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„Bildverarbeitung und Computer Vision“

„Bildverarbeitung und Computer Vision“

Im Visualisierungszentrum des Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI)
Campus Gebäude D3.2
66123 Saarbrücken

Wie schaffen Computer es, Daten aus Bildern oder Videos effizienter auszuwerten und Informationen aus ihrer Umgebung sinnvoll zu verarbeiten? Welches Potenzial steckt hinter solchen Verfahren? Und wie kann Ihr Unternehmen von diesen Technologien profitieren?

Diese Fragen beantworten Ihnen drei Experten in den folgenden Vorträgen:

Von der Natur inspiriert: Mathematische Bildverarbeitung
Professor Joachim Weickert, Exzellenzcluster für Multimodal Computing and Interaction, Universität des Saarlandes

Wichtige Teilgebiete der digitalen Bildverarbeitung und der Computergrafik bedienen sich mathematischer Modelle. Einige davon stammen aus der Natur. Mit ihrer Hilfe erklärt Professor Joachim Weickert, was die Grundlagen von mathematischer Bildverarbeitung sind und wie sie es als eigenständiges Forschungsgebiet etabliert haben. Während seines Vortrages geht Weickert auf Prozesse ein, die ihre Inspiration aus fünf Bereichen schöpfen: Elektrostatik, Diffusion, Wellenausbreitung, Wärmeleitung und Osmose.

3D-Szenen verstehen – Der heilige Gral der Disziplin Computer Vision
Professor Bernt Schiele, Max-Planck-Institut für Informatik, Saarbrücken

Menschen können ohne jegliche Anstrengung Objekte und Vorgänge in ihrer unmittelbaren Umgebung erkennen. Für Computer ist dies nur mit großem Aufwand möglich und galt daher bisher als der „Heilige Gral“ des Computer Vision. Frühere Ansätze waren nicht zuverlässig genug, um zu überzeugen. In den vergangenen Jahren haben Forscher jedoch Rechenverfahren entwickelt, die entscheidende Teilprobleme schnell und zufriedenstellend lösen. Aber reicht das aus, damit Computer in Zukunft automatisch 3D-Szenen erfassen und verstehen werden? Professor Bernt Schiele erklärt in seinem Vortrag notwendige Komponenten, wie „Object Class Recognition“, „Posen-Bestimmung“ und automatische Verfolgung. Darüberhinaus berichtet er, wieweit seine Arbeitsgruppe beim Erkennen von Situationen im Straßenverkehr ist und wie man diese Technologie in der Industrie einsetzen kann.

Gelungene Kooperation: An die Weltspitze mit der Saar-Uni
Dr. Jan Messerschmidt, Geschäftsführer des Saarbrücker IT-Unternehmens Dialogika

Bereits seit 2010 beschäftigt sich das Saarbrücker Softwareunternehmen Dialogika, vor 32 Jahren als Spin-Off der Fachrichtung Informatik an der Universität des Saarlandes gegründet, mit folgendem Problem: „Wie kann man bei (elektrischen) Oberleitungsbussen das An- und Abdrahten der Stangenstromabnehmer an die Oberleitung automatisieren?“ Dazu hat Dialogika einen Patentvorschlag eingereicht, der auf maschineller Bilderkennung basiert. Einer der essentiellen Aspekte, nämlich die Erkennung der an den Stromabnehmern sitzenden Schleifschuhe, wurde im Rahmen einer Masterarbeit am Lehrstuhl „Mathematische Bildverarbeitung“ von Professor Joachim Weickert (Universität des Saarlandes) gelöst. Jan Messerschmidt berichtet über diese Erfolgsgeschichte und erklärt, welches Potenzial die Ergebnisse haben.

Bild: www.freepik.com

Fähigkeiten

Gepostet am

1st Oktober 2013

Nachwuchsgewinnung, Öffentlichkeitsarbeit und Technologietransfer am Saarland Informatics Campus werden unterstützt durch das Kompetenzzentrum, gefördert durch

Weitere Infos

Das Projekt Tandem an der Universität des Saarlandes verfolgt das Ziel, die für eine wirtschaftliche oder industrielle Verwertung interessanten Forschungsergebnisse der saarländischen Informatik und der Max-Planck Institute durch einen Inkubationsprozess soweit weiterzuentwickeln, dass entweder Investoren die Produkte kaufen oder lizenzieren, oder neue Unternehmen im Saarland gegründet werden. Begleitende Aktivitäten im Projekt umfassen nationale und internationale Öffentlichkeitsarbeit, Maßnahmen zur Förderung des Technologietransfers im Allgemeinen sowie Formate zur Nachwuchsakquise im Bereich der Informatik. Das Projekt Tandem trägt dazu bei, die saarländische Informatik und den Wirtschaftsstandort Saarland zu stärken.