Strategische Forschungspartnerschaft zwischen Max-Planck-Institut für Informatik und Google startet in Saarbrücken

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Prof. Dr. Christian Theobalt, Leiter des heute eröffneten VIA-Centers zusammen mit Shahram Izadi, Senior Director und Head of AR bei Google. Foto: Manuela Meyer


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Gemeinsame Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts für Informatik und Google Deutschland

Im Juni haben das Max-Planck-Institut für Informatik in Saarbrücken und Google eine strategische Forschungspartnerschaft zur Eröffnung des „Saarbrücken Research Center for Visual Computing, Interaction and Artificial Intelligence (VIA)” am Max-Planck-Institut für Informatik bekannt gegeben. Bei der Auftaktveranstaltung am heutigen 9. November kommen Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft im Günter-Hotz-Hörsaal der Universität des Saarlandes zusammen, um mehr über die Mission und die Forschung des neuen Zentrums zu erfahren. 

Das „Saarbrücken Research Center for Visual Computing, Interaction and Artificial Intelligence (VIA)” wird Grundlagenforschung in zukunftsweisenden Bereichen der Computergrafik, Computer Vision und Mensch-Maschine-Interaktion an der Schnittstelle von künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen betreiben. Google und das Max-Planck-Institut für Informatik setzen am VIA gemeinsame Forschungsprojekte um. Das Zentrum wird dabei eng mit der Universität des Saarlandes und den zahlreichen, international renommierten Informatik-Forschungseinrichtungen am Saarland Informatics Campus zusammenarbeiten. Der Standort zählt zur weltweiten Spitze in den Bereichen Computergrafik, Computer Vision, Mensch-Maschine-Interaktion und Künstliche Intelligenz. 

Professor Christian Theobalt, Geschäftsführender Direktor des Max-Planck-Instituts für Informatik und Leiter des „Saarbrücken Research Center for Visual Computing, Interaction and Artificial Intelligence”, sagt: „Wir sind ausgesprochen erfreut über die enge Kooperation mit Google. Denn in dieser Zusammenarbeit zwischen einem der führenden wissenschaftlichen Institute der Informatik sowie einer der weltweit größten industriellen Forschungsabteilungen liegt größtes Potenzial. Wir sehen hier herausragende Chancen, zukunftsweisende wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen und viele Bereiche der Computerwissenschaft, die schon heute das Leben der Menschen maßgeblich beeinflussen, positiv mitgestalten zu können.” 

Dr. Shahram Izadi, Senior Director and Head of AR bei Google, sagt: “Heute ist ein großartiger Tag für Google und unsere Partner am Max-Planck-Institut für Informatik. Das ‘Saarbrücken Research Center for Visual Computing, Interaction and Artificial Intelligence‘ 

wird den Weg für neue Algorithmen ebnen, die einerseits fortgeschrittene funktionale Fähigkeiten in den namensgebenden Bereichen und gleichzeitig eine verbesserte Verantwortlichkeit der zugrunde liegenden Algorithmen ermöglichen, in Form von besserer Erklärbarkeit, Robustheit und Vertrauenswürdigkeit.” 

Die Saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger sagt: „1.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und über 2.000 Studierende aus 81 Nationen machen unser Bundesland zu einem zukunfts- und wettbewerbsfähigen Informatik-Hub mit Anziehungskraft weit über die Landesgrenzen hinaus. Das Max-Planck-Institut für Informatik ist eine der tragenden Säulen unseres international anerkannten Forschungsstandortes. Ein Leuchtturm bei der Erforschung von Algorithmen, maschinellem Lernen oder Computergrafiken. Mit dieser Leistungsstärke hat das MPI einen innovativen Leader wie Google ins Saarland geholt, der unserem Forschungs- und Wissenschaftsstandort neue Impulse geben wird. Von solchen Partnerschaften zwischen Spitzenforschung und Spitzenunternehmen profitiert auch die Saarwirtschaft, etwa durch Gründungen oder Technologietransfer mit neuer Wertschöpfung und Arbeitsplätzen der Zukunft. Das wird uns helfen, die riesigen Herausforderungen durch den Strukturwandel zu meistern.“ 

Fotos der Eröffnung sind nach der Veranstaltung unter https://sic.link/viaopening online abrufbar. 

 

Hintergrund Max-Planck-Institut für Informatik:
Das Max-Planck-Institut für Informatik in Saarbrücken zählt zu den weltweit führenden Forschungsinstituten in der Informatik. Seit der Gründung des Instituts im Jahr 1990 konzentriert es sich auf die Erforschung der mathematischen Grundlagen der Informationstechnologie in den Bereichen Algorithmen und Komplexität sowie Logik der Programmierung. Wissenschaftler am Institut entwickeln auch Algorithmen für verschiedene Anwendungsbereiche wie Programmverifikation, Datenbanken und Informationssysteme und Bioinformatik. Die Forschung im Bereich Visual Computing, also Computergrafik und Computer Vision, an der Grenze zu künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen, ist ebenfalls ein wichtiger Forschungsschwerpunkt am Institut. Mit Publikationen auf höchstem Niveau und der Ausbildung exzellenter Nachwuchswissenschaftler trägt das MPI für Informatik wesentlich dazu bei, die Grundlagenforschung in der Informatik voranzutreiben. 

Hintergrund Max-Planck-Gesellschaft:
Die Max-Planck-Gesellschaft ist Deutschlands erfolgreichste Forschungsorganisation – mit 30 Nobelpreisträgerinnen und Nobelpreisträgern steht sie auf Augenhöhe mit den weltweit besten und angesehensten Forschungsinstitutionen. Die mehr als 15.000 Publikationen jedes Jahr in international renommierten Fachzeitschriften sind Beleg für die hervorragende Forschungsarbeit an Max-Planck-Instituten – viele Artikel davon dürfen sich zu den meist zitierten Publikationen in ihrem jeweiligen Fachgebiet zählen. Ihr Forschungsspektrum entwickelt sich dabei ständig weiter: Neue Institute werden gegründet oder bestehende Institute umgewidmet, um Antworten auf zukunftsträchtige wissenschaftliche Fragen zu finden. Diese ständige Erneuerung erhält der Max-Planck-Gesellschaft den Spielraum, auf neue wissenschaftliche Entwicklungen rasch reagieren zu können. 

Hintergrund Google:
Google’s Mission ist es, die Informationen der Welt zu organisieren und sie allgemein zugänglich und nützlich zu machen. Durch Produkte und Plattformen wie Search, Maps, Gmail, Android, Google Play, Chrome und YouTube spielt Google eine wichtige Rolle im täglichen Leben von Milliarden von Menschen und ist zu einem der bekanntesten Unternehmen der Welt geworden. Google ist eine Tochtergesellschaft der Alphabet Inc. 

Hintergrund Saarland Informatics Campus:
900 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (darunter 400 Promovierende) und rund 2100 Studierende aus mehr als 80 Nationen machen den Saarland Informatics Campus (SIC) zu einem der führenden Standorte für Informatik in Deutschland und Europa. Vier weltweit angesehene Forschungsinstitute, nämlich das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), das Max-Planck-Institut für Informatik, das Max-Planck-Institut für Softwaresysteme, das Zentrum für Bioinformatik sowie die Universität des Saarlandes mit drei vernetzten Fachbereichen (Informatik, Mathematik, Sprachwissenschaft & Sprachtechonologie) und 24 Studiengänge decken das gesamte Themenspektrum der Informatik ab. 

Weitere Informationen: 

www.via-center.science 

 

Fragen beantwortet:
Prof. Dr. Christian Theobalt
Max-Planck-Institut für Informatik
Tel.: +49 681 9325 4500
E-Mail: theobalt@mpi-inf.mpg.de 

Pressekontakt:
Philipp Zapf-Schramm
Saarland Informatics Campus
Tel.: +49 681 302-70741
E-Mail: pzapf@mmci.uni-saarland.de 

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blank Prof. Dr. Christian Theobalt, Leiter des heute eröffneten VIA-Centers zusammen mit Shahram Izadi, Senior Director und Head of AR bei Google. Foto: Manuela Meyer
blank (v.l.n.r.) Prof. Peter Druschel, Vorsitzender der CPT-Sektion der Max-Planck-Gesellschaft, Prof. Christian Theobalt, wissenschaftlicher Direktor MPI-Informatik und Leiter des neu gegründeten VIA-Centers, Maximilian Prugger, stellv. Generalsekretär der Max-Planck-Gesellschaft, Shahram Izadi, Senior Director und Head of AR bei Google, Ministerpräsidentin des Saarlandes Anke Rehlinger, Wissenschaftsminister Jakob von Weizsäcker, Universitätspräsident Prof. Manfred Schmitt und Lutz Mache (Google) bei der Eröffnung des VIA-Centers. Foto: Manuela Meyer
blank Shahram Izadi (links) und Christian Theobalt (rechts) bei der Demonstration eines Forschungsprojektes. Foto: Manuela Meyer