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Saarbrücker Informatiker werden mit EU-Förderung Forschung an Nano-Satelliten kommerzialisieren




Informatiker Professor Holger Hermanns mit dem Modell eines Nano-Satelliten ©Oliver Dietze

Der Markt für Satelliten in erdnaher Umlaufbahn wächst rasant: Heutzutage befinden sich etwa 2500 Satelliten in dieser Zone, für die kommenden zehn Jahre sind Starts für rund 50.000 weitere angekündigt. Sie können zum Beispiel Luftbilder der Erdoberfläche aufnehmen oder Telekommunikations-Netzwerke verstärken. Informatiker der Universität des Saarlandes haben die Nutzung dieser Art von Satelliten optimiert. Um ihre Entwicklungen auch Marktreife zu bringen, werden sie nun vom Europäischen Forschungsrat (ERC) gefördert.

Die Europäische Union unterstützt den Technologietransfer mit der so genannten  Proof-Of-Concept-Förderung. Dabei erhalten Forscher, die bereits durch den ERC gefördert werden, 18 Monate lang insgesamt 150.000 Euro. Dies hat zum Ziel, Entwicklungen aus europäischer Spitzenforschung zu marktreifen Produkten zu entwickeln.

Das Team um Informatik-Professor Holger Hermanns am Saarland Informatics Campus forscht bereits seit 2016 an dem Weltraum-Thema und wird dafür mit dem millionenschweren ERC Advanced-Grant „POWVER“ gefördert. So haben die Wissenschaftler bereits die Berechnung des Energiebudgets und die Steuerung sogenannter Nano-Satelliten, also Kleinst-Satelliten mit maximal 10 Kilogramm Gewicht, erheblich verbessern können. „Mit der neuen Förderung „LEOpowver“ werden wir nun ausführlich mit einigen Nano-Satelliten im erdnahen Orbit experimentieren und eine Kommerzialisierungsstrategie für unsere bisherigen Entwicklungen erarbeiten“, erklärt Hermanns. In dem Projekt kooperieren die Saarbrücker Forscher wie schon bei Vorgängerprojekten mit dem dänisch-luxemburgischen Satellitenbetreiber GOMspace.

Mehr Informationen zur Forschung von Professor Hermanns rund um die Nano-Satelliten bietet die folgende Pressemitteilung vom 30.11.2020: https://idw-online.de/de/news758901

Weitere Informationen:
https://erc.europa.eu/news/PoC-recipients-2020-third-round
https://erc.europa.eu/funding/proof-concept
powver.org/optimal-power-in-outer-space/
https://gomspace.com/home.aspx

Fragen beantwortet:
Prof. Dr. Holger Hermanns
Email: hermanns@cs.uni-saarland.de
Tel.: +49 (0)681 302 5630

Hintergrund Saarland Informatics Campus:
800 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und rund 2000 Studierende aus mehr als 80 Nationen machen den Saarland Informatics Campus (SIC) zu einem der führenden Standorte für Informatik in Deutschland und Europa. Fünf weltweit angesehene Forschungsinstitute, nämlich das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), das Max-Planck-Institut für Informatik, das Max-Planck-Institut für Softwaresysteme, das Zentrum für Bioinformatik und das Cluster für „Multimodal Computing and Interaction“ sowie die Universität des Saarlandes mit drei vernetzten Fachbereichen und 21 Studiengänge decken das gesamte Themenspektrum der Informatik ab.

 

Redaktion:
Philipp Zapf-Schramm
Kompetenzzentrum Informatik Saarland
Saarland Informatics Campus
Telefon: +49 681 302-70741
E-Mail: pzapf@mmci.uni-saarland.de


Die Öffentlichkeitsarbeit am Saarland Informatics Campus wird unterstützt durch das Kompetenzzentrum Informatik Saarland, gefördert aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und Mitteln der Staatskanzlei Saarland.





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Das Projekt Tandem an der Universität des Saarlandes verfolgt das Ziel, die für eine wirtschaftliche oder industrielle Verwertung interessanten Forschungsergebnisse der saarländischen Informatik und der Max-Planck Institute durch einen Inkubationsprozess soweit weiterzuentwickeln, dass entweder Investoren die Produkte kaufen oder lizenzieren, oder neue Unternehmen im Saarland gegründet werden. Begleitende Aktivitäten im Projekt umfassen nationale und internationale Öffentlichkeitsarbeit, Maßnahmen zur Förderung des Technologietransfers im Allgemeinen sowie Formate zur Nachwuchsakquise im Bereich der Informatik. Das Projekt Tandem trägt dazu bei, die saarländische Informatik und den Wirtschaftsstandort Saarland zu stärken.