitsarbeit, Maßnahmen zur Förderung des Technologietransfers im Allgemeinen sowie Formate zur Nachwuchsakquise im Bereich der Informatik. Das Projekt Tandem trägt dazu bei, die saarländische Informatik und den Wirtschaftsstandort Saarland zu stärken.